Rebecca am 13.04.2007 um 10:04 Uhr
"Stell Dir vor es kommt Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu euch!
Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen:
Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet wer den Kampf vermeiden will:
Denn es wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat".
So lautet das vollständige Zitat. Und so ergibt es einen ganz anderen Sinn!!!

So hingeschrieben kommt das mir ähnlich vor wie der Spruch, dass der Strom aus der Steckdose kommt. Dieses Brecht zugeschriebene Zitat ist von der Aussage her von C. Sandburg und lautet eigentlich "Stell' Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin. Dann kommt der Krieg zu Dir." So wird auch vom Sinn her ein Schuh draus. Willst Du jedoch ein Gutmensch sein, behalt' einfach die Hälfte ein. ;-)
Heeeschen am 13. April 2007 10:15 warste wieder schneller ;-)
Kabark am 13. April 2007 10:26 ;-)
Rebecca am 13. April 2007 10:46 Der folgende Teil "Dann kommt der Krieg zu dir/euch" ist Zusatz eines unbekannten Autors. Die im Anschluss zitierten Verse "Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt […]" (siehe oben) stammen von Brecht, beziehen sich aber nicht auf Krieg. Siehe Christoph Drösser, "Stimmt's?" in "Die ZEIT" 06/2002
Ich denke, dieses Zitat in dieser Form reicht so auch aus, denn wenn keiner in den Krieg zieht, wo gibt's dann noch nen Krieg, der zu einem kommen kann???
Wenn man (Gutmensch) das in dieser Form zitiert, darf man es aber nicht mit Brecht in Verbindung bringen.
Denn der hat das so nicht gesagt und auch nicht gemeint.
Kabark am 13. April 2007 10:41 Soldaten haben noch nie einen Krieg angefangen, sondern nur Politiker. Und die gehen i.a.R. nicht selbst hin ;-)
Nein, aber stell Dir vor, die Politiker fangen nen Krieg an und kein Soldat geht hin...???
Rebecca am 13. April 2007 10:42 Dazu noch ein Zitat: "Brecht nicht zu verändern heißt, ihn zu verraten." - Heiner Müller
Jaja, Gutmensch, auch so'n beliebtes Totschlag-Argument, wenn man andere abwerten will, statt zu überzeugen... Egal, dann bin ich halt einer, weil ich gegen Krieg bin...
Kabark am 13. April 2007 14:19 Der Krieg ist der Vater aller Dinge...
Irrtum... Der menschliche Geist ist es, nur werden auch die wertvollsten Erfindungen und Entdeckungen für den Krieg pervertiert...
Kabark am 13. April 2007 15:26 Und wann war das je anders?
Die wichtigere Frage find ich "Wann wird das je anders sein?"
johmarie am 31. August 2009 16:25 eher der geist als der krieg. nur vielleicht auch ganz was anderes..
Der Anfang stammmt von dem amerikanischen Dichter Carl Sandburg aus dem Gedichtband The People, Yes" von 1936 (Sometime they'll give a war and nobody will come). Ein unbekannter Autor hat hinzugefügt "... dann kommt der Krieg zu euch" und das Ganze vor eine Stelle aus der Koloman Wallisch Kantate" von Berthold Brecht eingesetzt, die einem 1934 bei einem Arbeiteraufstand umgekommenen österreichsichen Revolutionär gewidmet ist (http://www.zeit.de/2002/06/200206stimmtsbrecht.xml).
Das angebliche Zitat ist in der Friedensbewegung populär geworden. Brecht selbst hätte wohl keinen solchen radikalen Pazifismus vertreten und die Vorstelung, einem modernen Massenvernichtungskrieg durch Fernbleiben entgehen zu können, für naiv gehalten.
Wenn keiner zum Krieg geht dann kommt es auch zu keinem Krieg. Es geht hierbei um die Macht des Proletariats, nicht jede Entscheidung einer Person oder Regierung hinnehmen zu müssen, denn wenn keiner gehen würde, müssten die Machthaber und Kriegsfanatiker in die Röhre schauen. Keiner der für ihre Wünsche und ihre Dummheit sterben müsste.
Dann vertritt die Regierung nicht das Volk, also keine Demokratie, also ist es eine schlechte Regierung( nichts gegen Diktatur, aber ich lebe in der Schweiz) und somit gibt es auch kein Krieg zwischen den Völkern -> Regierungen werden abgewählt^^
Stellt euch vor jemand will Krieg machen und keiner geht hin. xD
Warum sich das Leben schwer machen, wenn doch alle glücklich und zufrieden miteinander leben könnten wenn nur alle schön miteinander teilen würden? xD
Krieg ist nur Verschwendung von Ressourcen.

ich weiß nichts darüber. kenn die unterschiedlichen menschentypen nicht. mir wärs natürlich auch am liebsten wenn die politiker es untereinander ausmachen würden und nicht das volk wie kampfhunde dressieren und einsetzen würde zu ihrem zweck. aber wie soll das gehen. solange es menschen gibt die ihr leben für ein fiktieves ideal oder den glauben oder die eigenen wertvorstellungen, opfern ist man so machtlos. es wird immer welche geben, die den ´bin ladens von morgen unteschlupf gewähren und sich von dessen meinung anfixen lassen. (den grundgedanken das amerika die quelle allen übels sei.. -nachvollziehbar ist es aber desswegen tötet man doch nicht -lässt nicht töten.
irgendwie kindisch sich so aufzumandln und krieg spielen mal sehen wie viel einfluss/macht/geschichte man schreiben kann..
johmarie am 31. August 2009 16:43 warum ist denen das leben nicht zu kurz für solche spielchen? man kann sich doch nicht so hemmungslos den bedürfnissen hingeben ohne nachzudenken an die folgen! jeder von uns würd manchmal am liebsten alles zerstören da findet sich auch immer ein opfer aber ein gewisses maß an selbstbeherrschung muss der mensch doch aufbringen können. der hass zerstört nur den hasser. außer man lässt seine taten auch von ihm bestimmen.

ein krieg kann nur entstehen, wenn die bissigen menschen in einem volk in der mehrzahl sind, und die würden im gegensatz um brecht-zitat (wenn das den wirklich von ihm ist)selbstverständlich hingehen.