Frage von wonderfulday279, 154

Starke Zahnschmerzen ohne Krankenversicherung - bitte lesen?

Liebe Community,

seit dem 13.11.2015 habe ich keine Arbeit mehr, habe aber ab dem 01.01.2016 einen neuen Job!

Problem: Ich habe mich NICHT arbeitslos gemeldet. Wieso ist jetzt egal.

Ich leide jetzt unter starken Schmerzen und habe mir heute 1600mg IBU reingehauen + fleißig gespült... scheint irgendwas am Zahnfleisch zu sein. :(

Jetzt kämpfe ich hier gegen die Schmerzen an und kriege langsam Ohren- und Bauchschmerzen.

Was würdet ihr nun machen? Will morgen unbedingt hin - fast egal was es kostet. Wie viel werde ich da bezahlen müssen (ca.), um wenigstens bis zum 1. durchzuhalten? Dann bin ich ja wieder versichert.

Bin bei der DAK.

Grüße! :-(!

Antwort
von treppensteiger, 89

Für welchen Monat hast du zuletzt KK-Beiträge gezahlt? Meist versichert die KK noch einen Monat länger. Eine reine Notbehandlung ist nicht so teuer, falls es schlimmer ist, lässt es sicher aber vielleicht trotzdem erst mal fachmännisch totlegen. Nimm nicht zu viel Schmerzmittel, das hilft irgendwann eh nicht mehr.Gleich morgen zum Doc.

Wenn du wirklich wenig Geld hast, ruf morgen früh (so du noch so lange durchhalten willst) deine Krankenkasse an, frag konkret nach, ob du noch versichert bist, das ist hier zeitlich sehr knapp, und könnte auch auf Kulanz laufen, da du die Kasse ja nicht wechseln willst und die Kosten sowieso entstehen.Dann kannst du nachher in Ruhe zum Arzt oder weißt zu mindestens etwa, wie teuer das wird.

Kommentar von kevin1905 ,

Meist versichert die KK noch einen Monat länger.

§ 19 SGB V greift hier nicht, dazu hätte er spätestens zum 13.12. wieder versicherungspflichtig beschäftigt sein oder Leistungen nach SGB II oder III beziehen müssen.

Da dies nicht passiert ist, gilt § 188 Abs. 4 SGB V. Er wird freiwilliges Mitglied der letzten Kasse ab dem 14.11. und damit auch Beitragsschuldner.

Antwort
von kevin1905, 54

Was würdet ihr nun machen?

Mal deine Krankenkasse anrufen und die Beiträge für Dezember und November für die freiwillige Mitgliedschaft überweisen. Dürften etwa 260,- € sein.

Spätestens im Januar fällt der Beitragsrückstand auf und wird angemahnt und dann per Bescheid festgesetzt.

Antwort
von Indivia, 64

Ruf bitte bei der KK an,denn in Deutschland besteht mittlerweile eine Pflicht zu KV.

"Trotz der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht in Deutschland gibt
es in Deutschland bis zu 130.000 Personen, die nicht krankenversichert
sind. Sobald sich die Betroffenen bei einer Krankenkasse melden, können
die Kassen Nachzahlungen fordern, mit der sie Beiträge für die
nicht-versicherte Zeit zahlen sollen.[16]
Bei gleichzeitiger Verweigerung, für die nicht-versicherte Zeit
nachträglich Leistungen zu zahlen, kommt dies – nach Ansicht etlicher
Anwälte – einer Enteignung gleich." (quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetzliche_Krankenversicherung#Versicherungspflic...)

Es gibt auch die Möglichkeit sich freiwillig gesetzlich zu versichern ( Monat ca 135€) danahc kannst du auch bei deiner KK fragen.

Aber lass es machen,denn die Schmerzmittel sind keine Lösung.

Kommentar von kevin1905 ,

Die Meinung der Anwälte ist belanglos, so lange die Sozialgerichte oder das BVerfG diese nicht teilen.

Antwort
von RobinHood2000, 36

Du kannst einfach zum Zahnarzt gehen und sagen du wärst privat versichert.  Dann schickt der dir die Rechnung nach Hause. Wenn das nur etwas einfaches ist und du sowieso ab 01.01. wieder versichert bist wird das schon nicht so teuer werden. Musst halt sagen dass er nur das notwendigste machen soll den Rest im neuen Jahr.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 56

Du bist auch jetzt versichert. Du wirst aber den Beitrag nachzahlen müssen.

Da kommst du nicht drum herum

Antwort
von FreierBerater, 47

Der monatliche Mindestbeitrag liegt so um die 163 EUR. Da du mutmasslich keine Einkünfte hattest müsstest du nachzahlen, aber versichert bist du so oder so. Wir haben KV-Pflicht in Deutschland!

Antwort
von Apolon, 36

Du bist immer noch krankenversichert, auch wenn du zur Zeit nicht arbeitest. Bedeutet Du darfst die Beiträge dann selbst zahlen.

Bitte beachte, wir haben eine Krankenversicherungspflicht in Deutschland.

Antwort
von WosIsLos, 70

Du bist versichert.

Kommentar von wonderfulday279 ,

Bitte einmal begründen. Danke schonmal! :-)

Kommentar von WosIsLos ,

Bedank dich bei der Regierung.

Ein gesetzlich Versicherter kann gar nicht mehr aussteigen.

Du wirst im Neuen Jahr von der DAK eine Rechnung für Nov. + Dez. bekommen.

Und wenn du die Versichertenkarte nicht entsorgt hast, kannst du zum Arzt, anderenfalls bräuchtest du eine Versichertenbescheinigung der DAK.



Kommentar von Bestie10 ,

wenn er seine Versichertenkarte benutzt kommt er wegen Versicherungsbetrug dran .... toll ..

übrigens wo steht was von gesetzlich versichert .... hab ich das überlesen ?

Kommentar von DerHans ,

Man kann gar nicht mehr ohne Krankenversicherungsschutz sein. Nur der Beitrag muss nachgezahlt werden.

Kommentar von kevin1905 ,

übrigens wo steht was von gesetzlich versichert

Hier:

Bin bei der DAK.

Meines Wissens ist die DAK noch keine private Krankenversicherung.

Kommentar von wonderfulday279 ,

Was kommt da in etwa auf mich zu?

Antwort
von Bestie10, 64

das ist übel

 § 19 Abs. 2 SGB V

maximal 1 Monat nach Ende der Beitragszahlungen bist du noch versichert

egal was du für Gründe hast (dein Problem) eine Arbeitslosenmeldung wäre sinnvoll gewesen

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