Frage von Johnbobs, 168

Steht mir mehr zu als alle zwei Wochen mein Kind (3 Monate) zu sehen?

Man liest so oft dass man sein Kind nach einer Trennung nur alle zwei Wochen am Wochenende ein paar Stunden sehen darf. Mehr will die Kindsmutter auch nicht erlauben. Der Kindsvater, also ich, hat das geteilte Sorgerecht. Bitte um erfahrene Antworten.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GroupieNo1, 87

Also es gibt keine einheitliche Regelung. Es ist natürlich vom Alter und dem Bezug und allen umliegenden Begebenheiten abhängig wie das umgangsrecht geregelt wird.
Klassisches Beispiel ist jedes zweite Wochenende und die Hälfte der Ferien.
Auszuweiten bis hin zu 3 Tage + Nächte (das Kind muss die meiste Zeit bei der Mutter sein)
Aber gerade für Säuglinge ist eine so lange Trennung von der Mutter nicht gut und wird auch von dem Jugendamt nicht genehmigt. Bei einem 3 Monate alten Kind hast du eigentlich sogar noch Glück wenn du das Baby das ganze Wochenende hast, denn oft entscheiden die Gerichte für die Mutter und gegen eine Übernachtung beim Vater. Sondern nur stundenweise sehen. Übernachtungen werden (vom Jugendamt) nie im Baby und Kleinstkindalter gefordert, da ist das umgangsrecht oft auf mehrere Tage, stundenweise festgesetzt und kann mit höherem Alter auch erhöht werden.
Also Pädagogin halte ich es auch für sinnvoller alle paar Tage für ein paar Stunden das Baby zu sehen, statt alle zwei Wochen (viel zu langer abstand für so einen Zwerg) und dann gleich zwei Tage.

Kommentar von blumenkanne ,

klassisches umgangsbsp. für ein baby das nicht gestillt wird ist 2-3 nachmittage die woche mit einer übernachtung, jedes zweite we von fr-mo, hälftige ferien und feiertage, drei wochen urlaub im jahr. das ist das mindeste was ihm als kv zusteht, dass würde auch das jugendamt im gericht befürworten, selbst ein wechselmodell ist mgl. bezugspersonen sind beide eltern.

wie kommen manche leute darauf, dass eine trennung von der mutter für das kind schädlich ist. was für eine dumme aussage.

Kommentar von GroupieNo1 ,

Ich hatte diese Diskussion erst und bin es mir ehrlich gesagt leid!!!
Nein das ist nicht!!!!! Normal die Regelung die du da vorschlägst!

"Maßgeblich ist bei der Vereinbarung einer Umgangsregelung immer das Kindeswohl. So sind etwa das Alter und die Belastbarkeit des Kindes sowie die Stärke der Bindung an seine Bezugsperson und auch die Distanz der Wohnorte der beiden Elternteile zu berücksichtigen. Ist das Kind z. B. noch sehr klein, sollten seine Besuche beim umgangsberechtigen Elternteil kürzer, dafür aber häufiger sein. Ferner ist zu berücksichtigen, dass eine feste Umgangsregelung einer flexiblen vorzuziehen ist, da ein Kind klare Strukturen benötigt und ein regelmäßiger Kontakt eine Entfremdung vom Elternteil verhindert. Das Umgangsrecht umfasst aber nicht nur den persönlichen Kontakt, sondern unter anderem auch den per Telefon, E-Mail, Video-Messenger oder Brief.

Ob und wie oft ein Kind beim umgangsberechtigten Elternteil übernachten darf, ist ebenfalls einzelfallabhängig. So kann bereits ein Kleinkind bei z. B. dem Vater übernachten, wenn die beiden ein gutes und vertrautes Verhältnis zueinander haben. „Eingebürgert“ hat sich unter anderem die Umgangsregelung, dass ein schulpflichtiges Kind jedes zweite Wochenende beim umgangsberechtigten Elternteil verbringt – häufigere Kontakte sind ebenso möglich. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die durch den Besuch des Kindes entstandenen Kosten – z. B. Fahrtkosten – in der Regel vom umgangsberechtigten Elternteil zu tragen sind."

Mit besten Empfehlungen eines Anwaltes! Und ein Kind mit 3 Monaten ist noch sehr klein!

Kommentar von GroupieNo1 ,

Und das ist nicht das "mindeste es ihm zu steht, da das Kind NICHT mehr Zeit bei dem umgangsberechtigeten sein darf als bei (in dem Fall) der Mutter!
Ganz einfach!
Und ja verdammter es schadet einem Säugling, wenn es alle 14 Tage aus seinem Umfeld gerissen wird, die Vertrauensperson verliert zu der es gerade sein Urvertrauen aufbaut!
Siehe bindungstheorien (Bowlby und Ainsworth) was denkst du warum so keine Säuglinge eigentlich noch nicht in eine Krippe sollen? Weil sie einen festen bezugspartner brauchen um eine sichere Bindung auf zu bauen!  
Auch wenn es hart für den Vater ist, aber in so einer Phase sind lange Trennungen von der Mutter schlecht für das Kind. Also ich wiederhole mich gerne, lieber 5 mal die Woche für 1-3 Stunden statt wie du sagst mal eben 72 Stunden am Stück von der Mutter getrennt! Das geht nicht mit einem Säugling!

Kommentar von Ostsee1982 ,

Ich würde mich von Blumenkanne nicht mit solchen Äußerungen provozieren lassen. Scheinbar hat sie/er selbst schlechte Erfahrungen gesammelt ansonsten muss man nicht solche dilettantischen Attacken starten.

Kommentar von maja11111 ,

was du leid bist ist doch uninteressant. deine antwort ist falsch, die rechtsprechung sieht völlig anders aus und nun lass das getrolle einfach sein, blumenkanne hat recht.

Kommentar von GroupieNo1 ,

Hahaha maja1111 du bist genau so sämtlich wie blaukanne Google zu befragen. Liegt vielleicht daran, dass das die selbe Person ist, lach!

Kommentar von GroupieNo1 ,

Blumenkanne

Antwort
von Goodnight, 43

Nun ich kenne einen Vater der hat sich die Betreuungszeit erstritten, da er auch vor der Trennung mehr Betreuungszeit der Kinder hatte als die Mutter.

Zum Wohle des Kindes ist es natürlich nicht besonders schlau, wenn ein Säugling den Vater nur alle 2 Wochen zu sehen bekommt.

Versuch es auf einer anderen Schiene. Die Mutter hat mehr Freiheiten wenn du auch unter der Woche für das Kind da sein kannst. Das wird sie bald zu schätzen wissen. Ein freundschaftliches Miteinander tut allen gut. Alles Gute!

Antwort
von sooxphie, 96

Also meine Eltern haben sich auch vor 10 Jahren getrennt und ich kam mit meinen Schwestern auch alle zwei Wochen zu ihm.
Mittlerweile treffen wir uns öfter, auch unter der Woche.
durch Absprechung ist also auch mehr drin, aber vielleicht ist die Kindsmutter noch im Trennungsschmerz und gönnt dem Kindsvater nicht mehr als erlaubt..?

Kommentar von Johnbobs ,

Ja das ist richtig. Dazu kommt, dass das Kind 3 Monate alt ist.

Kommentar von sooxphie ,

Wenn du mehr Anspruch haben möchtest solltest du vielleicht mal zum Amt gehen, sonst ein bisschen Zeit lassen.. Aus Erfahrungen kann ich nur sagen, dass die Mütter meistens aus Schmerz handeln, legt sich das, sind sie oft nachsichtiger und verständnisvoller, denn was auch immer der Trennungsgrund war, gemeinsames Kind bleibt gemeinsames Kind ich hoffe ich konnte helfen

Antwort
von TrudiMeier, 55

Warum will die Kindsmutter nicht mehr zulassen? Wie begründet sie das? Es wird mir immer unbegreiflich bleiben, warum sich ein Elternteil häufig so anstellt. Man schadet doch damit mehr dem Kind als dem anderen Elternteil. Meist steckt doch nur das dahinter: Dem anderen Elternteil ans Bein zu pinkeln.

Bei geteiltem Sorgerecht werden sich die Elternteile zwangsläufig einigen müssen. Schießt aber einer immer quer, muss das Familiengericht entscheiden.

Kommentar von Johnbobs ,

Die Begründung liegt darin, dass die Mutter unseres Kindes Probleme mit der Schwiergermutter in Spe hat. So möchte Sie dass ich nicht mit unserem Kind zu meiner Mutter fahre. Dies kann sie schaffe, indem sie mir den Umgang verweigert bzw. so sehr einschränkt.

Kommentar von TrudiMeier ,

 Die Schwiegermutter in Spe und deine Mutter sind offensichtlich nicht die gleiche Person. Was hat nun die Schwimu mit der ganzen Sache zu tun? Deine Mutter ist die Großmutter und auch Großeltern haben ein Umgangsrecht. Selbst wenn sie den Kontakt zu deiner Mutter unterbinden will - du hast das Kind alle zwei Wochen und da kannst du mit ihm auch zu deiner Mutter fahren. Ich persönlich finde diese "Begründung" vollkommen unsinnig. Hast du dich schon mal von einem Anwalt für Familienrecht beraten lassen?

Ein drei Monate altes Kind sollte man nicht tagelang von seiner Mutter als Hauptbezugsperson entfernen. Statt dessen wäre es sinnvoller in dem Alter noch während der Woche ein paar Stunden mit Papa einzuschieben. Der Bezug zu Papa soll ja erhalten bleiben und da reicht m. E. alle zwei Wochen ein WE nicht, weil die Zeitspanne einfach zu lang ist. Je älter das Kind wird, kann man dann den Umgang ausweiten.

Antwort
von Ostsee1982, 62

Ja das ist richtig. Dazu kommt, dass das Kind 3 Monate alt ist.

Ein 3 Monate altes Baby stundenlang von der Bezugsperson zu entfernen ist mehr schädigend als alles andere. Hier geht es nicht um ein Spielzeug und wer da ein Recht darauf hat sondern um das Wohl des Kindes. Bei einem Baby gibt es Besuche unter Aufsicht der Mutter. Der ist noch so klein, dass sie ihn laut Jugendamt nur einmal die Woche für eine Stunde mitgeben müsste.

Antwort
von Peter501, 43

Geeignete Maßnahmen lassen sich über das Jugendamt verwirklichen.Nicht immer ist das was die Mutter will auch entsprechend der Rechtsprechung.Im vergangenen Jahr ist das Recht lediger Vater gestärkt worden und deshalb solltest du dich um dein Kind kümmern dürfen.

Antwort
von vincentos, 49

Ich bin ein Kind einer getrennten Ehe, meine Eltern haben sich jedoch trzd gute verstanden. Ich könnte sooft zu meinem dad wie ich wollte. Wenn ich jetzt so zwischen den Zeilen lese ist das bei euch nicht der Fall:( das ist schade. Rein rechtlich gesehen müsstest du mehr Zeit einfordern können. &tu das auch!!! Für mich als Kind war es wichtig mein Vater oft zu sehen. LG

Antwort
von NorthernLights1, 60

Egal was gesetze oder so sagen, ich finde es einfach nur herzlos wie einige Kindsmütter die Kinder ihren Väter vorenthalten bzw den Kontakt auf geringe Zeiten einschränken :( 

Sowas könnte ich niemals tun, auch wenn ich von meinem Partner / mann getrennt wären !

Antwort
von atzef, 43

Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist Teil des Sorgerechts. Da es von erheblicher Bedeutung ist, müssen sich die Eltern grundsätzlich einvernehmlich einigen.

Wenn eine einvernehmliche Regelung nicht erreicht werden kann, muss der Weg zum Familiengericht beschritten werden.

Kommentar von blumenkanne ,

das abr sagt nur aus wo das kind lebt. das hat mit umgang überhaupt nichts zu tun.

Antwort
von blumenkanne, 51

dein anspruch ist in der regel:

 - 2-3 nachmittage die woche mit einer übernachtung

- jedes zweite wochenende von fr-so

- hälftige ferien und feiertage

- drei wochen sommerurlaub.

was die kindesmutter möchte ist dabei völlig uninteressant. solange sie stillt sind es unter der woche 3-4 nachmittage für 3-5 stunden und sollte sie bereits abgestillt haben, dann siehe oben.

mach eine umgangsvereinbarung wo du den von dir möglich zu machenden umfang in einer kalenderform aufnimmst und den umgang ab termin xy forderst. gib das in zweifacher form zu ihr und bitte um unterschrift und rückgabe einer kopie an dich zurück - frist 7 tage.

in der zwischenzeit such dir einen anwalt raus, schau ob du beratungshilfe beantragen musst/kannst und mach einen termin zur mediation beim jugendamt. sollte sie zustimmen, sage alles wieder ab, wenn nicht gehts in die nächste runde zur mediation.

dort trägst du vor, dass es zum wohle des kindes ist, deinen umgang in form x auszudehnen und das es für das kind wichtig ist auch zu dir eine stabile beziehung auszubilden. geht sie darauf nicht ein, macht dich schlecht, dann brich das gespräch ab und begib dich in die nächste runde zum anwalt mit umgangsklage. binde in den antrag ordnungsstrafe, ordnungsgeld, ersatzweise haft und androhung entzug des sorgerechtes ein.

sprich mit ihr nicht über weitere schritte. bitte um den normalen umgang der wichtig für dich und kind ist und geh die strecke schritt für schritt durch.bedrohe sie nicht, mach sie nicht schlecht und sprich nie über klage und gericht. lass sie im dunkel über das was ihr weiterhin bevorsteht.

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