Frage von AreaB, 78

Steckdose in der Küche mit im "Stromnetz" der Wohnung?

Hallo,

ich habe bemerkt, dass zwei Steckdosen in der Küche mit im "Stromfluss" der Wohnung angeschlossen ist. Dadurch fliegt immer wieder die Sicherung raus, wenn ich z.B Friteuse in der einen und Grill in der anderen Steckdose habe. Darf das sein, dass die Steckdosen in der Küche mit der ganzen Wohnung verbunden sind?

Muss der Vermieter die Steckdosen extra absichern lassen? Bzw kann ich drauf bestehen?

Antwort
von dompfeifer, 12

Dein Installation ist völlig normal. Separate Stromkreise in der Küche sind nur bei Großgeräten wie Herd u. ggfs. vielleicht noch Waschmaschine üblich, aber keinesfalls für jede einzelne Steckdose in der Küche. Wenn Du natürlich zwei Geräte gleichzeitig betreibst, die zusammen mehr als 3,6 kW aufnehmen, dann schmilzt natürlich eine 16-A-Sicherung durch. Du kannst ja auf eigene Kosten einen separaten Stromkreis in die Küche legen lassen.

Antwort
von Walum, 31

Ja, die Steckdosen sind oft in mehreren Räumen an einer Sicherung zusammengeschlossen. In neueren Häusern gibt es manchmal mehrere Stromkreise.

Wenn Du Dir die Verbrauchsdaten von den ganzen Küchengeräten mal anguckst - klar, das Du nicht alle fetten Verbraucher gleichzeitig betreiben kannst.

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Strom, 40

nicht schön, aber es darf. wenn du also weißt, dass die kapazität der Zuleitung nicht ausreicht, dann musst du eben nach einander arbeiten, oder dir seperate leitungen legen lassen.

das ist wie mit dem autofahren... die Kugel an der Anhängerkpplung einer 55 PS Nuckelpinne z.B. eines Corsa hat genauso einen duchmesser von 50 mm wie die eines SUV....

ein großer wohnwagen passt also theoretisch an beide fahrzeuge. aber in der praxis wirst du wohl entweder einen kleineren anhänger nehmen, oder dir ein größeres auto besorgen.

lg, Anna

Antwort
von albatros, 20

Standard (und das schon ewig) ist, dass es eine Sicherung für Beleuchtung gibt (erster Stromkreis), eine für die Steckdosenringleitung (zweiter Stromkreis),      sowie eine Sicherung für die WM und eine für den E-Herd (3fach abgesichert) als weitere separate Stromkreise. Herd und WM mit 16 A abgesichert, die SD-Ringleitung und die Beleuchtung mit 10 A. So kenne ich das seit Jahrzehnten  in allen meinen bisherigen Wohnungen.

Zumindest bei Modernisierungen muss dieser Standard hergestellt werden einschließlich FI-Schutzschalter.

Allgemein bei Altbeständen muss gewährleistet sein, dass ein Großverbraucher und parallel kleine Verbraucher gleichzeitig betrieben werden können.

Kommentar von germi031982 ,

Ringleitung wird hier nicht gemacht, hier ist die sternförmige Kabelverlegung üblich bei Stromleitungen. Ring war hier auch früher nicht üblich.

Früher hat man sowas in UK gemacht, aber die gehen da mittlerweile auch davon ab weil man nicht merkt wenn der Ring offen ist (z.B. fehlerhafte Klemmstelle) und dann werden die Leitungen überlastet. Das hat man damals gemacht damit man den Leitungsquerschnitt kleiner machen konnte. So hat man die Ringleitungen in 2,5mm² aufgeführt und diese mit 32A abgesichert. Bei Sterntopologie wäre das eine Leitungsüberlastung (2,5mm² darf mit maximal 25A abgesichert werden), bei Ringtopologie ist das kein Thema weil die Ströme sich aufteilen. Daher muss die Leitung auch halbwegs symetrisch aufgebaut sein. Also der Prüfaufwand ist gegenüber der sternförmigen Verlegung höher.

Antwort
von Shalidor, 23

Moment mal. Du sagst wenn du an diese zwei Steckdosen Geräte mit hohem Verbrauch anschließt fliegt die Sicherung.

Welche?

Ein LS-Automat (da steht normalerweise B16 oder sowas drauf) oder der RCD (FI)?

Ein Haus ist nämlich in mehrere Stromkreise aufgeteilt, die mit LS-Schaltern (Leitungsschutzschalter/Sicherungsautomat) abgesichert sind. Es müssen hierbei MINDESTENS drei sein. Deshalb ist es schonmal unmöglich, dass alle Sicherungen fliegen, weil es drei Spannungsführende Zuleitungen zum Haus gibt.

Sag doch einfach Mal, was genau im Schaltschrank passiert, wenn du die Steckdose belastest.

Kommentar von ronnyarmin ,

Er hat nicht von allen Sicherungen geschrieben, sondern von einer, an der, neben den Steckdosen in anderen Räumen, auch zwei in der Küche angeschlossen sind.

Was genau passiert, hat er auch geschrieben: Die Sicherung, mit der die Steckdosen abgesichert sind, löst aus.

Kommentar von Shalidor ,

Er hat geschrieben, ob die Steckdosen mit der ganzen Wohnung verbunden sind. Daraus konnte ich nicht herleiten, welche jetzt ausgelöst haben.

Antwort
von Kuestenflieger, 46

Normal .  Extra sind nur Herde angeschlossen.  Da müßte dann für die Küche eine stärkere Sicherung installiert werden.

Kommentar von ronnyarmin ,

Wieso für die Küche? Die Steckdosen der anderen Räume hängen doch auch an dieser Sicherung?

Inwiefern man einfach eine stärkere Sicherung verwenden kann, obwohl der Kabelquerschnitt nichts ausreicht, wäre interessant zu erfahren.

Kommentar von Kuestenflieger ,

wenn sie den begriff Querschnitt kennen und deuten können , erübrigt sich ihre Frage .

Antwort
von MancheAntwort, 27

eine Fritteuse hat meistens 2000 Watt Leistungsaufnahme.... der Grill

mindestens auch.... das sind 4000W an 230V... ergibt 17,5 A !

Steckdosen sind meist mit 10 A abgesichert... im Ausnahmefall mit 16 A !

... jetzt weißt, du, warum die Sicherung "fliegt" !

Kommentar von AreaB ,

Dachte "normale" Haushalte haben 16A?

Kommentar von MancheAntwort ,

unterschiedlich.... selbst wenn.... reichen trotzdem nicht aus, um

beide Geräte gleichzeitig zu betreiben !

Kommentar von Shalidor ,

Wo lebst du denn bitte, dass bei dir Steckdosenstromkreise mit 10A abgesichert sind??

Kommentar von ronnyarmin ,

1,5mm² werden mit 10A abgesichert (früher mit 16A). Wo lebst du denn bitte, dass 2.5mm² verwendet wird?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community