Frage von Say9009, 69

Ständig Stress/Panik, was tun?

Hey,

Was soll ich bloß machen? Ich stehe in der Schule unter Druck/Stress, was verständlich ist. Doch wenn ich heim komme, geht der Stress weiter. Ich wohne in einem ziemlich hellhörigem Haus, wohne unten und Großeltern oben. So...

Als kleines Kind musste ich einen "U(A)nfall" der im Haus passiert ist, mit ansehen. Er hat mit meiner Mutter zutun, ich war mit ihr alleine und hatte alles mitangesehen. Mit dem "Unfall" waren bestimmte Geräusche wie: Poltern, rumsen, knallen und Schreie miteinbezogen. Die sind mir noch immer gut im Kopf geblieben. Jahre danach hatte ich angst als meine mum meinen Namen rief, ich bin sofort zu ihr geeilt, panisch, aber bereit zu helfen.

vor 3 Monaten ist es wieder passiert. Hatte schon eine böse Vorahnung. Das hat mich völlig aus der Bahn geworfen, da ich eig. Mehr oder weniger damit abgeschlossen hatte. Anstatt besorgt die Tür aufzuschließen, damit sie rein kann und ich meine mum beruhigen/betreuen kann, hab ich sie abgewimmelt. Mehrmals panisch gesagt sie solle ins Schlafzimmer gehen und warten. Ich würde kommen-was aber eine Lüge war. Stattdessen zitterte ich wie Espenlaub, mein Herz raste und pochte lauthals, ich verkroch mich in eine Ecke des Badezimmers und holte Hilfe bei einem Familienmitglied das dann ins Haus kam usw.. (allein hätte ich das nicht geschafft, niemals)

Seitdem hab ich keine Ruhe mehr. Ich besuch meine mum schon seit einer Weile nicht mehr, da ich das noch nicht kann. Und trotzdem verfolgen mich die Probleme auch bei meinen Großeltern. Jedes Knacken, schnelles laufen, klopfen an der Tür, knarren, poltern... [...] Lässt mich hellhörig werden und ich stehe unter Stress, überlege schon wo ich mich verstecken kann ("Stufe 1") Wenn ich besonders langes (alltägliches) Poltern höre oder merke dass einer meiner Großel. Oft hin und her läuft, bekomme ich es mit der Angst zutun, erhöhter Herzschlag ("Stf.2") Das schlimmste ist, wenn ich sehe wie die Person (Familie) einfach nur da steht, oder hin und her läuft usw. Ein "normaler Mensch" würde sich nichts dabei denken. Doch ich gerate in Panik, bekomme Angst, zittere und bilde mir automatisch ein dass die Person irgendwas "hat"

Erst demletzt sah ich meinen Opa mit einem Sprudelkorb die Tr hochlaufen, gebückt. Ich drehte mich abrupt um und schloss mich im Badez. Ein. Ich zitterte heftig, hatte gar Todesangst, hielt mir die Ohren zu und bekam es irgendwie auf die Reihe, sämtliche Familienmitglieder um Hilfe zu beten. Ich dachte er wäre iwie verletzt, hatte einen Anfall oder so... Am Schluss haben sie das Zimmer von außen aufgeschlossen und mich rausgeholt.

Ich pack das nicht mehr... hebe mir fast tagtäglich die Ohren vor angst bei jedem kleinen poltern, rumsen oder sonst was zu. Mir wurde sogar von einer Doku übers KH schlecht/übel, als eine Frau die einen Schlaganfall erlitten hatte, nicht mehr richtig sprechen konnte. Das hat mich nervlich fertig gemacht.

Was kann/soll ich bloß machen? Ich bin verzweifelt und ratlos...

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Antwort
von HaHu86, 14

Hallo Say9009,

das hört sich für mich auch nach einer verschleppten Belastungsstörung an. Hier solltest du aufpassen, dass dies nicht schlimmer wird.

Einmal tief durchatmen und dann das Gespräch zu deinen Eltern aufsuchen und mit Ihnen gemeinsam überlegen, was für dich am effektivsten ist. Ich würde allerdings den Gang zum Psychologen nicht direkt ansteuern. Ich würde auch tendenziell erst mit deinem Hausarzt darüber sprechen oder einen Coach aufsuchen. Ich habe schlechte Erfahrungen damit gemacht, direkt mit psychischen Beschwerden oder Anzeichen zum Arzt oder Psychologen zu rennen. Vorsicht deswegen, da du kranker geschrieben wirst bei der Krankenkasse als du vielleicht bist. Ich würde mich mal bei einem Coach, der sich auf Stress und Konflikte spezialisiert und zertifiziert hat, zu einem unverbindlichen Termin melden und mir dort zusätzlich zum Arzt Rat holen. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Mein Coach Arbeit auch mit Psychologen zusammen, aber kann schneller aktiv werden und auch präventiv behandeln und mit dir das Problem, in deinem Fall die PTBS beheben. Ich habe mir den Link von Hustelinchen 94 einmal angesehen. Dies ist eine gute Adresse. Hier sind die Coaches beispielsweise auch für neurologische Stressbewältigung, PTBS und emotionale Gesundheit zertifiziert. Da kannst du bestimmt kostenlos einfach mal hinschreiben und nach Rat fragen.

Und ich bin ganz bei "ichweisnetwas" hiermit solltest du nicht leichtfertig umgehen sondern handeln. Schön, dass du dich hier im Portal öffnen konntest. Du wirst mit Sicherheit Hilfe finden.

Grüße

Kommentar von Say9009 ,

Danke für die Antwort.

Ich  hab in ca. 1 Woche einen Termin bei einer Beratungsstelle 

Antwort
von pandajunge, 29

Das klingt für mich nach einer postraumatischen Belastungsstörung.
Der einzig richtige Weg und Rat ist der Gang zum Arzt welcher dich dann zu einem Facharzt (in deinem Fall dann Psychologe / Psychiater) überweisen kann.
Therapie kann bei solchen Verhaltensstörungen welche durch traumatische Erlebnisse in der Vergangenheit entstehen, sehr gut helfen!

Gute Besserung

Antwort
von Hustelinchen94, 13

Hey,

Ich kann dich gut verstehen .. Das Gefühl dauernd unter Stress zu stehen und noch nicht mals zu Hause abschalten zu können, ist schrecklich.

Ich habe diese Erfahrung auch mal gemacht ... Ich wusste auch nicht was ich machen soll oder wer mir helfen kann, denn ständig vor den Problemen weg zu rennen und sich immer zu verkriechen, kann ja auch nicht der Sinn für die Zukunft sein.

Mir haben Bekannte dann von einem Coaching zur Stressbewältigung erzählt, zu der ich wirklich nur raten kann. Das Coaching war meiner Meinung nach erfolgreicher als jeder andere Arztbesuch und ich kann heute sagen, dass ich einen gesunden Umgang zu Stress und kritischen Situationen gelernt habe.

Vielleicht ist das ja auch was für dich :) Hier hast du den Kontakt , es hat mir sehr geholfen ....

http://huber-consulting.de/akademie/trainingworkshop/stress-konfliktblockaden-er...

Ich hoffe ich konnte dir helfen :)

Antwort
von ichweisnetwas, 30

Naja du reagierst wirklich extrem hysterisch bei vielen kleinigkeiten.

Weis jetz nciht dein alter also entweder bist du einfach noch sehr jung und hast eben momentan sone phase das du angst hast jemand zu verlieren. Oder aber eben wirklich panikattacken.

Mit diesen panikattacken ist NICHT zu spaßen.

Ich hatte das auch mal bin in einem gewalttätigen haushalt aufgewachsen meine ganze kindheit bestand aus hass, verzweiflung und frust. Danach verließ mich meine freundin die schwanger war und genau da fing bei mir das mit den panikattacken an.

Ich war absolut hilflos und es war NICHTS mit mir anzufangen da ich durchgehend nurnoch angst hatte vor was auch immer.

Erst später verstand ich dann das meine psyche schlichtweg überlastet war und da eben verlustängste die oberhand gewonnen hatten.

Bei panikattacken hilft denke ich wirklich nur eine professionelle hilfe und das wäre auch ncihts wofür du dich schämen musst sowas haben scheinbar viele menschen mal in ihrem leben.

Ich wünsch dir das beste und als kleiner rat in zukunft wenn sowas hochkommt. Atme tief durch und versuch dich einfach zu beruhigen. Anfangs flüsterte ich teilweise wie ein verrückter "Alles gut beruhige dich wieder" oder solche dinge und es half unter umständen sogar.

Kommentar von Say9009 ,

Oh, das hört  sich  auch nicht  besonders toll an... Kann ich nachvollziehen

Kommt drauf an was du als "ziemlich jung" siehst. Gewiss bin ich jung, im Gegensatz zu ü30 Jährigen. Aber als Kind würde ich mich mit 17 nicht mehr bezeichnen. 

Ich habe keine Angst, jmd. Zu verlieren. Auch keine Angst, dass die Person sterben könnte. Ich weiß nicht  woher/von was meine Angst kommt, ich hab einfach nur angst allein mit dieser Person  zu sein. Bzw. Speziell vor dieser Person. In diesem Moment  will ich ihr nicht mal helfen, sondern nur weg

Antwort
von sunnygirl626, 18

vielleicht könntest du mit deiner mutter das Gespräch suchen... sie kann dir vll mehr dazu sagen und es ist gar nicht so schlimm wie du denkst.

du könntest ausziehen oder in eine Wohngruppe gehen, sodass du das nicht mehr mitbekommst und so geht vll auch die anst mit der zeit weg, denn da wird sowas bestimmt nicht passieren.

eine andere möglcihkeit wäre es zum Psychologen zu gehen und mit ihm über deine sorgen und Ängste reden und es nach und nach zu verarbeiten.

wenn du noch zur schule gehst könntest du auch mit deinem Lehrer des vertrauens gehen und íhn nach rat fragen die können die noch viele Türen mehr öffnen als du dir selbst, wenn du das nicht möchtest kannst du beim Jugendamt fragen wo du hin gehen sollst um dir Beratung zu suchen.

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