SusiTiger am 16.09.2008 um 17:21 Uhr
Wie seht ihr das? In Holland ist die Sterbehilfe gesetzlich erlaubt. Sollte man als todkranker Mensch, der nur noch unter Schmerzen leidet, qualvoll vor sich hinsiecht und dessen überdrüssig ist, nicht selbst entscheiden können, seinem Leid ein Ende zu machen mit ärztlicher Begleitung?
Ich meine wenn ein Tier nicht mehr gerettet werden kann, wird es doch auch von seinen Qualen erlöst??
Ehrliche Meinung bitte wenn möglich mit Kommentar!

Ich bin schon eher für Selbstbestimmung bis zum Schluss, das Problem wird nur die Missbrauchsgefahr sein, wenn jemand vielleicht nicht mehr so in der Lage ist selber zu entscheiden, wer bestimmt das dann? Es gibt sicherlich eindeutige Fälle, aber eben auch strittige.
Für mich ist es unerträglich, dass ein Mensch nicht selbst entscheiden kann, wann er das Leben verlassen will. Ich finde es human, in so einem Fall ärztliche Hilfe zu bekommen statt von einer Brücke oder vor einen Zug springen zu müssen.
In diesem Land werden die Menschen nur noch verwaltet und gemaßregelt. Ich würde, wenn es nötig würde, sogar noch ins Ausland ziehen (oder mich dort hinbringen lassen), damit ich diese Entscheidung selbst treffen kann.
Heute bedaure ich, dass ich meiner Großmutter nicht helfen konnte. Ich hätte ihr viel Leid ersparen und ein würdiges Ende bereiten können, wenn ich damals so schlau wäre wie heute.
donnerunddoria am 19. September 2008 17:21 'tschuldigung, ist mir zu spät aufgefallen, dass Du schon eine Antwort abgegeben hast! Also hier mein --->DH - ich stimme Dir voll und ganz zu.
allerdings, wer kontrolliert, ob da nicht was schief läuft?
Das kann man nie ausschließen - auch ein Verbot schließt das nicht aus!
richtig, darum klares ja, weil ich auch nie so enden möchte
Ich denke, dass man eine Sterbehilfe leisten sollte weil es nicht menschenwürdig ist unter extremen Qualen die letzte Zeit "dahinzuleben".

In besonders schweren Fällen, auf jeden Fall

Warum an der Stelle ansetzen, wo es keine Hoffnung mehr geben kann? Warum nicht die Bedingungen des Sterbens verbessern?
Zu häufig wird die Debatte um Sterbehilfe vor dem Hintergrund der billigen Sozialverträglichkeit geführt.
Würdiges Sterben kostet genau so viel Geld wie würdiges Leben. Die meisten Sterbewilligen sind selbst einer schnellen Lösung zugeneigt, weil der aktuelle Umgang mit ihnen praktisch nichts andere zulässt.
Die Arbeit in Hospizen, in denen Sterbenskranke mit Aufwand gepflegt, versorgt und begleitet werden, erzählt von einer anderen Perspektive auf dieses Thema.
Und dennoch gibt es auch unter diesen Menschen genug, die lieber in Würde gehen als dort zwar liebevoll aber dennoch gepflegt werden müssen.
Außerdem ist es oft der Glaube, in denen diese Menschen gefangen sind und damit unter Druck gesetzt werden.
SusiTiger am 16. September 2008 17:54 Also mich graut die Vorstellung, irgendwann mal mein Leben in einem Pflegeheim zu verbringen. Wenn ich selbst nicht mehr in der Lage bin, mich um mich selbst zu kümmern, was soll ich dann noch auf dieser Welt?
minister am 16. September 2008 18:10 Ein Hospiz ist kein Pflegeheim.

Ich habe vor vielen Jahren eine Tante jämmerlich an Krebs sterben sehen. Seitdem bin ich für ein selbstbestimmtes Entscheiden darüber. Selbstverständlich nur, bei einer tödlichen Erkrankung im Endstadium, und wenn ich es selber wünsche!
Ich persönlich bin dafür. Man sollte jedem Menschen das Recht gewähren in Würde zu leben und zu sterben. Und wenn ein todkranker Mensch sich für einen schmerzlosen Weg entscheidet, sollte man das akzeptieren. Obwohl ich zugeben muss, dass es sehr schwierig ist die Grenze zu ziehen, für welche Patienten und Krankheitsfälle es gelten soll.

Wenn ein todkranker Mensch nur noch Qualen erleidet, sollte er meiner Meinung nach, über sein Ableben selbst bestimmen dürfen.
Ich stimme für dafür! Jedem Menschen sollte die Möglichkeit gegeben werden, im Falle einer ernsten Erkrankung, die auch noch mit Schmerzen tödlich endet, den Weg gehen zu dürfen. Denn ich sehe dies als in Würde sterben. Ist ein Leben noch lebenswert, wenn man siech da liegt, mit Drogen vollgepumpt wird und man darf nicht sterben? Ich musste meinem Vater damals dabei zusehen, es war entwürdigend.

Man darf keinen verweigern, in Würde sterben zu dürfen! Da eh schon von Krankenkassen über manche OP entschieden wird, die Kosten nicht zu übernehmen!

Legalisieren ja, aber mit Einschränkung: ich bin absolut NUR für die PASSIVE Sterbehilfe, nicht für die aktive! Bei der aktiven Sterbehilfe hätte ich Angst, dass sie mißbraucht wird, um alte und kranke Menschen zu "entsorgen". Bei der passiven Sterbehilfe kann der Betroffene selbst entscheiden, wann und ob er das todbringende Medikament nimmt!

Kommt drauf an... Eher ja...
Holland ist so nah da braucht Deutschland keine Sterbehilfe.

Ich finde, das dies eine sehr schwierige Frage ist. Sterbehilfe zu legalisieren oder nicht.
Eine Antwort auf die Frage war das aber jetzt nicht.
in bestimmten fällen schon.
es sind schon genug menschen wieder zu sich gekommen welche schon aufgegeben wurden!!!!es sei den sie haben eine dementsprechende patientenverfügung! aber denoch bin ich dagegen.

Ich habe für mich damit auch kein Problem und würde es machen

Unter bestimmten Voraussetzungen, ein klares Ja.
Man muss "nur" den Missbrauch ausschliessen. Wie das sicher geschehen kann, ist mir aber schleierhaft.

In bestimmten Fällen würde ich das auch möglich machen! Teilweise ist das für manche Menschen ja tatsächlich nur noch ein qualvolles Dahinvegetieren! Das ist für den Betroffenen ebenso schlimm, wie für die Angehörigen!
Hallo tigeroli,
wenn Du meine Antwort bedacht hättest, würdest Du nicht so schreiben!
Ich sagte: "Da der Mensch von Jesus aus eine totale Willens-, Denk- Glaubens- und Handlungsfreiheit besitzt mag er tun, was er will."
Ist das nicht deutlich genug?
Die Menschen werden nicht mit dem Glauben erpresst! Die Kirche hat schon lange keine Macht mehr und die meisten Menschen tun sowieso was sie wollen.
Die Folgen sind aber auch sichtbar:
Durch das schlimme Verhalten der Menschheit, z. B. durch das Abholzern der Wälder, spielt die Natur verrückt. Immer mehr Ernten ertrinken in den Fluten oder verdorren in der Hitze.
Ich vermute, daß Hungersnöte kommen werden und viele Menschen deswegen sterben müssen.
Dann aber war nicht Gott schuld, sondern das schlimme Verhalten von uns Menschen!
Wenn es ein "Daumen runter" gäbe, bekämst Du es. Du "eierst" doch nur rum und ziehst Dich immer mit einem "Aber" aus der Schlinge. Erst Zuckerbrot, dann Peitsche. - So macht's der Prediger auch. Natürlich richtet der Mensch viel Schaden an! Aber Gott scheint da ja keine Hilfe zu sein. Im Übrigen ist aus meiner Sicht den Menschen in den letzten zwei Jahrtausenden mehr Leid "in Gottes Namen" angetan worden als durch irgendwen sonst. Und dabei ist mir völlig egal, ob der "Angebetete" Gott, Allah oder Budha heißt. Die Menschen werden für deren Macht missbraucht. Und ich finde es unerträglich, dass es immer noch (ungebildete) Menschen gibt, die das mit sich machen lassen.
Vorsicht Leser! helmutfranz alias lorberjakobfan beruft sich nicht auf die Bibel der Christen, sondern auf eine angebliche Offenbarung aus dem 19. Jahrhundert. Das sind obskure Sonderlehren die nichts mit der Bibel zu tun haben.