Starke Depressionen - es wird immer schlimmer und kann nichtmehr?

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7 Antworten

Hallo xFuckYou,

Du hast in den Anmerkungen zu Deiner Frage geschildert, wie es dazu gekommen ist, dass Du jetzt an Depressionen leidest, erwähnst aber nicht, ob Du deswegen je bei einem Arzt warst. Daraus schließe ich, dass Du bisher noch nicht in Behandlung gewesen bist. Bedenke jedoch bitte, dass Depressionen eine schwere seelische Erkrankung sind, die unbedingt ärztlich behandelt werden sollte. Nachfolgend möchte ich Dir kurz schildern, wie eine solche Behandlung aussehen könnte.

In der Regel verschreibt der Arzt Antidepressiva, die stimmungsaufhellend und antriebssteigernd wirken und nicht abhängig machen. Besonders in der ersten Einnahmephase muss man mit Nebenwirkungen rechnen, die in der Regel jedoch nach 2-3 Wochen abnehmen. Viele empfinden die Einnahme eines Antidepressivums als sehr wirkungsvoll, da es außerdem dabei hilft, Konzentrationsprobleme zu überwinden.

Beachte bitte: Die medikamentöse Behandlung sollte unbedingt von einem Facharzt (Nervenarzt oder Psychiater) durchgeführt werden, da er sich am besten mit der Wirkung und Anwendung von Psychopharmaka auskennt. Es kann auch sein, dass nicht gleich das erste Medikament anschlägt oder nicht gut vertragen wird und auf ein anderes gewechselt werden muss. Daher ist es es wichtig, dem Arzt immer wieder Rückmeldungen zu Wirkung und Nebenwirkungen des Medikaments zu geben. Solltest Du Dich mit einem bestimmten Medikament absolut nicht wohlfühlen, dann ist die Rücksprache beim Arzt unbedingt notwendig. Alles Weitere kann er dann entscheiden.

Da Medikamente allein nicht dazu geeignet sind, eine Depression zu heilen, könntest Du Dich auch an einen Psychotherapeuten überweisen lassen. Ein sehr gutes und bewährtes Verfahren zur Behandlung einer Depression ist die sog. "kognitive Verhaltenstherapie", bei der Du lernen kannst, negative Gedanken und Gefühle zu überwinden. Sie wird in der Regel von einem psychologischen Psychotherapeuten durchgeführt. Allerdings musst Du mit einer gewissen Wartezeit rechnen, bis Du mit der Therapie beginnen kannst.

Über die eben beschriebenen fachlichen Hilfen hinaus, kannst Du selbst einiges tun, um Deine Depression zu überwinden. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es nicht leicht für Dich ist, aktiv zu werden, da die Depression Deine Kräfte lähmt. Sich überhaupt zu irgendetwas aufzuraffen erfordert enorme Kraftanstrengungen, doch Du wirst sehen, es lohnt sich! Es gehört eben zum Wesen einer Depression, das Gefühl zu haben, nicht in der Lage zu sein, in irgendeiner Weise aktiv zu werden. Doch höre nicht auf Dein Gefühl! Dieses Gefühl betrügt dich, da es Dich nur noch tiefer in die Depression treibt. Fang doch mit ganz kleinen Schritten an, z.B. mit einem kurzen Spaziergang.

Es ist ganz verständlich, dass Du so schnell wie möglich wieder aus Deiner Depression herauskommen willst und Du machst Dir womöglich Vorwürfe, dass Du nicht mehr so leistungsfähig bist wie früher. Vielleicht sagst Du Dir innerlich immer öfter: "Ich bin doch zu nichts mehr zu gebrauchen". Doch mit solchen Selbstvorwürfen raubst Du Dir nur Dein Selbstwertgefühl und Du verschlimmerst Deine Depression.

Ganz wichtig ist es gerade jetzt, dass Du nachsichtig und geduldig mit Dir selbst bist. Mach Dir immer wieder klar, dass es eben Zeit braucht, aus Deinem Tief wieder herauszukommen und dass eine Depression nicht ewig dauert. Du kannst sie überwinden und wieder völlig gesund werden! Vergiss das nie!

Da die Depression vorübergehend Deine Leistungsfähigkeit hemmt, solltest Du Dir nie zu viel an einem Tag vornehmen. Lerne es, immer nur kleine Aktivitäten durchzuführen und belohne Dich , wenn Du sie geschafft hast.

Wenn man eine Depression hat, dann saugt man negative Gedanken quasi wie ein Staubsauger in sich auf. Außerdem drehen sich Deine Gedanken wahrscheinlich ständig um Deine eigene schlimme Situation und immer wieder kommt Dir Negatives in den Sinn. Was könntest Du gegen die Negativspirale tun, in der Du gefangen bist?

Versuche doch einmal ganz bewusst über Folgendes nachzudenken: Gibt es etwas in Deinem Leben, wofür Du dankbar sein kannst? Welche Menschen sind für Dich da und lieben Dich? Gibt es weitere Menschen, die Dir helfen könnten? Gibt es etwas, was Dir guttun würde, um Dich für eine gewisse Zeit von Deinen negativen Gedanken abzulenken?

Manchen hilft es, wenn sie im Laufe des Tages mehrmals etwas Schönes und Angenehmes tun und es ganz bewusst wahrnehmen. Ein Beispiel: die geliebte Tasse Tee oder Kaffee in Ruhe trinken und versuchen, die damit verbundene Freude bewusst wahrzunehmen. Oder: In einer sonstigen angenehmen Situation verweilen und das Schöne daran eine ganze Zeitlang bewusst auf sich wirken lassen. Das wirkt wie Streicheleinheiten für Deine Seele! Probiere es doch einmal aus!

Bei der Behandlung einer Depression hat es sich sehr bewährt, sich möglichst mehrmals am Tag körperlich zu bewegen. Anfangs kann das ein kurzer Spaziergang sein, den Du im Laufe der Zeit etwas ausdehnen könntest. Das Laufen schafft das Gefühl, etwas geleistet zu haben und baut Dein Selbstwertgefühl auf. Ganz abgesehen davon, was die frische Luft und das Licht in Deinem Körper bewirken, wirst Du feststellen, dass beim Laufen Deine Grübeleien über Negatives nachlassen oder sogar ganz verschwinden. Andere Möglichkeiten der Bewegung wären z.B. Radfahren, Schwimmen oder Gartenarbeiten. Auch wenn es Dich anfangs große Überwindung kostet Dich in Bewegung zu setzen, wirst Du feststellen, dass sich Deine Stimmung mehr und mehr aufhellt.

Wenn man depressiv ist, dann sucht man verständlicherweise Hilfe und Trost bei anderen. Leider sind in unserer hektischen Zeit viele mit ihren eigenen Problemen und Sorgen beschäftigt und haben nicht immer die Gedanken frei, einem anderen mitfühlend und geduldig zuzuhören. Wenn Du das schon erlebt hast, dann kann das für Dich sehr verletzend sein.

Da ich in meinem Leben auch schon viele schlimme Dinge erlebt habe und nicht immer jemand da war, der mir hilfreich zur Seite stand, konnte ich dennoch erfahren, dass es jemanden gibt, der um den Schmerz des Herzens weiß und auf jeden Fall mit den Leidenden mitfühlt. Ja, ich spreche von Gott. Heutzutage haben viele den Gedanken an ihn verloren und erwarten keine Hilfe aus dieser Richtung. Wenn man sich jedoch mit seinem Wort, der Bibel, ein wenig beschäftigt, findet man dort viele sehr trostreiche Gedanken, die einem echt wieder Auftrieb geben können. Ein Text, der mir besonders gut gefällt und mir sehr zu Herzen geht ist dieser: "Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein Gott. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10). Ja, wenn man Gott als Freund hat, dann gibt das einem im Leben großen Halt und Sicherheit. Darüber hinaus besteht gem. der Bibel die Aussicht, dass eines Tages sämtliche Krankheiten, wozu natürlich auch Depressionen gehören, sowie alle andere Leid für immer verschwinden werden.

Ich denke, Deine Depressionen sind kein unabänderliches Schicksal. Es ist nur wichtig, dass Du die richtigen Schritte tust, die zur Überwindung Deiner Krankheit führen und Hilfen von außen annimmst. Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Kommentar von xFuckYou
10.11.2016, 16:55

Wow danke war sicherlich aufwendig das alles hier zu schreiben.

Zuerst würde ich damit anfangen das es mich glücklicher machen würde alleine in meinem Bett zu liegen als raus  zu gehen oder unter Freunden / Familie zu sein. Schon bei dem Gedanken alleine in die Öffentlichkeit zu gehen könnt ich anfangen zu weinen.. auch wenn es nur ein Spaziergang ist. Leider bin ich oft dazu gezwungen.

Ich kann meinen Eltern zudem nicht erklären wie es mir geht das ich diese Tabletten brauche etc.. und ich denke mal das werde ich nie können ich hoffe das ich da irgendwie selbst herauskomme. Kann ich diese Tabletten irgendwie selbst anfordern oder wie kann ich das ohne meine Eltern abmachen?

Zu der Frage oben ich habe ziemlich genau seit meinem 6 Lebensjahr Depressionen da ich schon als Kind eine mangelhaft liebevolle Erziehung hatte.. ich werde oft / fast täglich bewundert wie gut ich es doch habe in so einem Umfeld aufzuwachsen aber für mich ist das nichts..

Zu dem glauben an Gott kann ich sagen das ich da jeglichen Glauben verloren habe. Gerade auch das was zurzeit alles in der Welt passiert (täglich sterben zuviele unschuldige menschen, usw ) wäre schon Grund genug für mich nicht daran zu glauben. Ich wurde als Kind und auch noch jetzt immer irgendwie dazu gezwungen, nicht nur von meiner Familie und ich kann mich dafür nicht begeistern :(

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Du bist nicht krank oder sowas - du bist etwas frustriert und einsam, hast vielleicht nicht die richtigen Kumpels und schon gar keine Freundin...das kommt alles noch, mach dir da keine Sorgen. Ich denke, was du durchlebst ist eine norale Stufe des ersten Erwachsenwerdens. Aber die Schule würde ich nicht sausen lassen, wegen ein bisschen Blues. Damit kannst du dir viel verbocken und das muss nicht sein.Um schlafen zu können, kannst du dir in der Dorgerie rezeptfrei Baldraintabletten kaufen.

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Kommentar von xFuckYou
10.11.2016, 17:01

Dieses Stufe geht schon seit ich 6 jahre alt bin.

Ja du hast recht ich hab nicht viele richtige Freunde verstehe mit trotzdessen mit Jedem in meiner Klasse. Ich würde mal behaupten ich bin nicht unbeliebt aber auch nicht beliebt wäre mir aber auch irgendwie egal. Eine Freundin hatte ich noch nicht aber genug chancen die ich nicht ergriffen habe / ergreifen *wollte*.

Ich versuche zurzeit mich in der Schule zu verbessern was auch Funktioniert wenn ich etwas mehr Lebens - Motivation hätte

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Die Geschichte kommt mir sehr bekannt vor, auch ich habe das so alles erlebt. Was dir helfen könnte, wenn du einmal ganz von deiner Familie wegkommst. Es gibt eine sehr gutes Kinder- und Jugendwohnheim und das nennt sich Leppermühle und ist in Buseck bei Giessen. Diese Einrichtung nimmt Kiner und Jugendliche auf, die psysisch krank sind. Die Ärzte, Betreuer, Therapeuten usw. sind alle sehr nett und verständnisvoll und auch kompetent. Sie helfen den Kindern und Jugendlichen sehr gut. Du bist dann das ganze Jahr über dort untergebracht, bekommst dort deine erforderlichen Therapien, Medikamente und dort kannst du auch zur Schule gehen. Einmal im Monat kannst du nach Hause fahren und auch die Hälfte der Schulferien darfst du zu Hause verbringen. Ferner kannst du in einem Einzelzimmer wohnen. Die einzelnen Gruppen sind in Wohnhäuser untergebracht in Reisskirchen, einem Nachbarort von Buseck. Diese Gruppen unternehmen auch sehr viel miteinander, machen gemeinsame Ausflüge und auch Urlaub. Finanziert wird das alles durch das Jugendamt deiner Stadt- oder Kreisverwaltung. Lediglich deine Eltern müssten einen geringen Zuschuss leisten, je nach Einkommen deiner Eltern.Das Kindergeld für dich geht direkt an das Jugendamt, weil du ja nicht mehr zu Hause lebst. Ich wünsche Dir das es dir bald wieder besser geht.

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Kommentar von Joeng
09.11.2016, 14:16

Lächerlich, in seinem Fall von einer solchen Einrichtung zu sprechen! "...die erforderlichen Therapien, Medikamente...." - die da wären für ihn...?

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Bitte benutz das nächste Mal Satzzeichen und Absätze - und geh zum Arzt!

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Kommentar von Joeng
08.11.2016, 22:08

Zu welchem?

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Kommentar von xFuckYou
08.11.2016, 22:11

Das bringt mich kein stueck weiter und bin am handy.

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Kommentar von Dracerus
08.11.2016, 22:17

Ganz Ruhig Kinders

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Reiß dich zusammen, Mann! Das kann auch so aussehen, dass du einfach durchhältst und die Dinge ein bisschen sich slebst überlässt. Das mit der Schule musst du selbst wissen - entweder du lässt es schluren und nimmst ein schlechtes Zeugnis in Kauf oder du setzt dich ran und lernst. Dann werden die Noten höchstwahrscheinlich besser. Ich würde dir zweites empfehlen.

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Kommentar von xFuckYou
08.11.2016, 22:27

Natürlich weiß ich das ich mich zusammenreisen sollte und naklar ist das ein wichtiges Zeugnis und ich versuche es ja aber du musst dir vorstellen in so einer situation bist du innerlich tod auch wenn du versuchst da rauszukommen und dich anzustrengen musst du immernoch den toten koerper hinterher schleppen :/

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Mein radikaler 6 Punkte Plan für dich um dein Leben zu ändern:

  1. PC/Laptop kommt weg!Er lenkt nur ab und verschwendet deine Zeit. Falls du wirklich was für die Schule machen musst, leih dir einen für kurze Zeit aus! Widerstehe der Versuchung! 
  2. Handy/TV aus! einmal am Abend Nachrichten checken reicht aus! 
  3. Raus aus dem Bett!!!
  4. Treibe Sport! Geh jeden Tag raus, laufen, Rad fahren egal was! Es ist Winter und die Sonne scheint selten! Wenn du alles gibst kannst du schlafen wie ein Baby!
  5.  Durch die gewonnen Zeit, kannst du für mehr die Schule lernen!!
  6. VERDAMMT SCH**?E  nimm dein eigenes Leben in die Hand und zeig es den anderen!!! 
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Kommentar von xFuckYou
08.11.2016, 23:07

Dadurch wuerde ich wahrscheinlich in einen noch schlimmeren Zustand fallen als jetzt.. den das sind die einzigsten sachen die mich am leben halten..

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Das früher waren keine richtigen Depressionen. Geh einfach zum Arzt, rede mit dem und hol dir, mit der Unterstützung deines Arztes, Hilfe.

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Kommentar von xFuckYou
08.11.2016, 23:10

Leider habe ich nichtmal einen bruchteil meiner vergangenheit erzählt :/

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Kommentar von Joeng
09.11.2016, 14:10

Diese "Geh-zum-Arzt-Mentatlität" könnte ich nur bei körperlichen Leiden unterschreiben - sonst würde ich sagen - geh in dich und in den Gottesdienst. Ist obendrein umsonst und hat keine Nebenwirkungen. Schon mit 16 anfangen, eine Psychoakte anzulegen und Medikamente zu schlucken..?! Besser nicht. Kein verantwortungsvoller Arzt würde das in seinem Fall tun (es sei denn, er braucht dringend Geld...).

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