Frage von janivalentine, 251

Steht mir in der Ausbildung eine Wohnung zu (bei Eltern kann ich nicht leben)/ Probleme mit dem Arbeitsamt?

Ich (24) beginne im Februar meine (Erst)Ausbildung zu medizinischen Fachangestellten in einer größeren Stadt weiter weg von meinem Wohnort. Drei Wochen vorher soll ich schon zur Einarbeitung auf Teilzeit dort anfangen, also im Januar. Das kam alles ziemlich kurzfristig, hat sich letzten Monat erst so ergeben. Nun brauche ich dringendst eine Unterkunft. Habe schon alle Azubiwohnheime abgeklappert, aber nirgends ist ein Platz frei. Habe auch weder Verwandschaft noch Freunde dort wohnen. Pendeln kann ich auf die weite Entfernung leider auch nicht. Ich habe einen dringlichen Termin beim Arbeitsamt beantragt, damit ich da Hilfe und Beratung erhalte, aber auch nach zweimaligem Anrufen ist nichts angekommen. Und das, obwohl es schon mehrere Wochen her ist. Am Telefon werde ich immer sehr schnell abgewimmelt, mit den Worten, dass sie nicht mehr für mich tun können. Ich muss zum 1. Januar umziehen und zum, 11. Januar meine Arbeitsstelle antreten. Die Zeit wird knapp, es sind nur noch gute 3 Wochen. Wie finde ich jetzt einen Wohnplatz, wenn das Arbeitsamt sich solche Zeit lässt? Eine Pension kann ich mir über mehrere Wochen kaum leisten, ich brauche dringend Hilfe vom Arbeitsamt etc. Wenn ich die Ausbildung nicht beginnen kann, steh ich vor einem ernsthaften Existenzproblem. Weiß jemand, ob das Arbeitsamt gezwungen ist, mir bei Ausbildung einen Wohnplatz zu beschaffen oder kennt jemand eine Stelle, an die ich mich sonst wenden kann, die mir helfen?

Antwort
von Hardware02, 85

Wie hast du denn nach einer Wohnung gesucht? Versuch es mal über www.wg-gesucht.de - da findet man z.B. WG-Zimmer, aber auch Wohnungen, die vorübergehend vermietet werden, weil der eigentliche Mieter z.B. einige Monate im Ausland ist.

Vielleicht hast du Glück und es ist eine passende Unterkunft dabei.

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeit, 31

Sprech doch einmal mit deinem zukünftigen Arbeitgeber und Ausbilder.Vielleicht kann er dir ein preiswertes möbliertes Zimmer vermitteln.

Anspruch auf eine Wohnung hast du weder beim Amt noch beim Arbeitgeber.

Antwort
von petrapetra64, 101


das Arbeitsamt ist weder dafuer zustaendig, dir eine Wohnung zu besorgen (ist ja kein Wohnungsamt), noch finanziell dafuer aufzukommen. Sie koennen lediglich beratend taetig werden in dem Fall.

Eine Unterkunft musst du dir schon selbst suchen. Wenn es in einem Wohnheim nicht moeglich ist, dann kaeme als naechstes ein WG Zimmer oder eben eine kleine Einraumwohnung in Frage. Suchen kannst du im Internet, in der Zeitung (auch regionale Suche/Finde Zeitungen), als Aushang an der Uni usw. Du solltest dich auch etwas ausserhalb der Stadt umschauen, da gibt es vielleicht eher was.

Fuer den Uebergang waere eine Jugendherberge moeglich, wenn es zu knapp wird. 

Finanziell waeren erst mal deine Eltern verantwortlich und unterhaltspflichtig, auch fuer den Umzug. Wenn deine Eltern zu wenig Einkommen haben, kannst du auch BAB (duale Ausbildung) oder Bafoeg (schulische Ausbildung) beantragen.

Auch beim kuenftigen Arbeitgeber koennte man mal nachfragen, auch bei Kollegen mit einem Aushang.

Antwort
von Januar07, 94

Könnte der neue Arbeitgeber eventuell helfen?

Falls nicht, würde ich nach einem "möblierten Zimmer" Ausschau halten. Bevor es WG's gab, war das eine beliebte Form des Vorübergehenden Wohnens.

Antwort
von lesterb42, 95

Wohnwagen ist ggf. eine Möglichkeit.

Antwort
von ciubacka, 103

Ich empfehle, in einer Zeitung und den kostenlosen Anzeigenblättern am Ort Deiner Ausbildung eine Suchanzeige für eine möblierte Bude (entsprechend dem Tip von januar07) aufzugeben. - Zeitungsanzeige deshalb, weil noch lange nicht jeder, der eine Butze frei hat, ständig im Internet rumsörft oder mit Watsäpp herumspielt.

In vielen Orten, auch auf dem flachen Land, werden "Monteurszimmer" angeboten, die für vorübergehende Mieter gedacht sind, halt Monteure. Das sind in der Regel Wochenendfahrer, die die Unterkunft mo-fr nutzen.

Eine andere Möglichkeit wäre Jugendherberge / Hostel.

Antwort
von Hexe121967, 64

was heisst weiter weg?

nein, niemand ist verpflichtet, dir eine wohnung zu finanzieren oder zu beschaffen. wenn man nichts findet, muss man in den sauren apfel beissen und pendeln bis man was gefunden hat.

Kommentar von janivalentine ,

Weiter weg heißt in meinem Fall 250 km & eine kaum vorhandene Zugverbindung. Allein für die Hinfahrt mit Umstiegen wäre ich rund 3 Stunden unterwegs. Eventuelle Verspätungen nicht mit eingerechnet.

Und ich wohne sehr auf dem Land, das ist meine nächstegelegene größere Stadt. hier sind die Chancen eine Ausbildung zu bekommen, sehr schlecht.

Kommentar von Hexe121967 ,

vielleicht kann dein zukünftiger betrieb dir helfen ein möbliertes zimmer oder ähnliches zu bekommen. muss ja nicht direkt in der stadt selber sein. in einem aussenbezirk würde es ja auch gehen.

allerdings ist es für mich irgendwiie schwer zu glauben, dass die nächste stadt von die 250km entfernt ist...

Kommentar von janivalentine ,

Die nächste relativ große Stadt. haben natürlich einige Kleinstädte aber wie gesagt, habe auch hier schon Bewerbungen hingeschrieben, aber kaum möglich, eine Ausbildungsstelle als MFA zu bekommen. Die bilden oftmals gar nicht erst aus.

Antwort
von Grammatikus, 88

Sie sind in einem Alter, wo man für seinen Unterhalt arbeitet.

Kommentar von janivalentine ,

Ich habe nach dem Schulabschluss mein Abi und ein Auslandsjahr gemacht und darüber hinaus gejobbt, also keineswegs rumgegammelt. Gespart habe ich mir auch etwas, allerdings kamen die Umstände, dass ich jetzt hier raus muss, wo ich bin, ziemlich plötzlich.

Ich wohne nämlich bei meiner Großmutter um sie zu pflegen, die muss jetzt jedoch in ein Heim. Und ich kann hier nicht länger wohnen.

Mir bleibt also nichts anderes übrig. Vielleicht nicht direkt urteilen, ehe die Umstände zu kennnen.

Antwort
von nonamestar, 68

ob das Arbeitsamt gezwungen ist, mir bei Ausbildung einen Wohnplatz zu beschaffen

Nein, ist es nicht.

Was hast Du seit dem Schulabschluss gemacht ?

Herum gegammelt ?

Dann sind Eltern und Ämter für Dich nicht mehr zuständig.

Du wusstest vorher dass Du diese Ausbildung machen willst und dazu Geld brauchst.

Warum hast Du nicht gearbeitet und Dir Rücklagen geschaffen ?

Kommentar von janivalentine ,

Ich habe nach dem Schulabschluss mein Abi und ein Auslandsjahr gemacht und darüber hinaus gejobbt, also keineswegs rumgegammelt. Gespart habe ich mir auch etwas, allerdings kamen die Umstände, dass ich jetzt hier raus muss, wo ich bin, ziemlich plötzlich.

Ich wohne nämlich bei meiner Großmutter um sie zu pflegen, die muss jetzt jedoch in ein Heim. Und ich kann hier nicht länger wohnen.

Mir bleibt also nichts anderes übrig. Vielleicht nicht direkt urteilen, ehe die Umstände zu kennnen.

Kommentar von Hexe121967 ,

ok, dann müssen mama und papa dich finanzieren da dies deine 1. ausbildung zu sein scheint!

das amt kann nichts füpr dich tun - wie man die am telefon ja bereits gesagt hat.

Kommentar von nonamestar ,

ok, dann müssen mama und papa dich finanzieren da dies deine 1. ausbildung zu sein scheint!

Eine "Erstausbildung" muss zielstrebig erfolgen - schon 3 Monate Pause reichen, um den Anspruch auf elterlichen Unterhalt zu verwirken.

Kommentar von Hexe121967 ,

@ nonamestar - ok, wieder was gelernt! das wusste ich nicht!

Kommentar von nonamestar ,

Ein Abitur ist mit 19 fertig - OK...ein Auslandsjahr dazu....fehlen 4 Jahre.

Die hättest Du nutzen sollen.

Durch diese "Pause" sind weder deine Eltern, noch die Ämter hier zuständig.

Da musst du schon selbst was regeln.

Kommentar von janivalentine ,

Das Abitur hatte ich mit knapp 21, da ich ein Jahr später eingeschult wurde. Und das Auslandsjahr habe ich dann mit fast 23 gemacht. Um mich um meine Großmutter zu kümmern und mich beruflich noch genauer zu orientieren, habe ich gejobbt und mehrere Praktika gemacht.

Wusste zwar in welchen Bereich ich wollte, jedoch nicht den genauen Beruf. Und meine Eltern können mich nicht finanzieren, da sie selbst nahezu am Existenzminimum leben.

Kommentar von Ontario ,

Das Arbeitsamt ist nicht für die Wohnungssuche zuständig. Das obliegt dir. Versuche über das Internet, oder am Ort, an dem du die Ausbildung beginnst, dich nach einer Bleibe umzuschauen. Das kann auch mittels Inserat in der Zeitung sein. Oder einem Aushang in Supermärkten. Deine Eltern sind, solange du in einer Ausbildung bist, auch finanziell für dich zuständig. Wenn deren Einkommen zu gering ist, kannst du immer noch beim Amt wegen eines Mietzuschusses anfragen. Du hast noch gut 3 Wochen Zeit. Nimm diese Zeit um dich zu erkundigen. Vielleicht gibt es in einem Ort vor der Stadt eine Bleibe. Da könntest du auch mal bei der Gemeinde anfragen. Da weiss man eher Bescheid, wo es einen Wohnungsleerstand geben könnte, oder wer 1 möbliertes Zimmer zu vermieten hat.

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