Frage von NoRealist, 157

Ständig vernachlässigt/traurig-Eltern überzeugen um ein Haustier anzuschaffen?

Hi,

ich (18,w) bin oft traurig (depri) und fühle mich zuviel vernachlässigt. Mein Freund (22) sagte das ich eine Katze oder ein Hund gebrauchen könnte.Das Hauptproblem sind immer die Eltern, mit ihren Ausreden.😑

Ich habe bereits 2 Meerschweinchen, aber bin nicht zufrieden mit Nagetieren. Meine Mutter hatte die Meeris gekauft, aber ich war nicht sehr überzeugt gewesen.

Kann man zu zweit (Ich und mein Freund) die Eltern mit guten Argumenten überzeugen? Es ist mir sehr wichtig!

Antwort
von brandon, 60

Eine Depression ist eine Ernst zu nehmende Krankheit die man nicht mit einem “reiß Dich zusammen“ abtun kann.

Da Du schon volljährig bist,sind Deine Eltern nicht mehr dafür verantwortlich das es Dir gut geht. Deshalb mußt Du selbst etwas für Dich tun.

Ein Haustier kann bei einer Depression eine Stütze sein aber kein Heilmittel.

Deshalb rate ich Dir dringend dazu einen Psychotherapeuten aufzusuchen bei dem Du eine Therapie machen kannst.

Ohne Therapie wirst Du es schwer haben und da kann Dir ein Tier allein auch nicht helfen.

Wenn Du noch keinen Hund hattest solltest Du Dir auch erst mal Gedanken darüber machen ob Du die Bedürfnisse die ein Hund hat auch stillen kannst.

Wenn ein Hund Dir etwas geben soll dann mußt Du auch etwas zurückgeben damit er ein gutes Leben bei Dir hat. Deshalb muß man sich vor der Anschaffung eines Tieres genau darüber informieren was zur Hundehaltung alles dazu gehört. Am besten ist es wenn man ein dickes Buch über Hundehaltung liest.

Natürlich nützt Dir das alles gar nichts wenn Deine Eltern Dir keine Erlaubnis für einen Hund geben. Das musst Du dann einfach akzeptieren.

Begib Dich erst einmal in Behandlung bei einem Therapeut und behalte den Wunsch nach einem Haustier im Hinterkopf.

LG

Kommentar von NoRealist ,

Ich schaffe das ganz alleine und vertraue keine Menschen mehr

Kommentar von Kuro48 ,

So geht das aber nicht. Wenn du alles allein schaffst, beinhaltet das auch die Kosten oder etwa nicht? Du kannst nicht deinen Eltern einen finanzielle Last aufdrängen und dich dann in dein Kämmerlein zurückziehen mit dem Tier.

Wenn du schon einen Hund hattest, weißt du das du andere brauchst oder willst du auch nach deiner Wartephase nicht zur Schule? Der Hund kann nicht warten bis du da Schluss hast, der muss vorher schon wieder eine Person bei sich haben. Davon ab wirst du es erst recht schwer haben eine Arbeit zu finden, wenn du alles im Alleingang machen willst. Du brauchst unterstützung ob nun für den hund Familie und Freunde oder für deine Zukunft jemand der dir auf dem Weg raus aus den Depressionen hilft. Du allein schaffst das kaum und wenn du alles verschweigst, kann dir auch niemand helfen, in deinen Kopf schauen kann niemand.

Davon ab redest du von so vielen bereits besessenen Tieren von denen vielen 10, 20 und mehr Jahre alt werden. Wo sind diese denn allesamt hin?

Kommentar von brandon ,
Ich schaffe das ganz alleine und vertraue keine Menschen mehr

Ich möchte Dich nicht bevormunden und selbstverständlich entscheidest Du über das was Du tun willst.

Dennoch meine ich das Dich das Misstrauen gegen andere Menschen nicht weiterbringt.

Da ich Dich nicht kenne, kann ich nur vermuten das Dir in Deinem bisherigen Leben oft Menschen begegnet sind die Dich enttäuscht haben.

 Möglicherweise könnte das daran liegen das Du zu hohe Erwartungen hattest.

Letztendlich solltest Du Deine Mitmenschen nicht alle über einen Kamm scheren. 

Noch eine Vermutung von mir ist das Du bei jedem Mensch den Du kennenlernst ganz automatisch nach dem schlechten in ihnen suchst. Vielleicht ersparst Du Dir dadurch Enttäuschungen aber Du verbaust Dir auch die Chance das Dir Menschen etwas geben. 

Wenn man einem Mensch vertraut besteht immer das Risiko enttäuscht zu werden aber nicht alle Menschen sind schlecht, manchmal übersieht man in dem vermeintlich Schlechten auch das Gute das dahinter steckt.

Du bist noch so jung und wirst noch sehr viel erleben, auch positives Du mußt es nur erkennen und dabei kann Dir ein Therapeut helfen.

Ist das nicht den Versuch wert?

LG

Antwort
von Catman2000, 54

Du kannst doch ausziehen . In deinem Haus kannst du denn so viel halten wie du willst

Antwort
von Revic, 86

Dein Freund sagt, du könntest ein Tier als Tröster gebrauchen?! Oha, muss ja ne tolle Beziehung sein. Aber zum Thema: Warum sind deine Eltern denn gegen eine Katze bzw. einen Hund? Welche Argumente legen sie dir vor? Ist es vllt. eine Option zu deinem Freund in die Wohnung zu ziehen und dort Tiere zu halten?

Kommentar von NoRealist ,

Er macht sein Studium und er ist kein Psychologe.Ich kann meine Eltern nicht verstehen, weil wir ein Haus und ein großen Garten habe.(ziemlich ausreichend) Es gibt hinter unserem Haus einen Wald wo man mit Hunde spazieren kann.

Über eine Katze würde noch nicht gesprochen, aber wie ich mein Stiefvater kenne lehnt er meistens ab. 😑 Meine Mutter wünschst sich einen Hund "Eurasier". Ich würde eher ein Hund aus dem Tierheim nehme.Sie versteht mich sws nicht.

Ich traue mich sws nicht alleine zufragen :/ daher bin ich verzweifelt.Ich ziehe erst in 3Jahre weg mit meinem Freund.Er wohnt auch bei seinen Eltern.

Kommentar von Kuro48 ,

Die Gegebenheiten zu haben ist doch nicht alles.
an wem bleibt denn die Arbeit hängen?

- Kannst du Hundesteuer, Futter, Zubehör etc. jeden Monat finanzieren?

- Zahlst du den Tierarzt der auch in die hunderte Euro gehen kann?

- Gehst du jeden Tag ohne Hilfe mehrfach lange mit dem Hund raus?

- Schaffst du es neben Schule/Ausbildung oder was auch immer du machst das Tier nicht länger als 4-6 Stunden allein zu lassen?

- Schaffst du ein vernünftiges Hundetraining?

- Bist du bereit um den Hund nicht zu lang allein zu lassen oder dessen Ausläufe etc. zu vernachlässigen auch mal Treffen mit deinem Freund oder Freunden sausen zu lassen?

- Bist du bereit Tier würdige Bedingungen für die nächsten 10+ Jahre aufrecht zu erhalten und wie willst du das schaffen?

- Bist du bereit deine Urlaube nach deinem Tier auszurichten sprich ein Ziel mit Möglichkeit der Tiermitnahme oder eine Person die sich 100% um das Tier kümmern kann?

etc.

Deine Mutter könntest du doch schon ins Boot holen, indem du ihren Wunsch nach der besagten Rasse akzeptierst. Was würde denn dagegen sprechen? Dein "Sie versteht mich eh nicht" und "Ich will einen Tierheimhund" klingt noch sehr nach fehlender Reife. Wenn sie dich nicht versteht erkläre es und lass dir auch ihre Beweggründe erklären. Wenn du keine Kompromisse eingehen willst und eh deine Eltern schon so abtust mit "Die verstehen mich eh nicht" und "Er sagt eh nein", wo soll denn da eine Basis sein? Wenn du so ins Gespräch gehst, kann das nichts werden. Du möchtest Entscheidungen treffen und in einigen Jahren zu deinem Freund ziehen. Wenn du nun also Verantwortliche eines Lebewesen werden möchtest, dann musst du deine verantwortung auch zeigen und das beginnt eben darin wie eine Erwachsene ein sachliches Gespräch führen zu können.

Ansonsten würde warten sicher auch nicht schaden:

1. Kannst du dann den Hund aussuchen, sonst gibt es in 3 Jahren eh nur ärger weil deine Mutter sicher auch am Tier hängen wird

2. Weißt du dann, ob zumindest bis da die Liebe gehalten hat.

3. Du oder zumindest dein Freund wird an einem Punkt sein, wo er/ihr eure freien Zeiten kennt. So ist es abzuschätzen ob ein Hund überhaupt vernünftig gemeinsam gehalten werden kann oder ob ihr dafür viel zu beschäftigt seid.

4. Ihr könnt erst einmal sehen wo ihr wohnen könnt. Was nützt es zusammen leben zu wollwn und dann keine Wohnung mit erlaubter Hundehaltung zu finden

usw. eure beiden Leben sind gerade noch mitten im Umbruch und niemand kann sagen was in den nächsten 3, 5 oder 8 Jahren sein wird. Ein jetzt erworbener Hund muss jedoch mit diesen vollendeten Tatsachen dann klar kommen.

Kommentar von NoRealist ,

Meine Mutter hat Erfahrungen mit Hunde und ich gehe oft mit meinem Freund ins Tierheim mit Hunde spazieren.

Denkst du wirklich das ich so dumm bin ? Ich hatte schon ein Pferd, Wasserschildkröte, Fische, Katzen, Kaninchen, Degus, Hunde und Meerschweinchen.

Mein Leben ist sws speziell.Ich gehe zurzeit nicht in die Schule (zuschwer) wegen meiner Problemen z.b. Sprachstörungen, Konzentrationstörungen,..

Ich hatte mich entschieden den Handicap Status zubekommen.Dauert fast ein Jahr für mich.Eine Arbeit bekomme ich nicht, sonst wird alles blockiert.Dann könnte ich mich sofort umbringen.

Kommentar von miezepussi ,

was heißt "sws"? ("sw" steht für schwangerschaft, das passt hier aber irgendwie nicht.)

Kommentar von Kuro48 ,

Sie meint meiner Interpretation nach "Sowieso". Eine Abkürzung des Wortes sah ich aber auch vorher noch nicht, da stolperte ich auch beim ersten Lesen.

Kommentar von miezepussi ,

Danke Kuro48

Antwort
von MiraAnui, 52

Du hast keim Geld, keine Arbeit. Wovon willst du das tier finanzieren?

Hund und katze sind teuer im Unterhalt. 

Dazu sind es keine Heilmittel für depri.

Bekomm erst mal dein leben in den griff... ein Hund braucht einen 100%ig verlässlichen Halter

Antwort
von Jerne79, 77

Wenn es bei deinen Eltern so schlimm ist, warum arbeitest du dann nicht lieber auf einen Auszug hin? Das wird dir sicher besser tun als ein Haustier.

Fang an zu sparen, informier dich über artgerechte Haltung und behalt im Hinterkopf, daß du in ein paar Jahren eine Lehre machst, studierst und irgendwann arbeitest. Dann wirst du kaum noch die Zeit haben, dich vernünftig um einen Hund zu kümmern, aber eine (oder bei reiner Wohnungshaltung zwei) Katze(n) kannst du dir dann überlegen.

Und bis dahin solltest du soviel Verantwortung zeigen und dich um deine Meerschweinchen kümmern. Wenn du nichts mit ihnen anfangen kannst, such ihnen ein neues Zuhause, in dem sich jemand gern um sie kümmer

Kommentar von NoRealist ,

Ich wohne nicht in Deutschland und habe kein Geld und bekomme keine Arbeit! 

Kommentar von Jerne79 ,

Was hat der Wohnort damit zu tun?

Dann kümmer dich erstmal darum, deine Chancen auf Arbeit zu erhöhen!

Wovon willst du ein Tier bezahlen? Sein Futter? Seine Tierarztrechnungen?

Antwort
von beangato, 85
Kommentar von inicio ,

ein hund ersetzt aber keine theraphie !

Kommentar von beangato ,

Das habe ich doch gar nicht gesagt.

Der Hund kann aber die Therapie unterstützen.

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 23

deine depressionen musst du professionell behandeln lassen. so was geht nicht vorabei wie ein schnupfen!

du bist 18 jahre alt und hast 2 haende und einen kopf. suche dir eine ausbildung und eine taetigkeit, dann kannst ud langfrisitg zu hause ausziehen(vielleicht musst du auc hden wohnort wechseln) und dich selbst ernaehren, dann brauchst du von den eltern keine erlaubnis zur tierhaltung. 

tiere brauchen selbstbeusste besitzer, die ihnen auch futter,tierarzt etc bieten koennen.

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