Frage von StarTomHamburg, 86

Stellt das eine Strafbare Handlung dar?

Guten Morgen, Folgende Situation: Person A und B sind Geschwister und haben zusammen ein Haus erworben, bewohnen darin zwei getrennte Wohnungen und zahlen das Haus zu gleichen Teilen ab. Person B ist zwischenzeitlich zu einer Haftstrafe wegen eines BTM-Verstoßes verurteilt worden. Da nun Person B ihren Anteil am Haus nicht abbezahlen kann, und Person A das Haus nicht alleine Bezahlen kann, soll es entweder verkauft oder (Zwangs)versteigert werden. Nachdem Person B aus der Haft entlassen wurde, begibt sie sich 3 Monate später zum ersten mal wieder in ihre Wohnung und führt dort mithilfe von 3 weiteren Personen massive Beschädigungen inmerhalb ihrer Wohnung herbei, damit soll der Wert des Hauses gemindert werden, damit Person A einen geringeren Betrag beim Verkauf oder Versteigerung abbekommt. Stellt dies nun eine strafbare Handlungen dar?

Antwort
von uni1234, 22

Das hängt davon ab, ob wie die Eigentumslage aussieht. Wenn beide Geschwister das Haus insgesamt jeweils zu 50 % gehört, dann sind beide Miteigentümer. Als Miteigentümer kann man sich nach § 303 Abs. 1 StGB wegen Sachbeschädigung am "eigenen" Haus strafbar machen.

Sollte dagegen Sondereigentum eingetragen worden sein, sodass die Wohnung 1 der Person A und die Wohnung 2 der Person B gehört, dann wäre dies nicht mehr möglich.

Unabhängig von der Eigentumslage gibt es den Straftatbestand der Vereitelung der Zwangsvollstreckung gem. § 288 StGB, wobei dieser zumindest nach Deinen bisherigen Infos eher nicht in Betracht kommt.

Antwort
von peterobm, 39

die Person hat IHR Eigentum beschädigt, das ist Straffrei - solange andere nicht geschädigt werden; das ist hier nicht der Fall

Antwort
von imager761, 2

Stellt dies nun eine strafbare Handlungen dar?

Selbst wenn, inwiefern wäre eine Strafverfolgung des B für A von Interesse?

Ersetzt eine mögliche Genugtuung denn seinen Schaden durch Mindererlös?

Er vereinbart beim offenbar noch möglichem freihändigen Verkauf mit dem Käufer einen höheren Kaufpreisanteil, der sowohl der herbeigeführten Wertminderung entspricht wie auch die während der Haftzeit für den Miteigentümer mitzutragenen Hypothkenverpflichtungen bis zur Übergabe an den Käufer.

Der Käufer also demnach in der notariellen Urkunde verpflichtet wäre, bsplsw.  70% des Kaufpreises an Verkäufer A und 30% an Verkäufer B zu überweisen.

Schon wäre der Drops gelutscht :-O

G imager761


Antwort
von TheAllisons, 31

Wenn er nur seinen Besitz damit beschädigt, ist das seine Sache, da bekommt er eben nur den geringeren Wert. Solange er keinen "Dritten" schädigt, ist es egal. Mit seinen Sachen kann er machen was er will. Anderen Besitz zu beschädigen ist eine Straftat

Antwort
von StarTomHamburg, 29

Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, der Verkauf ist von Seiten der Bank angestoßen worden

Antwort
von grisu2101, 40

Na klar.... da bin ich aber ziemlich sicher.


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