Frage von Foscooo, 171

Ständig Hausarrest, was kann man dagegen tuhen?

Hallihallo erstmal, Also folgendes Problem. Ich (18) habe seit 2 1/2 Monaten eine Freundin (15). In den 2 1/2 Monaten hat sie 3 Mal jeweils 2 Wochen Hausarrest bekommen.

Einmal Dafür, dass sie 7 Minuten zu spät nach Hause kam. Einmal Dafür, dass sie geraucht hat (was sie seit 2 Jahren regelmäßig macht… Naya, jeder wie er denkt…) Einmal Dafür, dass sie "zulange" (1Stunde 20Minuten) mit ihrem Hund raus gegangen ist. Und jetzt hat sie 4 Wochen bekommen, dafür, dass sie mir die Nummer ihrer Mutter gegeben hat, damit ich ihr im Notfall mal schreiben kann.

Sie muss auch am Wochenende um 8 daheim sein& darf nicht bei anderen Leuten schlafen. Unter der Woche darf sie maximal 1 mal weg… 

Sie muss außerdem daheim jede Menge machen, da ihr (Stief-)Vater lieber zockt. Sie muss kochen, abwaschen, mit den Hunden der Familie raus, Müll rausbringen, aufräumen&&&.

Außerdem muss sie sich noch ein Zimmer mit ihrem 14 Jährigen stiefbruder teilen.

Sie selber sagt nie wirklich was& hält sich immer an alles, was ihre Eltern ihr sagen…

Mich akzeptieren Sie nicht als ihren Freund, da ich ja (Ironie) eh nur mit ihr schlafen will. &da ich meine Meinung sage.

Jetzt zu meiner Frage: was kann man da tuhen. Bzw machen. Reden bringt nichts… Wirklich nichts. Das geht doch alles viel zu weit. Bitte nur Ernstgemeinte antworten... Danke schonmal.

Antwort
von hertajess, 93

Ich nehme es mal auseinander Was Du da angeführt hast.

Einmal Dafür, dass sie 7 Minuten zu spät nach Hause kam.

So wird Pünktlichkeit anerzogen. 

 Einmal Dafür, dass sie geraucht hat (was sie seit 2 Jahren regelmäßig macht… Naya, jeder wie er denkt…) 

Das entspricht der FürsorgePFLICHT der Eltern. 

Einmal Dafür, dass sie "zulange" (1Stunde 20Minuten) mit ihrem Hund raus gegangen ist.

Finde ich zwar übertrieben aber ist durchaus im Rahmen der Erziehungs- und Fürsorgepflicht drin.  

Und jetzt hat sie 4 Wochen bekommen, dafür, dass sie mir die Nummer ihrer Mutter gegeben hat, damit ich ihr im Notfall mal schreiben kann.

Wenn sie vorher ihre Mutter nicht gefragt hat ob diese damit einverstanden ist kann ich es nachvollziehen. 

Sie muss auch am Wochenende um 8 daheim sein& darf nicht bei anderen Leuten schlafen. Unter der Woche darf sie maximal 1 mal weg… 

Diese Regelung ist im Rahmen der Erziehungspflicht der Eltern durchaus möglich. 

Sie muss außerdem daheim jede Menge machen, da ihr (Stief-)Vater lieber zockt. Sie muss kochen, abwaschen, mit den Hunden der Familie raus, Müll rausbringen, aufräumen&&&.

So werden junge Menschen auf das Leben als Erwachsene vorbereitet. Heute sind 90% der jungen Erwachsenen unfähig sich selbst zu versorgen wenn kein Fertigessen mehr gekauft werden kann. Viele junge Menschen - und durchaus auch ältere - werfen ihre wenig getragenen Kleidungsstücke weg weil sie unfähig sind sie zu waschen. Fachmenschen sind deswegen massivst besorgt. Denn immer wird es uns nicht so gut gehen wie jetzt. 

Außerdem muss sie sich noch ein Zimmer mit ihrem 14 Jährigen stiefbruder teilen.

Nun ja. Wenn nicht mehr Platz da ist dann ist nicht mehr Platz da. Nirgendwo steht geschrieben dass junge Menschen ein Anrecht auf ein eigenes Zimmer haben. 

Du hast offensichtlich eine sehr andere Erziehung genossen. Das gibt Dir aber tatsächlich nicht das Recht Dich in die Erziehung von Eltern einzumischen. Bitte lese doch erst mal das Grundgesetz und dann überlege noch mal gründlich Was Du da tust. 

Du magst kein Verständnis für meine Antwort haben. Ich schreibe aber aus Lebenserfahrung heraus. Meine beiden Brüder haben sich als wir jung waren davor drücken können den Haushalt zu besorgen. Deshalb sind sie bis heute schwächer als ich. Und entsprechend neidisch. 

Kommentar von Foscooo ,

Sie kam zu spät, weil ich vorher noch meinen Vater wohin fahren musst& sie dadurch nicht pünktlich heimgesucht habe. Hat ihre Eltern aber nicht interessiert.

Das mit dem Rauchen ist ok. Da sag ich auch nichts. Außer das ihre Eltern wissen, dass sie seit 2 Jahren raucht.

Achso. Du kannst das mit der Handynummer verstehen. Die Eltern haben angeblich Angst um ihr Kind, aber wenn ihr Freund, bei dem sie ist, die Nummer hat, um im sie Notfall zu erreichen wird sie dafür bestraft. Na Genau.

Es ist möglich aber dumm. Da man in dem alter auch lernen muss, selber Entscheidungen zu treffen. Man muss eigene Entscheidungen/ Erfahrungen sowie fehler machen.!

Nein sie wird auf garnichts vorbereitet. Ihre Eltern haben einfach keinen Bock. Es ist so.! 

Ich musste sowas daheim nicht machen. Bzw musste schon, hab ich aber nicht. Und ich kann kochen, ich kann meine Wäsche machen. Ich kann alles was man braucht um wunderbar alleine klarkommen.! 

Du würdest sicher gerne mit 15 keine Privatsphäre haben wollen. Kann ich mir  nur zu gut vorstellen. (Achtung Ironie.)

Hab ich nicht. Ich hatte eine zeitlang dieselbe Erziehung. Nur ich hab meine Eltern umerzogen. Wenn man weiß wie, ist das eine ungewöhnliche aber machbare Sache.

Also du persönlich wärst als 15 Jährige mit so einer Erziehung zufrieden? Na dann Halleluja

Kommentar von Foscooo ,

Sie sitzt täglich stundenlange daheim und heult Dank ihren Eltern.

Sie kann nicht mehr. Weiß nicht mehr weiter. Ihr ist daheim alles zu viel. Versinkt in schlechter Laune gemischt mit Depressionen.

Also wenn das für dich Erziehung ist, bitte ich dich, hier nicht weiter zu antworten. Schönen Tag.

Kommentar von hertajess ,

Dann bist Du aber nicht der richtige Ansprechpartner. Genau genommen bist Du erst mal der letzte Ansprechpartner für sie denn Du kannst von ihren Eltern massiv angegriffen werden, sie kann unter der Beziehung massiv leiden. 

Ihr richtiger Ansprechpartner ist zunächst mal eine Lehrkraft des Vertrauens. Und dann diese Seite https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php

Der Weg zum Jugendamt wird genau das Ergebnis bringen welches ich aufgeschrieben habe. Es sei denn sie kann ein ärztliches Attest vorweisen welches bestätigt dass ihr Wohlergehen gefährdet ist. Und selbst dann behaupten hier Menschen die von sich behaupten seit Jahrzehnten im Jugendamt tätig zu sein so ein Attest würde das Jugendamt nicht interessieren. Muss ich dann auch einfach mal zur Kenntnis nehmen. Jedenfalls so lange wie mir unbekannt ist wo diese angebliche Expertin arbeitet. 

Ich habe mit 13 den Vier-Personen-Haushalt übernommen weil meine liebe Verwandtschaft der Meinung war meinen älteren Brüdern sei diese Arbeit neben der Schule nicht zumutbar. Sicherlich hätte ich mich damals darüber mehr als aufregen können. Ich wusste dass ich vom Jugendamt keine Unterstützung erhalten würde. Von meiner Klassenlehrerin wusste ich dass ich höchstens in ein Kinder-Konzentrationslager kommen könnte denn ein solches wurde vom örtlichen Jugendamt massiv gefördert. Anstatt mich zu bedauern habe ich die Herausforderung angenommen. Ich hatte also eine andere Einstellung zu meinen Lebensumständen als Deine Freundin. Und damit war ich nicht mehr angreifbar für meine Verwandtschaft. Das verzeiht sie mir zwar bis heute nicht. Aber glaubst Du ernsthaft das juckt mich? Ich habe damals sehr Viel gelernt. Vieles davon konnte ich im späteren Leben gut einsetzen. Und habe damit dann sowohl beruflich als auch privat profitiert. 

Kommentar von imchewy ,

Nur weil diese Erziehungsmaßnahmen rechtlich gesichert sind, heißt das noch lange nicht, dass solche Erziehungsmethoden von Nöten oder gar fördernd für die Entwicklung eines Kindes sind.

Ich finde es sogar unerhört, dass sie die Pflicht hat mit dem Hund "Gassi" zu gehen und dann noch einen zeitlichen (und völlig unnötigen) Rahmen gestellt bekommt. Das hat leider nicht mehr viel mit Erziehung sondern mangelnder Selbsbeherrschung zu tun. In welcher Weise würde das der jungen Dame denn deiner Meinung nach im späteren Leben noch von Nutzen sein? Nimm dir am besten keine Zeit für deine Tiere, Hobbies oder dein Sozialleben. Guter Grundsatz einer jeden Erziehung - kennt man ja.

Antwort
von Steffile, 155

Erstmal super dass du die Geduld hast. Ich fuerchte in so einer Familie kannst du nichts aendern, und ob es das Jugendamt kann wage ich auch zu bezweifeln, wenn gar keine Koorperation von Seiten der Eltern da ist.

Ich fuerchte du musst abwarte und in den 3 Jahren, bis sie 18 sind sind, versuchen soweit auf eigenen Fuessen zu stehen, dass ihr zusammenziehen koennt.

Alles Gute fuer euch

Kommentar von RoyalWarrior ,

Lass es mich so sagen... wenn das Kindeswohl des Mädchen aufgrund des psychischen Drucks, der in der Familie aufgebaut wird, nachweislich gefährdet ist und das Mädchen selbstständig den Wunsch äußert notfalls in einer alternativen Wohngemeinschaft untergebracht zu werden, hat das Jugendamt durchaus die Möglichkeit bzw. die Pflicht das Mädchen aus der Familie zu entfernen. Und je weniger die Eltern kooperieren, desto eher wird das funktionieren, denn dadurch untermauern sie ja, dass ein solcher Eingriff in die Autonomie der Familie gerechtfertigt ist. :)

Kommentar von RoyalWarrior ,

Wenn das Mädchen hingegen um jeden Preis in der Familie verweilen möchte, bleibt dir - dem Fragesteller - lediglich die Möglichkeit für Schadensbegrenzung zu sorgen, indem du für sie da bist, wenn es ihr schlecht geht und versuchst, dass es ihr zumindest solange sie bei dir ist, möglichst gut geht. Mehr kannst du dann leider nicht tun ...

Kommentar von Foscooo ,

Ich würde gerne jede einzelne Minute für sie da sein. Macht sich aber schlecht, wenn sie das Haus nicht verlassen darf…

Aber ich versuch alles, dass es ihr wenn ich nicht bei ihr sein kann so gut wie möglich geht…

Und wenn sie bei mir ist, dann sowieso.! 

Kommentar von RoyalWarrior ,

Könnt ihr denn telefonieren?

Oder lassen die Eltern das nicht zu?

Kommentar von Foscooo ,

Telefonieren ist sehr schlecht… Aber wir schreiben halt…

Auch wenn das nicht wirklich viel ist.

Ich versuch auch so oft wie es geht sie zu sehen… ich geh mit Gassi (ich fahr dafür hat jedes mal 20 Minuten hin& 20 Minuten zurück, aber das ist mir echt egal.)

Kommentar von Foscooo ,

Ich Liebe das Mädchen über alles. Da ist klar, dass ich bei sowas Geduld haben muss, was bleibt mir anderes übrig.

Das glaube ich leider auch, aber wir versuchen trotzdem mal hinzugehen… wenns nichts bring ist es auch nicht so schlimm… 

Ja aber wie soll sie denn lernen auf eigenen Füßen zu stehen, wenn sie sich bei jeder Kleinigkeit an die Regeln ihrer Eltern halten muss (am Wochenende um 8 daheim, unter der Woche max. 1mal raus bis um 7)   das hilft ihr überhaupt nicht fürs spätere Leben…

Desweiteren wird sie sicher mit 16 ausziehen. Immerhin herrscht scheinbar raummangel in der Wohnung der Familie (da sie sich ja ein Zimmer mit ihrem Bruder teilen muss.) -das ist denke ich sehr leicht machbar.

Danke, großes Danke 

Kommentar von RoyalWarrior ,

das ist denke ich sehr leicht machbar.

Da irrst du dich leider. Ohne Zustimmung der Erziehungsberechtigten wird sie nicht ausziehen dürfen. Denen obliegt nämlich das sogannte Aufenthaltsbestimmungsrecht. Davon abgesehen, dass deine Freundin mit 16 noch nicht voll geschäftsfähig ist, somit müssten ihre Eltern auch den neuen Mietvertrag unterschreiben. Aber wie gesagt, erst mal benötigt sie die Einverständnis und Zustimmung ihrer Eltern, tut mir leid.

Kommentar von Foscooo ,

Benötigt sie nicht.

Sie teilt sich ein Zimmer mit ihrem Bruder. Mit 16 (dann).

Sie hat psychischen Stress daheim. Sie hält es nichtmehr aus dort. 

Mietvertrag braucht sie nicht, da sie dann bei mir wohnt… hoffe ich.

Kommentar von RoyalWarrior ,

Ich glaube, du verstehst mich falsch. Wenn sie gegen den Willen ihrer Eltern mit 16 zu dir zieht, können ihre Eltern sie von der Polizei bei dir abholen lassen und du riskierst eine Anzeige wegen Kindesentführung. Und die Polizisten interessiert es erst mal nicht, ob sie "psychischen Stress" daheim hat. Die sehen eine Minderjährige, die sich gegen den Willen ihrer Eltern bei einem Volljährigen aufhält. Und die sehen das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Eltern. Im besten Fall bringen sie das Mädchen direkt zum Jugendamt, aber auch das ist unwahrscheinlich. Sei vorsichtig!

Kommentar von Foscooo ,

Wir gehen bevor sie auszieht zum Jugendamt (wenn sie kein Einverständnis bekommt.)   ich hole sie nicht einfach zu mir, so dämlich bin ich nicht…

Wir gehen dahin& schildern denen die Situation, und die werden es dann schon ermöglichen.

Kommentar von RoyalWarrior ,

Nein, so einfach ist das nicht. Pass auf, wenn du möchtest, gib mir deine Nummer (Handy oder Festnetz) und ich nehm mir mal 'ne Viertelstunde und erzähl dir dazu ein paar Dinge?

Kommentar von Foscooo ,

Das ist ein sehr freundliches Angebot, und ich weiß das sehr zu schätzen, aber ich hab seit mehreren Tagen so schlechte Laune… ich möchte den Kontakt zu jeglichen Mitmenschen so gering wie möglich halten, da ich meine Laune ungern an Leuten auslasse, die nichts dafür können… außerdem hab ich echt ziemlich viel um die Ohren Grade. 

Desweiteren werde ich, sobald wir im Jugendamt sind, einfach mal selber Nachfragen, wie es damit aussieht.

Ich kann dir gerne meine Nummer geben, aber im Moment ist das echt sehr sehr schlecht.

Aber wirklich vielen lieben Dank für das absolut nette Angebot. 

Antwort
von kiniro, 92

Die Eltern scheinen mir unkreative Menschen zu sein.

Die haben es absolut nicht gerafft, dass sie die Beziehung zur ihrer Tochter mit diesem Verhalten immer weiter zerstören.

Kommentar von Foscooo ,

Genau das denke ich mir auch die ganze Zeit.   Irgendwann wechselt sie kein Wort mehr mit Ihnen. Aber dann werden sie schon merken, was für einen Mist sie gebaut haben…

Irgendwann rächt sich diese Art "Erziehung"

Kommentar von RoyalWarrior ,

Irgendwann wechselt sie kein Wort mehr mit Ihnen.

Meinst du?

Wie beschreibt sie denn ihre Beziehung zu den Eltern?

Vielen fehlt der Absprung schwer, insbesondere in dem Fall ...

Kommentar von Foscooo ,

Ihre Eltern sind der Grund dafür, wieso sie heulend daheim sitzt. 

Und wieso sie einfach nicht mehr kann… 

Aber sie liebt ihre Eltern eben trotzdem.

"sie waren immer für mich da…"

Kommentar von RoyalWarrior ,

Eben. Das meine ich ...

Gerade in solchen Konstellationen ist die psychische Abhängigkeit der Kinder von den Eltern enorm. Das zu durchbrechen ist als Laie praktisch unmöglich. Hilfreich wäre eine Familienhilfe, aber es ist zu bezweifeln, dass die Eltern diese akzeptieren. Ansonsten sollte sie, spätestens mit Eintritt in die Volljährigkeit eine Therapie machen, also eine ambulante Gesprächstherapie, einfach, um das zu verarbeiten. :)

Kommentar von Foscooo ,

Das merke ich…

Das machen ihre Eltern auf keinenfall mit. 

In ihren Augen sind sie doch eh Perfekt.

Und ich bin irgendein Arschl0ch, der sich kein bisschen um das Wohl ihrer Tochter schert &es nur mit ihr schlafen will. 

Ich spreche sie mal darauf an, aber wer weiß wie es in 3 Jahren aussieht…

Kommentar von RoyalWarrior ,

Die haben es absolut nicht gerafft, dass sie die Beziehung zur ihrer Tochter mit diesem Verhalten immer weiter zerstören.

Wobei fraglich ist, ob sie an einer solchen interessiert sind ...

Kommentar von Foscooo ,

Ich denke mal schon… ich mein welche Eltern wollen nicht gut mit ihren Kindern auskommen...

Ich neige dazu etwas zu übertreiben in Stresssituationen wie Grade jetzt…   Den ganzen Haushalt muss sie nicht schmeißen, aber viel zuviel für ein Mädchen in diesem Alter…

Und der Hausarrest wurde öfters auch nach 1 1/2 Wochen abgebrochen…    aber es ist trotzdem viel zu heftig.

Ich mach mir hier den ganzen Tag Gedanken wie ich ihr helfen kann…

Kommentar von RoyalWarrior ,

Deshalb habe ich ja nicht dazu geraten direkt zur Polizei zu geben und beim Jugendamt auf Kindeswohlgefährdung zu plädieren, sondern erst einmal ein ruhiges Gespräch zu dritt zu suchen und zu versuchen die Eltern bei der Problemlösung mit ins Boot zu holen. Wenn das nicht funktioniert, kann man immer noch andere Geschütze auffahren ...

Kommentar von Foscooo ,

Ich weiß ja noch nichtmal, ob sie daheim weg will… ich denke nämlich eher nicht… Aber wir müssen das auf jedenfall machen. Also zum Jugendamt gehen.! &jetzt muss ich sie nurnoch dazu bringen (was ich seit 2 Tagen ruhig versuche) dahin zu wollen… ohne das sie will mache ich nichts. Nur von nichts kommt nichts&davon wirds daheim sicher nicht besser...

Werde ich auch, wenn es sich nicht bessert. Vorallem sobald auch nur der Hauch einer Androhung von körperlicher Gewalt im Spiel ist. Dann sind alle Sicherungen durch&ich kann für nichts mehr garantieren -.-

Antwort
von amrita1, 171

Reden ist meiner Meinung nach die einizige Möglichkeit etwas zu verändern, die Frage ist nur wie?

Ihr könntet euch an die Nummer gegen Kummer wenden oder auch in einem Jugendzentrum mit einen Betreuer sprechen.

Ich denke, dass es ein grundsätzliches Kommunikationsproblem in der Familie gibt, aber das kann man von hier nicht regeln.

https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php

Kommentar von Foscooo ,

Die Mutter hört nicht zu (den Stiefvater kannst du voll vergessen.) Und geht einfach weg.   Es ist unmöglich mit denen normal zu reden.   (sie ist Ya dran schuld, dass sie Hausarrest bekommt. Hm. Klar.)

Kommentar von amrita1 ,

Hausarrest ist eine Sache...aber die Eltern sollten mit der Tochter dann auch Zeit verbringen und es nicht einfach nur als Druckmittel benutzen.

Ich bin der Meinung, dass ihr euch wirklich professionelle Hilfe holen solltet (wie vorgeschlagen).

Kommentar von Foscooo ,

Tja. Es ist reine Bestrafung. Nicht zum Schutz, oder weil sie Angst haben. Einfach nur Bestrafung. 

Danke, der Meinung bin ich auch& wir versuchen es.

Kommentar von amrita1 ,

Ich wünsche euch gutes Gelingen!

Antwort
von Volkerfant, 104

Wenn sie sich an die Regeln hält, bekommt sie bestimmt kein Hausarrest, sie hat es selbst in der Hand.

Diese Art von Erzieheung ist nicht falsch.

Kommentar von Foscooo ,

4 Wochen, dafür dass sie mir die Nummer ihrer Mutter gegeben hat, um sie im Notfall zu erreichen? Sie hat es also selbst in der Hand, alles klar.

Ist falsch? Weil man in dem alter ja nicht selber Entscheidungen Fällen muss& eigene Erfahrungen sowie Fehler machen muss.? 

Wenn man sich nie am Feuer verbrennt, wird man immer weiter damit spielen.

Kommentar von RoyalWarrior ,

Lieber Volkerfant,

Regeln sind gut und schön, solange sie als Rahmenbedingungen fungieren, die dem Kind Sicherheit und Geborgenheit geben. Alles andere dient lediglich dem Machtspiel der Eltern. Darüber hinaus gilt auch hier der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und zwei Wochen Hausarrest, weil sie mit 15 Jahren sieben oder sagen wir zehn Minuten zu spät Zuhause war, sind unverhältnismäßig und somit willkürlich. Was das Rauchen betrifft, muss das natürlich geändert werden, aber Sanktionen - vor allem Sanktionen, die nichts mit dem "Vergehen" zu tun haben, werden hier zu nichts führen. Das nennt man übrigens Aktionismus. Und die Leidtragende ist das Mädchen. Das mit dem Hund ausführen erschließt sich mir genauso wenig und das mit der Handynummer wurde ja bereits ausgeführt. :)

Ach ja, wenn man immer kuscht und dadurch das Straßmaß gering hält, hat man überhaupt nichts "in der Hand". Regeln müssen auch hinterfragbar sein, aber das ist in diesem Haushalt sicher nicht möglich. Sowas kann man natürlich gut finden, war früher sehr weit verbreitet, hörte auf den Namen "autoritäre Erziehung" und ja, die Jugend von damals lebt immer noch. Glücklicherweise sind diese Vorstellungen heutzutage dennoch überholt, weil sie aus pädagogischer Sicht groben Unfug darstellen ...

Kommentar von Foscooo ,

Dem kann ich mir nur anschließen. 

Alles, dein ganzer Text, ist so vollkommen richtig… 

Der Erziehungsstil hilft ihr kein bisschen weiter &ist grundlegend falsch. Bestrafung für jede Kleinigkeit führen nicht zu einer Besserung. Eher dazu, dass sie irgendwann ihre Eltern hasst 

Kommentar von RoyalWarrior ,

Und du arbeitest in einer Kindertageseinrichtung?

Du solltest mal eine Fortbildung machen. :)

Die Zustände, die der Fragesteller schildert sind - wenn sie authentisch sind - auf jeden Fall zu hinterfragen. Strafen an sich sind in Ordnung, aber wenn man sich mal den Rest anschaut, kann man daraus auch Rückschlüsse ziehen, inwiefern die Strafen eine Berechtigung haben. Die Tochter muss praktisch den Haushalt der Familie schmeißen, während der Vater sich mit Zocken beschäftigt... klar, die räumlichen Gegebenheiten machen es nicht immer möglich, aber die Tatsache, dass sie sich in dem Alter das Zimmer mit ihrem Bruder, noch dazu Stiefbruder teilen muss, spricht auch nicht gerade für die Familie... die Eltern sollen die Kinder auf die Selbstständigkeit vorbereiten, das bedeutet auch, dass sie ihnen Stück für Stück immer mehr Freiheiten lassen, unter der Woche von der Schule direkt nach Hause zu müssen und grundsätzlich nicht bei anderen übernachten zu dürfen, spricht nicht gerade für diese Maxime... und da wundert es dann auch nicht, dass sie "jeden Tag daheim sitzt und heult", aber du würdest das vermutlich auf die Pubertät zurückführen oder argumentieren, sie sei daran Schuld.

Kommentar von Foscooo ,

Klasse Satz:

"die Eltern sollten ihr Kind auf die selbstständigkeit vorbereiten." 

Und das nachfolgende… das sehe ich nicht anders. 

Vielen vielen Dank Royalwarrior für deine investierte Zeit& deine großartigen Vorschläge! Bist mir echt eine große Hilfe.!

Tausend dank 

Kommentar von RoyalWarrior ,

Schau mal hier:

(2) Bei der Pflege und Erziehung berücksichtigen die Eltern die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes zu selbständigem verantwortungsbewusstem Handeln. Sie besprechen mit dem Kind, soweit es nach dessen Entwicklungsstand angezeigt ist, Fragen der elterlichen Sorge und streben Einvernehmen an.

Quelle: http://dejure.org/gesetze/BGB/1626.html

Nichts zu danken. :)

Kommentar von Foscooo ,

Ich werde es mir heute Abend alles gründlich durchlesen… 

Oh doch, du hilfst mir Grade sehr.!

Kommentar von kiniro ,

"Diese Art von Erziehung ist nicht falsch"
Wenn du dich da mal nicht täuschst.

Jegliche Art von Erziehung schadet nachhaltig. Auch wenn die erzogene Person es vielleicht erst Jahrzehnte später oder nie merkt.

Kommentar von RoyalWarrior ,

Jegliche Art von Erziehung schadet - Wie meinst du das?

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