Frage von ohjeee, 65

Start Ups, Steuer und Unterhaltsprobleme, kann jemand helfen?

ich möchte zusammen mit einem Freund einen Onlineshop eröffnen, da wir beide Unterhalt bekommen und sich das Haushaltseinkommen nicht erhöhen darf, ist meine erste Frage ob es möglich ist, das eingenommene Geld "im Unternehmen" zu lassen, damit also weiter das Unternehmen aufzubauen ohne Einkommenssteuer dafür zahlen zu müssen oder der Unterhalt gekürzt zu bekommen (wir haben vor fürs erste nur ein Gewerbe anzumelden und wollen von dem Kleinunternehmer-Regelung (keine Umsatzsteuer) gebrauch machen ). Außerdem sind wir zur Zeit mit Herstellern aus dem nicht europäischen Ausland im Gespräch und uns stellt sich daher die Frage in wie weit wir Einfuhrzölle bezahlen müssen.

Ich würde mich über hilfreiche Antworten oder Links freuen und sag schonmal,

Dankeschön!

Antwort
von DerHans, 57

Einfuhrumsatzsteuer ist generell 19 %.

Für verschiedene Waren, kann aber ein zusätzlicher Zoll berechnet werden.

Das erfahrt ihr beim zuständigen Hauptzollamt.

Versteuern müsst ihr euren GEWINN. Da könnt ihr erst einmal alle eure Kosten gegen rechnen.

Antwort
von kevin1905, 42

meine erste Frage ob es möglich ist, das eingenommene Geld "im Unternehmen" zu lassen, damit also weiter das Unternehmen aufzubauen ohne Einkommenssteuer dafür zahlen zu müssen oder der Unterhalt gekürzt zu bekommen

Ihr könnt über die Betriebsausgaben den Gewinn steuern.

Ich finde euren Ansatz aber doof. Man macht mich selbständig um möglichst viel zu verdienen damit man NICHT auf Unterhalt oder sonstigen Driss angewiesen ist.

Antwort
von Y0DA1, 65

Wenn ihr den Gewinn nicht bei euch mit der Einkommensteuer versteuern wollt, bleibt euch nur eine Möglichkeit: gründet eine GmbH. Besser noch eine UG, dort schüttet ihr die Gewinne nicht aus und stockt die UG solange immer weiter auf, bis sie so viel Hafteinlage hat, dass sie zur GmbH wird ;)

Wo ist das Problem mit der Umsatzsteuer? Die würde ein Unternehmen eh nicht belasten (wenn ihr richtig Kalkuliert).

Antwort
von HansderVader, 58

Ich rate von der Idee ab denn wenn ihr in die Selbstständigkeit geht werdet ihr euch und eure Kinder z.b. privat Krankenversicherung müssen oder bei der gesetzlichen freiwilig versichert sein das ist mit erheblichen Kosten verbunden. Auch ist es nicht möglich einen möglichen Gewinn zu verschleiern denn das würde der Steuerhinterzeihung gleich kommen. Das alles kann für den Unterhalt auch ins Auge ehen. ich rate davon ab ohne anwaltliche Beratung hier was voreilig machen  zu wollen!

Kommentar von kevin1905 ,

Ich rate von der Idee ab denn wenn ihr in die Selbstständigkeit geht werdet ihr euch und eure Kinder z.b. privat Krankenversicherung müssen oder bei der gesetzlichen freiwilig versichert sein das ist mit erheblichen Kosten verbunden.

Hauptberuflich Selbständige zahlen einen Mindestbeitrag von etwa 250,- € im Monat.

Kinder wären in der GKV immer noch kostenfrei familienversichert bis sie 18, 23 bzw. 25 sind.

Auch ist es nicht möglich einen möglichen Gewinn zu verschleiern denn das würde der Steuerhinterzeihung gleich kommen.

Wenn ich meinen Gewinn im Jahresende zu hoch fände, kaufe ich mir einen neuen Bürostuhl, oder sonst etwas, was betrieblich veranlasst ist.

Wie viele Startups kennst du, die bereits im ersten Jahr Gewinn machen, dürften nicht all zu viele sein.

Kommentar von HansderVader ,

Stimme Dir zu - da  aber keine genauen Zahlen bekannt sind wer zahlt für wen wie viel unterhalt und wie ist die KV geregelt ist das nur ein erster indikator der in die Überlegungen mit einfließen soll. Kinder sind nur kostenlos mitversichert wenn eine geetzliche pflicht vorliegt ist der Erziehungsberechtigte zb privat versichert so müssen die kinder auch privat versichert sein.

Das Mindesteinkommen für sonstige freiwillig Versicherte in der GKV beträgt im Jahr 2015 945,00 Euro. Wer so eingestuft ist, zahlt im Jahr 2015 monatlich 132,30 Euro plus Zusatzbeitrag.Wer mehr verdient als das fiktive Mindesteinkommen, muss auf das gesamte Einkommen Krankenkassen-Beiträge zahlen. Schluss ist erst, wenn die Beitragsbemessungsgrenze erreicht ist. 2015 liegt der Wert mit 4.125,00 Euro .H

auptberuflich Selbstständige und Freiberufler zahlen den Höchstsatz von 577,50 Euro plus Zusatzbeitrag.


Da hier   §19 geifen soll darf der Umsatz 17.500€ nicht übersteigen. Ohne anwaltliche Beratung u8nd einen ausgereifen Businessplan würde ich das nicht auf die Beine stellen wollen.

Kommentar von kevin1905 ,

auptberuflich Selbstständige und Freiberufler zahlen den Höchstsatz von 577,50 Euro plus Zusatzbeitrag. 

...wenn kein niedrigeres Einkommen nachgewiesen wird. Die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage für hauptberuflich Selbständige ist 75% der Bezugsgröße.

Bei Gründern oder in Fällen besonderer Härte kann auf 50% der Bezugsgröße reduziert werden.

§ 240 Abs. 4 SGB V.

Antwort
von Georg63, 39

Du kannst das eingenommene Geld natürlich für betriebliche Aufwendungen ausgeben - das mindert dann den Gewinn. Um gemeinsam einen Shop zu eröffnen, müsst ihr eine Gesellschaft gründen - GbR, UG  oder GmbH.

Kommentar von kevin1905 ,

UG oder GmbH wären allerdings Kapitalgesellschaften, da sollte man sich vorher beraten lassen, besonders wenn es um die Erstellung des Gesellschaftervertrags geht und wer zum Geschäftsführer bestellt wird.

Antwort
von meini77, 65

uns stellt sich daher die Frage in wie weit wir Einfuhrzölle bezahlen müssen.

immer. Einfuhr-Umsatzsteuer 19%, Zölle je nach Warenart, meist zwischen 5 und 15%. Und zwar in Bar bei Abholung am Zollamt.

Wenn ein Spediter die Einfuhranmeldung erledigt, dann an diesen, meist mit einer Vorlageprovision von bis zu 10%.

Kommentar von HansderVader ,

Füpr die EuSt gibte es doch Aufschubkonten "Eust ohne Sicherung" damit kann die Zahllast der EuSt in den nächsten Monat verschoben werden. Da dann die Umsatzstuererklärung gemacht wird kommt das Geld schneller wieder ins Unternhmen zurück als wenn man die Eust sofort bezahlt. 

Auch für die Zollabgaben kann man ein Aufschubkonto nutzen dazu ist allerding eine Bürgschaft der Bank nötig




Kommentar von meini77 ,

Ein Aufschubkonto für die EUST kostet auch Geld bzw. Sicherheiten und wird ganz sicher nicht gewährt, wenn der Einführer nach Kleinunternehmerregelung besteuert wird.

Auch eine Bankbürgschaft kostet Geld.

Kommentar von HansderVader ,

zusätzlich fallen entsprechende Abfertigungsgebühren an.

Auch auf Frachtkosten wird bei Collect Snedungen eine CC Fee erhoben bei Speditionen kann die schon teuer sein da diese meist zur Umrechneung sog, Hauskurse ("Traumkurse") nehmen die deutlich über dem amtlichen tageskurs liegt

Die Vorlageprovision ist abziehbar wenn man das vereinbarte Zahlungsziel nutzt.

Kommentar von meini77 ,

Natürlich fallen Abfertigungsgebühren an. Der Spediteur arbeitet ja auch nicht für den Applaus. Meist handelt es sich dabei um 50-100 EUR je Vorgang.

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