Steht es mir als Beamter auf Probe zu, meinen Kollegen gegenüber frei heraus meine Meinung zu unserem Azubi zu äußern?

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5 Antworten

(ABGESEHEN VON DER MEINUNGSFREIHEIT NACH DEM GRUNDGESETZ!!!

Aha. Du solltest jedoch wissen, dass das Unsinn ist, denn das Grundgesetz gilt nur in der Beziehung Staat --> Bürger, nicht Bürger ---> Bürger.

Kein Mensch muss Dir die Meinungsfreiheit gewähren, ermöglichen, schützen, etc, im Gegenteil, jeder kann Dir den Mund verbieten, Chefs, Vorgesetzte, usw.

Gilt also nicht.

Kommen wir zu den ungeschriebenen Gesetzen, also Regeln und Normen, die zwar nicht gesetzlich verankert sind, dennoch eine gewisse Gültigkeit haben (lernt man sowas zum Stadtsekretär???? Sollte man eigentlich aber, naja....).

Eines davon lautet, bin ich der Neue, halt ich erstmal die Klappe. Auf Probe heißt, Du bist der Neue und Du kannst alleine bereits dadurch schon erhebliche Minuspunkte bei Deinen erfahrenen Kollegen ernten, wenn Du einen auf Oberschlau machst.

Zudem wird es denen eine Freude sein, beim geringsten Fehler von Dir (und Du machst Fehler) Dir das unter die Nase zu reiben, nach dem Motto, Fehler bei Anderen suchen aber selbst nicht fehlerfrei.

Taktisch also auch höchst unklug.

Deswegen, mein Rat, halt die Klappe und gut ist. Wenn Du mal Ausbilder bist, in vielen Jahren, dann steht Dir sowas zu, nicht vorher.

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Kommentar von Familiengerd
18.10.2016, 23:22

Kein Mensch muss Dir die Meinungsfreiheit gewähren, ermöglichen, schützen, etc, im Gegenteil, jeder kann Dir den Mund verbieten, Chefs, Vorgesetzte, usw.

Wenn Du diese Aussage triffst aufgrund der von Dir richtig festgestellten Tatsache, dass das Grundgesetz im Wesentlichen auf die Beziehung zwischen Staat und Bürger anzuwenden ist, nicht aber auf die zwischen Bürgern untereinander, dann ist das Unsinn!

Denn die Grundrechte - und dazu zählt die Meinungsfreiheit - wirken im Wesentlichen mittelbar über die Gesetze auch auf die Beziehungen zwischen den Bürgern.

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ob es mir als Beamter auf Probe zusteht, diesbezüglich ein Urteil zu fällen!

Wer sagt denn, dass Du ein Urteil fällen sollst?

Wenn die Kollegin, die für die Ausbildung zuständig ist, Dich nach Deiner Meinung fragt, kannst Du diese auch sagen.

Du brauchst den Azubi nicht bewerten, darfst aber selbstverständlich Deine Meinung äußern zumal Du darauf angesprochen wurdest. Bleib dabei sachlich und sag dass das Deine persönliche Meinung ist.

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Die Frage wäre, was es bringen sollte. Den Ausbildern scheint das Problem doch bewusst zu sein, nur einen Azubi kann man auch nicht einfach rauswerfen.

Des weiteren steht ja noch im Raum, ob der Azubi einfach Probleme hat (welche das auch immer sind), oder ob es auf Grund von Nachlässigkeit passiert.

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Kommentar von Naturmacht
23.10.2016, 13:14

Da stimme ich dir zu. Den Gedanken mit den Problemen hatten wir auch schon. Wissen tun wir aber nur, dass er im Rollstuhl sitzt, was allerdings seine Arbeitsergebnisse nicht beeinflusst. Er arbeitet am Computer, da stellt ein Rollstuhl jetzt nicht gerade ein Hindernis dar^^

Aber es könnte trotzdem sein, dass er andere Probleme hat. Letztens hat er beispielsweise beim Abschreiben eines Notendurchschnitts eines Bewerbers (hinter dieser Zahl stand die Anzahl an Fehlstunden) das Leerzeichen und das Wort "Fehlstunden" offensichtlich nicht gesehen und somit einen Notendurchschnitt mit mehreren Nachkommastellen aufgeschrieben. Deswegen frage ich mich allmählich, ob er vielleicht Legastheniker ist und es einfach nicht sagt. (Wenn dem so ist, kann ich das aber auch nachvollziehen. Ich meine, wenn du als Legastheniker in einem Amt arbeitest, in dem du hauptsächlich Schreiben anfertigst und verschickst...)

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Die Meinungsfreiheit zählt hier nicht.

Bist du mit der Ausbildung des Azubis beauftragt? Oder hast du seine Fehler nur durch Hörensagen erfahren?

In welchem Lehrjahr ist der Azubi?

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Kommentar von Naturmacht
23.10.2016, 13:03

Der hat im August diesen Jahres angefangen. Aber bei der Menge an Fehlern und der Häufigkeit der Wiederholungen dieser Fehler ist das meiner Meinung nach nicht wirklich eine Entschuldigung oder Ausrede. In meiner Anfangszeit hatte ich das auch, wenn auch erst in meinem zweiten Amt, weil ich im ersten nicht viele Schreiben verfassen musste.

Durch Hörensagen habe ich es nicht erfahren, ich habe es direkt mitbekommen, weil die Fehlerbesprechungen fast immer bei mir und meinen Kollegen im Büro abläuft. Aber mit der Ausbildung beauftragt bin ich auch nicht, ich hab selber dieses Jahr erst die Abschlussprüfung bestanden^^

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Abscheinend ist alles "unter Kontrolle"

und bedarf nicht deiner Einmischung. Das Gefasel von "Grundgesetz", sollten es deine Kollegen mitbekommen, garantiert dir jahrzehntelanges Mobbing....

Ich würde es dir gönnen  :-)))

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