Meine Mutter hat starke Kopfschmerzen seit vielen Jahren. Gibt es wirklich keine Therapie?

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6 Antworten

Hallo Ayleen1990,

durch das MRT wurde bei deiner Mutter ausgeschlossen, dass sie einen Tumor im Kopf haben könnte. Das ist schon mal eine gute Nachricht.

Die Kopfschmerzen deiner Mutter haben also eine andere Ursache. Diese Ursache muss man herausfinden. Nur dann kann man auch das Richtige dagegen unternehmen. Bei Spannungskopfschmerzen z. B. helfen ganz andere Medikamente und Therapien, als bei Migräne.

Nach der Beschreibung der Symptome deiner Mutter, deutet alles auf eine Migräne hin.

Typische Anzeichen für Migräne sind:

  • Anfallsartiger - meistens einseitiger – Kopfschmerz (stechend oder pochend).
  • Übelkeit (manchmal mit Erbrechen), Appetitlosigkeit.
  • Licht-, Geräusch-, oder Geruchsempfindlichkeit.
  • Der Schmerz verschlimmert sich bei Bewegung / körperlicher Anstrengung.
  • Dauer einer Migräneattacke: Wenige Stunden bis zu 3 Tagen (in wenigen Fällen auch länger).
  • Die ersten Migräneanfälle treten bei Vielen erst ab der Pubertät auf.
  • „Normale“ Schmerzmittel (wie Paracetamol oder Ibuprofen) wirken oft nicht ausreichend.

Es gibt viele verschiedene Arten von Migräne, deshalb müssen nicht alle genannten Symptome auch immer und bei Jedem genauso zutreffen.

Um deine eigentliche Frage zu beantworten: Migräne ist zwar nicht heilbar, aber es gibt Therapien, die helfen, weniger oder gar keine Migräneanfälle mehr zu bekommen.

Mein Rat an deine Mutter: Sie sollte sich unbedingt vom Facharzt für Migräne – einem Neurologen – untersuchen, bzw. sich behandeln lassen. Der Hausarzt (Allgemeinarzt) ist zur Behandlung von Migräne nicht der richtige Ansprechpartner – außer, um die Überweisung zum Neurologen auszustellen.

Ein Neurologe kann:

  • Herausfinden, ob es sich wirklich um Migräne handelt.
  • Spezielle Migräneschmerzmittel (Triptane, z. B. Sumatriptan) verschreiben, die sehr gut gegen die Kopfschmerzen und die Begleitsymptome helfen.
  • Eine medikamentöse Migräneprophylaxe (Vorbeugung) verordnen, falls das im Falle deiner Mutter in Frage kommen sollte (denn das ist nicht für jeden Migränepatienten geeignet).

Migränepatienten reagieren häufig sehr sensibel auf äußere Einflüsse und Veränderungen im eigenen Körper. Deshalb kann es gut sein, dass deine Mutter auf Kieferschmerzen oder starke Massagen mit einem Migräneanfall reagiert, bzw. ein bestehender Migräneanfall dadurch stärker wird.

Wenn zu einer bestehenden Migräneanfälligkeit noch andere Schmerzkomponenten hinzukommen, die die Migräne fördern, dann sollte der Patient eine Schmerzklinik aufsuchen, die auf Migräne spezialisiert ist. Dort arbeiten alle zuständigen Fachärzte zusammen, um dem Patienten gemeinsam zu helfen.

Z. B. http://www.schmerzklinik.de/

LG Emelina

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Da ich davon ausgehe, daß sie immer wieder Migräne  Anfälle hat, sollte sie den Arzt mal darauf ansprechen, bzw. das müßter er eigentlich selber wissen!

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Kommentar von Ayleen1990
03.11.2015, 18:42

Ja da haben Sie wohl recht. Ich glaube, er weiß einfach nicht wie sehr sie diese Kopfschmerzen einschränken.

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Hm, also ist mein Mann nicht der Einzige, der sich schon seit seiner Jugend mit Migräne herumschlägt. von Tabletten, Spritzen, Wärme, Kälteüber Massagen, Kräftigung, Lockerung, Sport, Entspannung, Hypnose, Yoga bis hin zu einfachem Spazierengehen ist ihm alles schon als Heilmittel vorgeschlagen worden und mit wachsender Verzweiflung hat er auch alles versucht. Es geht nicht weg.

Melde Dich, wenn Ihr etwas finden solltet - bitte!

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Kommentar von Ayleen1990
03.11.2015, 18:45

Nein auf jeden Fall nicht! :) 

Seit einigen Jahren sind bei ihr noch Kieferschmerzen dazu gekommen, die die Kopfschmerzen noch schlimmer machen. Und wenn sie zb am Nacken zu stark massiert wird, bekommt sie davon auch Kopfschmerzen. Irgendwie ist alles gekoppelt...

Ich sage auf jeden Fall bescheid, wenn uns irgendeine Therapieform vorgeschlagen wird! :) 

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Ich muss ehrlich gestehen es hört sich wirklich nach einem Tumor an, ich würde euch vorschlagen mehrere Ärtzte darüber zu Fragen nicht nur einen. Der Ex- Artzt meiner Großmutter hat auch gesagt sie habe nichts und sie hatte ein loch im Magen. Also bitte tun se mir den gefallen und gehen sie nochmal zu mehreren Ärtzen 

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Kommentar von Wonnepoppen
03.11.2015, 18:25

Das ist doch Panik Macherei!

Es hört sich definitiv nach Migräne an!

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Das hört sich stark nach Migräne an. Bin selbst Migräne Patient. Bitte einen guten Neurologen aufsuchen. Damit ihr geholfen wird. Oftmals kündigt sich die Migräne Attacke an man muss diese Zeichen erkennen und die Auslöser meiden.
Sie soll sich vom Hausarzt überweisen lassen.
Gute Besserung drück die Daumen 😊

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Es könnte mitunter auch ein psychosomatisches Problem sein und die Kopfschmerzen sind nur ein Symptom davon. Leidet sie eventuell viel unter Stress oder ist schnell angespannt?

Mit unter klingt es aber auch nach einer immer wiederkehrenden Migräne.

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