Frage von Daniel19no97, 21

Stehe ich im Recht?

Zu meiner Frage:

Ich habe kürzlich ein Handy über Ebay-Kleinanzeigen verkauft. Der Käufer wollte über Mängel etc Zustand des Handys informiert werden also habe ich Ihm gesagt er solle mich anrufen was er auch tat. Habe Ihm alles erzählt und er stimmte dem Kauf ein. Alles lief gut bis er mir geschrieben hat das Handy sei zwar angekommen und funktioniert aber habe hinten am Glas einen Riss den ich verschwiegen haben soll was nicht der Fall ist. Ich habe Ihm sofort gesagt das es hinten einen Riss hat und er war trotzdem einverstanden es zu kaufen und das noch zu einem relativ günstigem Preis. Nun droht er mir mit dem Anwalt aufgrund arglistiger Täuschung.

Bitte um ernstgemeinte Hilfe

Danke im Vorraus!!

Antwort
von Timro1, 8

Wenn du Bilder hast wo dieser Riss zu sehen ist dann klar nicht aber ohne Bilder es zu beweisen naja schwer aber grundsätzlich stehts du im recht

Antwort
von FaibOouh, 9

Bei solchen Dingen ist es immer besser, wenn man alles schriftlich hat. Lern einfach daraus und wenn ers nicht haben will soll ers zurückschicken. Würd ich ihm so sagen.

Antwort
von ImCruz, 9
Jeder Verkäufer muss gewährleisten, dass die verkaufte Ware zum Zeitpunkt der Übergabe in dem vereinbarten Zustand ist. Auch ein privat handelnder Verkäufer von Gebrauchtwaren kann von dieser Pflicht nicht ausgenommen werden.


Der Haftungsausschluss ist unwirksam, wenn der Verkäufer einen ihm bekannten Mangel arglistig verschwiegen hat oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat (§ 444 BGB). 
Auch ein Bild in der Auktion kann dem Käufer einen Mangel bekannt geben oder verbergen. Wird ein Gerät als gebraucht angeboten, so darf es Gebrauchsspuren (zum Beispiel Kratzer) aufweisen, muss aber funktionieren, wenn es nicht ausdrücklich als defekt angeboten wird. Auch ein defektes Gerät darf keine weiteren, als die beschriebenen, Mängel aufweisen. 
Beispiel: In einem Fall wurde auf der eBay-Auktionsplattform ein Handy wie folgt beschrieben: ... ist das Display zum Teil ausgelaufen ... versteigere ich es als defekt ohne Garantie und unter Ausschluss einer Rücknahme .... Später stellte sich heraus, dass die Platine gelötet und irreparabel zerstört war. In einem Urteil (AG Kehl 4 C 290/03) erkannte das AG Kehl, dass der Verkäufer den Kunden arglistig getäuscht hatte und er diesem die Kosten zu erstatten hatte. Die Verjährungsfrist bei einem arglistig verschwiegenen Mangel beträgt drei Jahre.

Nicht schriftlich ist schlecht, für beide Seiten. Er wird nichts nachweisen können genauso wenig wie du. Aussage gegen Aussage. Kann dir aber nicht sagen, was dabei rauskommt. 



Kommentar von Daniel19no97 ,

Die Sache ist einfach er behauptet das ich es nicht erwähnt habe. Was aber falsch ist. Ich habe mit Ihm telefoniert und sofort den Mangel bekannt gegeben. 

Solch einen Riss würde nur ein Idiot verschweigen. 

Nun droht er mit Anwalt und ich weiß nicht wie ich das Beweisen kann.

Kann man ein Telefonat zurückverfolgen bzw. wieder aufrufen? Sprich durch Polizei o.Ä. ? 

Kommentar von ImCruz ,

So etwas machen die nur bei der CIA ;-) oder du stehst auf einer Liste für mutmaßliche Terroristen.

Wie schon gesagt, alles was nicht schriftlich vorliegt (email, Brief, SMS, Whatsapp....) kann nicht nachgewiesen werden. Und das gilt für beide Parteien. 

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