Frage von DanielDr, 31

Steht mein Vater in der Geburtsurkunde?

Hallöchen,

da mein Vater vor acht Jahren verstorben ist, benötige ich, oder besser gesagt meine Mutter, einen Nachweis darüber, dass kein weiteres Elternteil mehr vorhanden ist, beispielsweise für unterschiedliche Anträge o.Ä. Hierbei wird meistens nach einer Sterbeurkunde verlangt, soweit kein Problem, allerdings hatten wir diese nie im Original. Über die Urkundenstelle unserer Stadt hab ich's versucht, erhielt jedoch die Antwort, dass ich erstens grundsätzlich zu jung für den Antrag bin und es zweitens keinen Beweis dafür gibt, dass ich mit meinem Vater verwandt bin, weshalb ich diese Sterbeurkunde (eventuell) erst nach Vorzeigen meiner Geburtsurkunde erhalte. Über meine Mutter, welche die Urkunde nun über die Urkundenstelle 'bestellt' hat, ist das leider ebenfalls nicht möglich, weil beide nicht verheiratet waren.

Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen:

Mich interessiert nun, ob mein Vater in meiner Geburtsurkunde überhaupt eingetragen ist, oder ob uns nach der Zustellung der Urkunde ein böses Erwachen erwartet.

Zur Information: Mein Vater wurde als bekannt angegeben, hat die Vaterschaft anerkannt und hatte Sorge- und Erziehungsrecht für mich.

Glaubt ihr, dass mein Vater in der Urkunde steht?

Freundliche Grüße

Antwort
von Amtsschimmel25, 8

Wenn die Angaben von dir dahingehend korrekt sind, dass dein Vater die Vaterschaft wirksam anerkannt hat und ach das gemeinsame Sorgerecht bestand, ist er zu 100 % auf der Geburtsurkunde drauf.

Antwort
von aetnastuermer, 4

Ich glaube, dass dein Vater in deiner Geburtsurkunde steht! Das nützt dir aber nichts, "glauben" heißt "nicht wissen". Nur eine aktuelle Geburtsurkunde von dir schafft Klarheit und die muss -weil du noch minderjährig bist- deine Mutter für dich bei deinem Geburtsstandesamt anfordern. Wenn dein Vater darin nicht genannt ist, wende dich an das Jugendamt. Es gibt Fälle, dass eine Vaterschaft beim Jugendamt oder Amtsgericht anerkannt wurde, es jedoch versäumt wurde, dies dem Geburtsstandesamt weiter zu melden. Das kann heute noch nachgeholt werden. Nach dieser Prozedur hast du ein Recht darauf, eine Sterbeurkunde deines Vaters zu erhalten. 

Antwort
von fliepahking, 29

normalerweise ist der staat bei solchen sachen sehr gründlich und auf vollständigkeit konzentriert, also würde ich sagen er müsste dort erwähnt sein als dein Vater

Antwort
von wilees, 21

Und wieso liegt Dir Deine eigene Geburtsurkunde nicht vor?

Kommentar von DanielDr ,

Die ist im Laufe der Jahre leider auf ungewöhnliche Art und Weise abhanden gekommen

Antwort
von beangato, 31

Wenn er angegeben wurde, sollte er schon drin stehen.

Ich habs bei einem meiner Kinder aus diversen Gründen nicht eintragen lassen.

Aber ich frage mich, wieso Deine Mutter keineGgeburtsurkunde von dir hat.


Kommentar von DanielDr ,

Die ist im Laufe der Jahre leider auf ungewöhnliche Art und Weise abhanden gekommen

Kommentar von beangato ,

Danke für die Antwort.

Kommentar von Amtsschimmel25 ,

Was bedeutet, du hast ihn bei einem deiner Kinder nicht eintragen "lassen". Sofern es eine Vaterschaftsanerkennung oder eine gerichtliche Feststellung der Vaterschaft gibt, obliegt es nicht mehr deiner Entscheidung ob er in der Geburtsurkunde steht. Entweder hat das Kind keinen rechtlichen Vater oder du rennst mit einer ungültigen Urkunde, die vor der Vaterschaftsfeststellung ausgestellt wurde rum. Damit läufst du Gefahr, dass du die strafbar machst, da die Benutzung ungültiger Personenstandsurkunden den Straftatbestand des Urkundenmißbrauches darstellt.

Kommentar von beangato ,

Ich habe ihn auf dem Jugendamt angegeben, das hat gereicht.

Da er das Kind nicht als das Seinige "sehen" wollte, musste ich einem Vaterschaftstest zustimmen - 99,9 Prozent war das Ergebnis.

Übrigens war das noch zu DDR-Zeiten, da lief manches anders ab. Die Geburtsurkunde bekamen wir bei uns direkt im Krankenhaus ausgehändigt - wir mussten nicht extra ins Standesamt.

Natürlich hat mein Kind einen rechtlichen Vater - oder denkst Du, ich habe das Kind per Bienchenbestäubung bekommen?

Im Übrigen ist der Vater längst verstorben  - wen interessiert das also noch?

Kommentar von Amtsschimmel25 ,

Das bestätigt doch meine Vermutung. Du verwendest weiterhin die vor der Vaterschaftsanerkennung erstellte Geburtsurkunde. Diese ist jedoch (unabhängig ob DDR oder BRD) mit der Änderung des Personenstandes (hier die rechtswirksame Vaterschaftsfeststellung) ungültig geworden, da sie nicht den tatsächlichen Stand widerspiegelt.

Daher muss beim Standesamt einfach nur eine neu Urkunde ausgestellt werden. Dies war auch in der DDR schon so.

Kommentar von beangato ,

Nochmal: Danach kräht kein Hahn mehr. Vater längst verstorben, Erbe ausgeschlagen.

Der Personenstand meines Kindes hat sich durch die Vaterschaftsfeststellung nicht geändert - es ist und bleibt unehelich geboren.

Antwort
von Doevi, 30

Ja glaube schon, dass das da dann drin steht

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