Frage von AdiseiVadda, 187

Ständiges Linux (openSuSE) updaten sinnvoll?

Ich benutze openSuSE und erhalte täglich eine Meldung das Updates vorhanden sind. Mich beschäftigt hierbei die Frage ob es überhaupt sinnvoll ist es jedes mal direkt zu Updaten. Außerdem finde ich es doch recht umständlich deswegen wollte ich mal wissen ob es hier jemanden gibt der sich mit openSuSE auskennt und mir sagen kann was ich davon habe wenn ich es ständig Update.

Ich bin ja eher für never change a running system

Antwort
von threadi, 81

Von der von dir verwendeten Distribution vorgeschlagenen Updates solltest Du in jedem Fall installieren. Diese Updates beinhalten i.d.R. sicherheitsrelevante Patches, du die dein System sicherer gegen Angriffe wird.

Beispiele, die dies notwendig machen, findet man in letzter Zeit leider gehäuft. Z.B. machten es die vielen Lücken in der openSSL-Bibliothek notwendig, dass alle Linux-basierten Server mit den notwendigen Patches versorgt werden. Ohne diese Patches wäre der Server wie auch die Daten der Nutzer darauf angeifbar gewesen. Und ein angegriffener Server macht erheblich mehr Arbeit als richtig gewarteter und mit Updates versorgtes System.

Leider schreibst Du nicht wofür Du dein Linux-System verwendest. Wenn es "nur" ein Desktop-System auf deinem Heimcomputer ist, stehst Du sicherlich nicht unter einem solchen sicherheitsrelevanten Zugzwang Updates zu installieren. Aber solche Updates können auch Korrekturen und Optimierungen an der Oberfläche beinhalten, und sei es nur die Korrektur von Pixeldarstellungen auf deinem Desktop oder aktualisierte Grafikkartentreiber. In solchen Fällen würde ich dazu raten vlt. 1 Mal im Monat Updates zu installieren, mache ich bei meinem lokalen Linux ebenso.
Solltest Du dagegen einen Server betreiben, würde ich dir dringend dazu raten alle Updates zeitnah die verfügbar sind zu installieren. Je länger man solche Updates bei öffentlich erreichbaren Servern hinauszögern, umso eher angreifbar wird das System.

Expertenantwort
von guenterhalt, Community-Experte für Computer & Linux, 82

die meisten  Updates betreffen Anwenderprogramme, was dann mit Linux sehr wenig zu tun hat, außer, dass sie unter Linux laufen.
In der Vorschau wird auch immer angezeigt, ob es sich um ein Sicherheits-Update oder um irgendwelche Kleinigkeiten handelt.
Da kann man selbst entscheiden, ob man's macht oder nicht.
Es besteht, wie bei allen Änderungen die Gefahr, dass man etwas "verschlimmbessert". 
Ich benutze SuSE bzw. openSuSE jetzt seit 1995. Und nein, ich habe nicht jede Release benutzt. Von 7.3 bis 10.3 haben ich alle anderen ausgelassen, Updates aber trotzdem installiert. Dabei konnte ich auch keine Nachteile erkennen.
Etwas anders ist aber, ständig die neuesten Versionen einer Distribution haben zu müssen. Da stimme ich dir zu "never change a running system"

Wer schon mal kleine oder große Softwareprojekte bearbeitet hat, der weiß wie viele Fehler auch nach Jahren noch gefunden und behoben werden (müssen). Da die Software so verzahnt ist, erscheint ein Update nur eines Teils der Programme und der Bibliotheken ein größeres Risiko für die Funktionsfähigkeit zu sein.
Wenn man also nur empfohlen Sicherheitsupdates installiert, dann kann sich das mit anderen (alten) Programmen "beißen".

Überblicken kann die vielen Änderungen als "nur Anwender" ohnehin nicht. Warum dann nur einige auswählen?

Wer zu ängstlich ist, der sollte immer 2 Systeme zur Auswahl haben. So ca. 20GByte kann man heute schon abzweigen und auf dieser Partition eine alte Version (alte Release oder eine gleiche, aber ohne die letzten Updates) halten.
Sollte dann wirklich mal etwas passieren ...

Antwort
von LeonardM, 64

Ja es ist sinnvoll da sicherheitsrisiken durch updates behoben werden und kritische stellen verbessert werden und neue funktionen hinzu kommen

Antwort
von Linuxer91, 139

Servus "AdiseiVadda", also ich glaube, dass das ständige Updaten nicht sinnvoll ist, außerdem kostet es sehr viel Zeit. Sei denn es ist ein neues Kernelupdate vorhanden. Je nach dem ob dein altes SuSe vernünftig läuft und du damit zufrieden bist.

Kommentar von threadi ,

Das ist die so ziemlich fahrlässigste Aussage in den Antworten auf diese Frage.

Kommentar von Linuxhase ,

@Linuxer91

also ich glaube, dass das ständige Updaten nicht sinnvoll ist,

Weil?

außerdem kostet es sehr viel Zeit.

Das hängt doch vor allem davon ab wieviel man installiert hat und über welche Anbindung man auf die Repositories zugreifen kann.

Sei denn es ist ein neues Kernelupdate vorhanden.

In meinen vielen Jahren mit openSUSE hatte ich noch niemals ein Kernelupdate erhalten, denn dieser wird lediglich gepatcht. Einen neuen Kernel kann man sich alle 9 Monate installieren wenn die neue Release raus kommt.  und da sind die Patches schon mit drin.

Je nach dem ob dein altes SuSe vernünftig läuft und du damit zufrieden bist

Wie die meisten hier geschrieben haben sind die vorgeschlagenen Updates vom Apper immer Sicherheitsupdates, da wird kein "normales" Programm zwingend geupdatet.

Linuxhase

Kommentar von barnim ,

OT: Seit wann ist ein Kernel Patch kein Update im Sinne eines Paketmanagers?

Antwort
von openWinows, 108

Ich rate dir davon ab opensuse überhaupt zu benutzten. Systeme wie Ubuntu und Windows sind viel besser. UPDATES sind überbewertet und nicht immer besser.

Kommentar von guenterhalt ,

glaubst du wirklich, dass die Ubuntu-Leute die Programme selbst schreiben? Wie der Kernel kommen auch andere Programme aus einem Pool von Quellen. Ob die bei Ubuntu besser mit den Werkzeugen wie make,  gcc oder ... umgehen können als die von SuSE? Du behauptest das so einfach. So etwas nennt man seit einigen Tagen Trupismus.

Was ist denn nun an Ubuntu so viel besser? Das fehlen des Superusers (root) ? 

Kommentar von Wintergriller ,

Hallo gutenterhalt !

Du hasst ja vollkommen  Recht,ich hätte aber an Deiner Stelle noch gefragt was an Windoof besser sein soll ???

Kommentar von flaglich ,

Hallo Günter,

nimm hier nicht jeden Beitrag ernst, eine guter Teil sind Schüler von mir die hier mal ohne Sichtkontakt vermitteln wollen, dass sie es Leid sind immer die updates machen zu müssen. Und dann ist natürlich alles besser als das was der Lehrer sagt - sogar Ubuntu.

Kommentar von guenterhalt ,

einem Schüler kann man solche Aussagen schon noch verzeihen, sie plappern einfach alles nach.

Das Bild von @openWinows zeigt aber, dass er kein Kind mehr ist.
Es zeigt aber etwas Ähnlichkeit mit ... (dummerweise ist mir in dem von mir kreierten Wort auch auch noch das m abhanden gekommen).

So macht man heute Politik: "...Ich rate dir davon .." , "Systeme wie Ubuntu und Windows sind viel besser" , "UPDATES sind überbewertet " ...

Nichts muss man beweisen, begründen. Die Sonne dreht sich um die Erde, man sieht es jeden Tag.

Antwort
von amunensis, 95

Du solltest definitiv dein Betriebssystem immer auf den Aktuellsten stand halten! Schon alleine wegen den Sicherheitsaspekten.

Kleiner Tipp, warte am besten immer einer Woche. Es kann nämlich vorkommen, das Updates Fehlerhaft sind.

Antwort
von FloTheBrain, 30

Updates sind immer wichtig, auch in der Linuxwelt.

Antwort
von hatesuse, 110

Linux ist so ein SCHROTT. Windows ist viel verbreiteter. Außerdem gibt es in Windows weniger Updates. Es gibt bei Windows sogenannte Patchdays dort werden Sicherheitslücken behoben. Dieses OS ist viel angenehmer zu bedienen. Es ist einfacher zu bedienen und das Kernelproblem fällt weg.

Kommentar von guenterhalt ,

Dieses OS ist viel angenehmer zu bedienen. Es ist einfacher zu bedienen und das Kernelproblem fällt weg.

Was bedient man denn am Operating-System? Und was ist das Kernelproblem?
Die meisten Updates betreffen doch ohnehin nur Anwenderprogramme. Wenn du es als einfacher und angenehmer empfindest, nach jedem Systemstart  5 Minuten auf das Ende der Treiber-Update-Programme zu warten oder für jedes Anwenderprogramme nach Updates im Internet ( nicht bei Microsoft) selbst zu suchen, dann  werde damit glücklich.
Ich bekomme die Auswertung von openSuSE zugeschickt und muss nur noch  "yes" auswählen.

Zugegeben, man muss die Maus an die betreffende Stelle bewegen, das nervt.

Kommentar von hatesuse ,

Mit Kernelproblem ist gemeint wenn man per "zypper up" die updates installiert und man vergisst in der custom 40 datei den kernel umzustellen. Macht man sich mehr arbeit als nötig.

Dieses PROBLEM gibt es nicht bei Windows.

Kommentar von flaglich ,

Hallo Hatesuse,

wenn du so das verallgemeinerst versteht dich keiner. Das Problem besteht nur an unserer Schule und dort auch nur in meinem Raum (und evt 153). Wenn Du bei mir Unterricht hast, melde dich morgen noch mal bei mir, ich erklär es dir dann. (Wenn du keinen Unterricht bei mir hast darfst du trotzdem kommen).

Kommentar von hatesuse ,

Hallo guenterhalt, das es umständlich ist Updates(Treiber, Anwendungsprogramme)manuell zu suchen, stimme ich ihnen zu. Jedoch wenn man die richtigen Prgramme benutzt kann man diese Suche nach bspw. Treiber automatisieren.

Kommentar von hatesuse ,

Die beste Lösung um das lästige Updaten zu vereinfachen, wäre es sinnvoll ein skript oder Programm zu schreiben. Dieses sollte den Kernel auf allen Partitionen(falls vorhanden)aktualisieren, und auf einen Befehl hin dieses Programm oder Skript auszuführen.

Kommentar von LikeASuSe ,

Kann dir in dieser Sache nur zustimmen. Linux ist etwas, was sich schon seit ewigkeiten unter Windows stellen muss, und das mit gutem Grund.

Linux hat sogar mehr Updates als Windows, was für mich schonmal ein Argument wäre, es nicht auf meinen Rechner zu laden.

Den meisten Spaß mit Linux hat man, wenn man das ganze DING einfach in die TONNE kickt.

Antwort
von leiermann, 78

Hallo AdiseiVadda,

ich nutze openSUSE schon seit vielen Jahren. Jetzt habe ich die Version 13.2.

Ich update laufend; am Einfachsten geht es mit Apper.

Gruß von sm1kb

Antwort
von TraugottM, 136

Updates erhöhen die Sicherheit, da akte Sicherheitslüxken geschlossen werden. "Never change a running system" ist deshalb so ziemlich das dümmste was man machen kann.

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