Piranha84 am 05.03.2009 um 19:21 Uhr
ich bin evangelisch und glaube nicht an die Kirche, sondern an die Bibel. Möchte Gott, dass wir fasten, oder will das die Kirche? Und wo steht das?
.. wie du schreibst ist es kein Gebot für Christen sondern die kath Kirche hat das mal erfunden.Es gab sogar im Mittelalter fürs Volk schreckliche Strafen bei Übertretung. In der Bibel fasteten Menschen öfters meist bei Bedrängnis. Auch jesus hat gefastet aber nicht wie jetzt einige nachahmen vor dem Tod; Nein, er hat nach seiner Taufe gefastet und niemand brauchte es nachmachen!!!

Die Kirche und die Übersetzungen der Bibel sind unzertrennlich.
Und das Fasten (Verzicht) kann allerlei positiven Effekt haben.
(Dazu brauch ich jedoch weder Bibel noch Kirche.)
Naja also die Kirche hat doch relativ viel Mist aus der Bibel gezogen
valentine41 am 5. März 2009 19:27 Steht aber schon in der Bibel. das vom fasten...
handtasche am 5. März 2009 19:29 ok steht drin,das manche gefastet haben- aber doch nirgens eine Auflage oder Gebot für andere??
denecke am 5. März 2009 19:29 Ich kann doch an die Bibel glauben und nach meinem Willen auslegen, ohne mich in einer religiösen Gemeinschaft zu organisieren, und nichts anderes ist ja eine Kirche (von dem Gebäude mal abgesehen)
jobo22 am 5. März 2009 19:33 @denecke: Natürlich kannst du das. Sag ich auch nichts dagegen. Nur wurde der Bibel wahrscheinlich viel ihrer Spiritualität, im Laufe der Zeit und nicht zuletzt durch die Kirchen, entzogen...
Sie ist das Wort Gottes.Gebot ist Gebot- Empfehlung empfehlung.Wenn ähnliches Gott missfällt lässt mann es am besten, bevor man in gelben Bereich kommt.

Später lesen wir von vier Fastentagen, die gehalten wurden (Sach 7,5; 8,19), obwohl nicht berichtet wird, dass Gott sie eingerichtet hätte. ----->http://www.bibelkommentare.de/index.php?page=dict&article_id=13 Sehr aufschlussreich!

Gott will das sicherlich nicht.
Jesus ist aber u.a. 40 Tage zum fasten in die Wüste gegangen.
Ja im Neuen Testament Jesus fastete auch 4o Tage viertes Kapitel Matthäus Evangelium
Das hat er doch gar nicht gefragt?? Jesus fastete nach seiner Taufe und nicht vor Ostern und niemand hats nachgemacht
er konnte nicht vor Ostern fasten, weil es zu dieser Zeit noch gar kein Ostern gab. Ostern ist das Fest der Auferstehung - es ging darum, ob das Fasten in der Bibel steht!

Also das Fasten selber kommt ja durchaus schon in der Bibel vor. Selbst Jesus ging ja für 40 (?) Tage in die Wüste um zu fasten.
Der Termin (Aschermittwoch bis Ostern) wird wohl eher von der Kirche festgelegt sein. Gibt google nichts her?
Es ist dabei aber zu beachten, dass Jesus nicht vor einem Tode (wie wir) 40 Tage gefastet hat, sondern 40 Tage in der Wüste verbrachte, bevor er begann öffentlich aufzutreten, also handelt es sich bei ihm eigentlich eher um eine Meditationszeit.

Ein Skorpion kann ein Jahr lang fasten ohne zu essen und ohne zu trinken. Im Überlebenskampf nach Darwin wäre er dem Menschen in Krisenzeiten haushoch überlegen. Wir tun also gut daran nicht der Dekadenz zu verfallen, sondern sollten bestehende Fähigkeiten trainieren auch wenn diese zur Zeit nicht gebraucht werden.
In der Religion geht es nicht nach Darwin, da wird das Überleben durch Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft gelehrt. Das Fasten ist dennoch eine wesentliche Hilfe zur Erlangung von Spiritualität. Es ist nämlich nicht so einfach etwas zu lernen was niemand beschreiben kann. Jeder muss es für sich suchen und herausfinden. In keinem anderen Zustand sucht der Mensch so intensiv wie wenn er Hunger hat. So stehen die Chancen gut, dass er statt der leiblichen Nahrung eine seelische "Nahrung" findet. Dass er den Zugang findet zum Urgrund des Daseins.
In der Bibel sei vor allem das Fasten von Jesus erwähnt. Wichtig dabei das Überwinden egoistischer Bedürfnisse zugunsten der Fähigkeit seine Kräfte auf eine grosse Aufgabe zu konzentrieren. Die Israeliten im alten Testament haben auch gefastet - zur besonderen Unterstützung des Betens. In der Regel wenn sie in Gefahr waren haben sie vorher gefastet, sich von Gott einen hilfreichen Rat erhofft, den man nicht überhören wollte. Der Zustand des Hungers macht empfänglicher für die kleinsten Tipps, die ansonsten unbemerkt das Gehirn tangieren. Auf diese Weise erhielt man zum Beispiel die Auskunft, dass man nicht kämpfen muss weil sich die anrückende Armee der vereinigten Feinde vorher gegenseitig umbringt. Und so war es dann auch.
ferdl am 16. März 2009 16:27 Die ganze Geschichte steht im Alten Testament, 2. Chronik, Kapitel 20.

In der Bibel wurde auch gefastet. Wer ein besonderes Gebetsanliegen hatte, betete und fastete. Aber nicht nach dem Plan einer Kirche, sondern aus einem inneren Anliegen heraus.

Fasten war ein Ausdruck von gottgefälligem Kummer und von Reue über begangene Sünden (1.Samuel 7:6; Jona 3:5). Fasten war auch angebracht, wenn jemand in großer Gefahr war, dringend Gottes Führung benötigte, Prüfungen erduldete und Versuchungen ausgesetzt war oder wenn jemand studieren, nachsinnen oder sich auf Gottes Vorsätze konzentrieren wollte (2.Chronika 20:3; Esra 8:21; Ester 4:3, 16; Matth. 4:1, 2). Fasten war keine selbstauferlegte Form der Strafe, sondern ein Demütigen vor Gott (Esra 8:21; 9:5; vgl. 1.Könige 21:27-29). Jesus fastete 40 Tage, genau wie Moses und Elia, die beide zusammen mit Jesus in einer Vision erschienen (Matth. 17:1-9; 2.Mose 34:28; 5.Mose 9:9; 1.Könige 19:7, 8). Im mosaischen Gesetz kommt der Begriff „Fasten“ nicht vor, doch in Verbindung mit dem Sühnetag heißt es: „Ihr sollt eure Seelen in Betrübnis beugen“ (3.Mose 16:29-31; 4.Mose 29:7). Damit ist nach allgemeiner Auffassung ein Fasten gemeint, und diese Ansicht wird durch Jesaja 58:3, 5 und Psalm 35:13 gestützt. Manche religiöse Sekten haben ihren Mitgliedern das Fasten vorgeschrieben, aber die Bibel gebietet Christen nicht, zu fasten. Als Jesus mit seinen Jüngern über das Fasten sprach, wie oben erwähnt (Matth. 6:16-18), standen er und seine Jünger noch unter dem mosaischen Gesetz und begingen den Sühnetag mit seiner Fastenzeit. Christen ist daher das Fasten weder geboten noch verboten worden (Römer 14:5, 6). Das Fasten ist zwar kein religiöses Erfordernis, dennoch fasteten die Christen bei bestimmten Gelegenheiten.

Jesus sagt im Matthäusevangelium (Kap. 6) über das Fasten: Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, daß sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche deinen Kopf, damit die Leute nicht merken, daß du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
morus am 9. März 2009 21:39 An anderer Stelle heißt es im Markusevangelium: Da die Jünger des Johannes und die Pharisäer zu fasten pflegten, kamen Leute zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten. Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten.
nun ja, wenn du evangelisch ist, sollte es dir egal sein, ob die Katholiken richtig handeln...
Ja, der Katholozismus ist halt älter als die Reformation! Die haben das Fasten als Erinnerung and Jesus und als Meditationszeit eingeführt. Ist gar nicht so schlecht, wenn man es genau nimmt. Ein bisschen Fasten und Verzichten auf gewisse Dinge wäre manchmal ganz gut.
Ja meinst du? Ich finde das sollte doch jeder selber entscheiden können.Jetzt stehen unsere Regale voll--versetz dich aber in schlechte zeiten und der Knecht bekam wegen üblicher Fasterei nur die hälfte vom Brot. Die 1. christen haben das 2 Jhd. nicht gekannt bis das Unkraut (kath.) die Wahrheit überwuchert hat