Stativ für Spiegelreflexkamera mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis?

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4 Antworten

Die anderthalb Kilo kannst du mal ganz schnell vergessen, die wiegt ja schon das Gehäuse allein mit Kugelkopf ;-) Stative, die nur so wenig tragen, sind in der Regel Müll. (Oder spezielle Mini- /Tisch-Stative für Kompaktkameras.)

Dann sollte man nach Möglichkeit vermeiden, die Mittelsäule auszuziehen, weil das entscheidend an Stabilität kostet. Die üblichen Höhenangaben sind aber immer "einschließlich voll ausgezogene Mittelsäule", soweit das Stativ eine besitzt. Wenn du also auf Geizhals oder sonstwo kuckst, musst du bei solchen Stativen auf eine Höhe von ab so etwa 180 cm filtern, damit du deine 150 cm bekommst.

Das sind dann in der Regel schon ganz schön große Oschis mit reichlich dicken Beinen. Und wenn das dann noch einigermaßen leicht sein soll, dann muss man zu modernen Werkstoffen wie Carbon oder mindestens Basalt greifen (wobei gewisse Berlebach Holzstative nicht so viel schwerer sind, wie man zunächst oft glaubt). Das geht dann halt auch entsprechend ins Geld, ist es aber wert, weil die Leistung stimmt. Unter anderem dämpft es auch Vibrationen viel besser als Alu.

Ein gutes Stativ behält man problemlos zehn Jahre und mehr, mitunter auch lebenslang. Viele Fotografen haben auch mehrere, für verschiedene Zwecke. Es lohnt sich hier nur bedingt, sparen zu wollen, wenngleich man heute nicht mehr unbedingt noch ein paar Hunderter drauflegen muss, nur weil ein bestimmter Markenname drauf steht.

Mit ähnlichen Hintergrund-Überlegungen, auch wenn ich vorwiegend nach Dreibeinern mit drei oder weniger Beinauszügen suchte, bin ich unter anderem auf das Benro C4570F Carbon Classic gelandet, ein Riesentrumm, das aktuell für unter 300 Euro verschleudert wird. Vergleichbar große Stative werden sonst mindestens einen Hunderter drüber gehandelt. Das Benro CT313 (vormals Induro) ist eine halbe Nummer kleiner und 70 Euro teurer. Bei Calumet gibt es auch eine "Hausmarke", die ganz interessant wirkt, das 8000 Series 4-Section Carbon Tripod etwa.

Dann allerdings hab ich auch die österreichische Marke Feisol entdeckt... nicht billig, aber wesentlich günstiger als sagen wir Gitzo... das im Video unten vorgestellte Stativ wirkt so leicht und flexibel mit dieser pfiffigen Mittelsäule, dass es auch ein zusätzliches Bodenstativ und Reisestativ ersetzen kann. Und vor dem Hintergrund ist es den Preis dann auch wieder wert ;-)

Fast noch wichtiger als die Beine ist ein gescheiter Stativkopf. Je länger die Brennweite, um so mehr. Denn da fällt um so mehr auf, wenn sich der Bildausschnitt beim oder gar durch das Festziehen verändert, oder auch wenn er mit einem längeren Tele zu wandern anfängt, obwohl man alles festgeknallt hat. Da ich aktuell nicht über 400mm zu gehen plane, werde ich den Arca Swiss p0 Monoball nehmen.

http://blog.mingthein.com/2013/08/20/review-arca-swiss-p0-monoball/

Fast NOCH wichtiger ist eine gescheite Schnellkupplung ;-) da hat sich das klassische Arca-System seit Jahr und Tag bewährt und dieser neumodische p0-Tinnef gefällt mir gar nicht, ebenso wenig wie diese modernen Arca Kupplungen für beide Systeme. Überflüssige Platzverschwendung in einem kritischen Bereich. Wenn ich diesen Platz an der Stelle "übrig" hätte, bräuchte ich nicht extra einen p0-Kopf kaufen, nur damit die Kugel näher an die Kamera kommt.

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Stative fuer unter 200 Euro sollten besser "Labiv" heißen..;-)Stativkauf ist schwieriger als Kamerakauf und viele Leute haben nicht nur eins sondern mehrere. Schließlich kann ein Stativ gar nicht fuer alle Anforderungen reichen. Moeglichst schwingungsarm und stabil sollten alle sein. Aber dann gibt es auch noch Begriffe wie Auszugshoehe, Mindesthoehe, Packmaß, Gewicht, Flexibilitaet, Ersatzteilversorgung usw. Stative werden uebrigens nicht notwendigerweise mit Stativkopf verkauft. Ob Kinoneiger oder Kugelkopf oder gar Getriebeneiger oder Gimbalkopf ist Geschmack- und Motivsache.

Stative kann man auch sehr gut gebraucht kaufen. Da gibt es sehr gute alte Markenstative vom z.B. Gitzo, Berlebach, Wolf und Linhof fuer unter 100 Euro, die mal ein mehrfaches gekostet haben.

Aber auch Manfrotto und Velbon Stative aus dem letzten Jahrtausend sind sehr brauchbar.

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Wenn der Geldbeutel knapp ist und das Gewicht nicht soooo stört, mach's wie ich. Mit etwas Geduld kannst Du bei Ebay für kleines Geld ein gebrauchtes Markenstativ aus dem letzten Jahrhundert erstehen, dass sogar ein 1000 mm Tele trägt ohne zu wackeln und dennoch unter 50 Euro kostet.

Ich habe mir für knapp 30 Euro eines von Linhof "besorgt", das ist zwar schwerer als heutige Karbonstative, ist aber nicht kaputt zu kriegen und fällt auch beim Erdbeben noch nicht um.

Du müsstest nur etwas Internetrecherche betreiben, welche älteren Stative auch stabil waren, denn auch damals gab's schon Wackelkandidaten.

Ansonsten ist ein leichtes Stativ mit hoher Tragkraft unter 100 Euro eine Illusion.

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Das Manfrotto Befree ist ein kleines stabiles Reisestativ,daß ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen kann

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