Frage von DetIssoWoa, 43

Standardgewehrskandal bei Bundeswehr. kann mir jemand helfen?

bekanntlich ist das G36 sturmgewehr in kritik wegen der ungenauigkeit bei hoher feuerrate. Es hieß ja mal dass ein neues Sturmgewehr als standardgewehr gesucht wird. Aber war das nicht zu voreilig? angeblich war der Lauf an der Ungenauigkeit schuld. Also wäre man billiger gekommen wenn man den Lauf gewechselt hätte?

Antwort
von Hamburger02, 19

Ja, das war voreilig.

Im Gegensatz zu Laborversuchen äußern sich die Soldaten, die damit im Einsatz sind, sehr zufrieden über das G36 und haben selber die Probleme im Einsatz nicht festgestellt.

Einfach nur das Rohr zu tauschen dürfte nicht viel helfen, weil die Präzision vom Zusammenspiel aller Teile abhängt. Und dann wäre da noch die Frage: gibt es überhaupt ein Gewehr, das keine Probleme bei extremen Belastungen hat?

Antwort
von Perry0, 10

Alles aufgeputscht
Frag mal jemanden der damit geschossen hat. Die können das nicht bestätigen was da gesagt wurde.
Ich mein wer jagt da zwei Magazine durch und glaubt danach ist die Treffsicherheit noch genau so wie vorher.
Die Waffe ist auf Einzelfeuer ausgerichtet. Mit Dauerfeuer kann man da eh kaum was treffen.
Einzelschuss ist weit aus effektiver und Munitionssparend.
Die können ja schlecht 20 Magazinen mit nehmen und wie in Call of Duty mit Dauerfeuer Terroristen umholzen.

Antwort
von kheido, 12

Der " Skandal " besteht eigentlich aus einer Ansammlung und dem Zusammenspiel unterschiedlicher Problematiken, wobei ausgerechnet technische Mangelhaftigkeit der Waffe keines der Probleme ist.

- Die Bundeswehr hat mit dem G36 eine Waffe, die nicht für die derartigen Einsatzszenarien ( hohe Umgebungstemperaturen, weite Schußentfernungen, längere Feuergefechte..) konzipiert wurde.

- Viele G36 sind inzwischen am Ende ihrer normalen Lebensdauer angekommen.

- Die Patrone 5,56 Nato ist schon seit Vietnam für ihre z.T. mangelhafte Leitung bekannt.

Trotzdem haben die Soldaten ( und übrigens auch die Soldaten anderer Länder die ebenfalls das G36 benutzen...) kein wirkliches Problem mit der Waffe, sie werden bloß wie üblich gar nicht gefragt.

Das tatsächliche Problem an der Geschichte sind Politiker ohne Sachkunde die sich profilieren wollen und Journalisten ebenfalls ohne Sachkunde, die eben nur allzu gern wieder einmal einen " Skandal " konstruieren möchten.

Speziell die Medien fallen mit solchen selbstgemachten Skandalen immer wieder auf und sind fast immer der eigentliche Auslöser....: vor einiger Zeit wurde ähnliches im Zuge der Beschaffung von neuen Polizeipistolen durchgezogen die angeblich allesamt " nix treffen " würden, auch hier wurde von Seiten der Presse ein Skandalspektakel veranstaltet auf dessen Zug diverse Politiker mit Freuden aufgesprungen sind.


Ja........, die Bundeswehr braucht in absehbarer Zeit ein neues Standartgewehr.

Optimal wäre es, wenn diese Waffe den zu erwartenden Einsatzbedingungen besser angepasst wäre und wenn die Waffe für ein leistungsstärkeres Kaliber eigerichtet würde ( wird wegen der US-Einsatzdoktrine in der Nato nicht passieren...).

Es gab übrigens tatsächlich einige wenige Waffen, die im Gefecht so heißgeschossen wurden das sich die Systembettung im Kunststoffschaft gelöst hat ( thermoplastische Kunststoffe werden nun mal bei starker Wärmeeinwirkung wieder weich...), aber das war eben trotz der z.T. sehr hohen Belastung der Waffen kein grundsätzliches Problem.

Auch das Schußwaffen mit zunehmender Erwärmung des Laufes ungenauer werden ist schon seit den Zeiten der Vorderlader bekannt und kein spezielles G36 Problem.

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