Starke Schlafstörungen bei depressionen?

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9 Antworten

Nein, das ist nicht normal. Schlafstörungen sind ein ganz typisches Symptom bei Depressionen. Das muss aber nicht schon eine "echte" Depression bei Dir sein.

Das hat eigentlich immer seelische Ursachen. Gibt es evtl. unverarbeitete Probleme oder mögliche Verhaltensstörungen bei Dir ? Evtl. in Deinem näheren sozialen Umfeld gewisse anhaltende Schwierigkeiten/Stress/Ärger (Familie / Beruf / Schule)  oder noch welche aus Deiner Kindheit, die Dich evtl. innerlich (noch) belasten ?

Dieses gilt es zu ergründen, falls erforderlich mit einer Psychotherapie,     welche man nach Absprache mit dem Hausarzt in Erwägung ziehen könnte.

Evtl. kann Dein Hausarzt auch gewisse körperliche Untersuchungen dazu vornehmen für eine genauere abschließende Diagnose.

Zur weiteren Beurteilung fehlen natürlich Details von Dir.  Alles Gute  !


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Schlafstörungen ist ein sehr häufiges Symptom im Zuge einer Depression. Es gilt gemäss internationalem Diagnoseverzeichnis ICD-10 als eines von 9 klinisch relevanten Symptomen bei einer Depression. Du bist also in bester Gesellschaft ;-)

Schlafstörungen werden erst versucht nicht medikamentös zu behandeln. Z.B. duch Enspannungs- und Atemübungen etc. Meist jedoch reicht dies nicht aus und es kommen ab einer gewissen stärke der Beschwerden Medikamente zum Einsatz.

Benzodiazepine & Z-Drugs sind klassische Schlafmittel (z.B. Lorazepam, Zolpidem etc). Sie wirken enorm zuverlässig und haben wenig Nebenwirkungen. Der Nachteil ist, dass sie nur kurzfristig eingesetzt werden dürfen, da sie nach längerem und regelmässigem Konsum (nach ca. 4-8 Wochen) abhängig machen. Zudem ergibt sich eine Toleranzentwicklung. Man braucht mit der Zeit also immer mehr davon um den gleichen Effekt wie zu Beginn der Behandlung zu erzielen.

Bei Depressionen, welche mit starken Schlafstörungen verbunden sind werden häufig sedierende Antidepressiva (z.B. Mirtazapin) oder antidepressiv wirkende sedierende Neuroleptika (z.B. Quetiapin) eingesetzt. Diese Medikamente machen nicht abhängig und es ergibt sich auch keine Toleranzentwicklung. Jedoch sind die Nebenwirkungen eines zahlreicher und ausgeprägter als bei Benzodiazepinen und Z-Drugs.

Versuche es erst ohne Medikamente, wenns nicht anders geht sprich deinen Arzt darauf an.

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heh du also ich leide schon seit längerer Zeit an sehr schweren depressionen.. das mit der schlafstörung war bei mir anfangs sooo extrem stark. jede Nacht 1,2uhr einschlafen, aufwachen immer so gegen 4uhr und danach war schlafen nichtmehr möglich.. und das ging wirklich mehrere wochen so bis ich zum arzt ging und mit medikamenten behandelt wurde (keine sorge keine beruhigungsmittel oderso:D) und ja. bin natürlich immer noch in starker behandlung und depressiv aber wenn man von Ärzten über kurze Zeit behandelt oder betreut wird geht das relativ schnell weg:) ich weiß ja nicht wie grad momentan deine Lage aussieht im Bezug auf Gefühle bzw Depressionen und Ärzten aber so dumm und angsteinflößend das auch klingen mag.. bei sowas sollte man sich wirklich an einen Arzt wenden (ich bin damals zum Hausarzt gegangen der mich weitergeleitet hatte). Viele gehen ja nicht zum Arzt bei sowas weil sie denken sie können eingewiesen werden.. aber nein das ist nicht so! bist du über 18 darfst nur du das entscheiden und unter 18.. entscheiden das deine erziehungsberechtigten. es sei denn ne Psychologin oder Therapeutin hat den Eindruck bezüglich suizid.. oder du hast nen suizidversuch hinter dir. dann ist es meistens so dass sie dich für 24h einweisen lassen können, und danach entscheiden Erziehungsberechtigte wies weiter geht.. also bezüglich einer möglichen einweisung sollten sich die wenigsten Gedanken machen.. wenn du dir bei dem was ich geschrieben hab unsicher bist kannst du ja auch einfach erstmal den Hausarzt fragen, der weiß vielleicht auch was:) Sorry bin voll abgekommen vom thema:D

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Kommentar von Einstein2016
24.09.2016, 21:19

Du schreibst ..... "Viele gehen ja nicht zum Arzt bei sowas, weil sie denken sie können eingewiesen werden".....                                    

Eine Überweisung/Einweisung z.B. in eine psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses oder in eine psychosomatische Fachklinik (meist für mehrere Wochen) kann in jedem Falle eine große Hilfe sein. Von daher muss man da grundsätzlich keine Angst vor haben und man muss sich dafür auch nicht schämen.                                 Im Gegenteil - man sollte sich in solch einem Falle als Patient positiv glücklich schätzen, weil einem so stationäre fachliche Hilfe angeboten wird. Nebenbei gesagt kostet das die Krankenkasse (oder andere Leistungsträger) zudem eine Menge Geld !

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Normal ist das absolut bei einer Depression unter Schlafstörungen zu leiden. Auch wenn ich nur vom morgigen Tag Angst habe, kriege ich Stunden lang kein Auge zu. Eine ganz simple aber sehr effektive Lösung ist einfach sich abzulenken, vielleicht auf dem Handy was anzuschauen oder anzuhören bis man wirklich müde ist, dann denkt man die letzten paar Minuten einfach an etwas anderes und schon schläft man. "Verdrängung" habe ich mittlerweile ziemlich gut drauf, ist aber natürlich keine Lösung für die Dauer.

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ich weiß nicht wie es in Deutschland ist, aber in Österreich gibt es rezeptfreie Melatonin (= Schlafhormon) Tabletten, die mir wirklich sehr gut geholfen haben.

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Kommentar von Seanna
22.09.2016, 22:07

Gibt es hier sogar in der Drogerie.

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Das ist zumindest nicht selten.

Allerdings sollte man in deinem Alter keine Tabletten nehmen deshalb, sondern eher mit Therapie, Schlafhygiene, Entspannungsübungen etc dran arbeiten.

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Kommentar von yungeskidd
24.09.2016, 09:24

das vonwegen 'keine Medikamente in dem Alter' ist schonmal völliger blödsinn, sowas kann man nur beurteilen lassen von Ärzten und aus eigenen Erfahrungen sprechen.

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Kommentar von Seanna
24.09.2016, 13:02

Wer sagt dir, dass ich nicht über eigene Erfahrung verfüge? Und "Blödsinn!" kann jeder schreien. Warum ist das deiner Meinung nach Blödsinn?

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Ich habe lange Zeit auch unter Schlafstörungen gelitten. Mir ging es richtig schlecht. Jetzt nehme ich  Schlaftabletten und mir geht es besser. Das sollte zwar nur die letzten Wahl sein, aber ohne geht es bei mir nicht mehr.

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Das ist typisch bei Depressionen. Wichtig ist tagsüber viel Tageslicht zu tanken und Bewegung zu haben. Dann kann mach nachts besser schlafen. Vor allem hilft ein regelmäßiges Ausdauertraining. Lies mal das: http://www.depression-therapie-forschung.de/ausdauertraining.html

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Ja, das ist nahezu normal

Glücklicherweise bin ich wegen meiner Depression in ärztlicher Behandlung und habe etwas dagegen bekommen. 

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