Frage von MrWatson84, 46

Ständig erschöpft und müde?

Hallo zusammen, ich werde noch verrückt. Mich plagen seit Jahren chronische Erschöpfungszustände...d.h. Ich bin ständig müde und das trotz genügend Schlaf. Ich rede hier wirklich von Müdigkeit, das geht soweit, dass ich mich sozial von vielen Menschen zurückgezogen habe, da ich zu müde bin mit Ihnen zu reden bzw. etwas zu unternehmen. Ich gehe zur Therapie, allerdings hilft mir das nicht viel. Dann leide ich unter laktose und Fruktoseintoleranz. Auch nach dem Essen bzw. Stuhlgang, bekomme ich zu Erschöpfungszustände das ich gerade am Tisch oder wo auch immer einschlafe. Kennt jemand sowas. Oder ist es eventuell ein Erschöpfungssyndrom? CFS? Ich kann mir das nicht vorstellen, dass das alles vom psychischen her kommen soll.

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 19

Chronische Erschöpfungszustände treten bei folgenden Erkrankungen häufig auf:

  • Depressionen (inkl. Burnout-Syndrom) Symptome einer Depression siehe hier: http://deprimed.de/depressionen/
  • Fatigue (bezeichnet ein Begleitsymptom der Müdigkeit von vielen chronischen Erkrankungen wie z.B. Krebs, Sarkoidose, Rheuma, Vaskulitis, multipler Sklerose, Muskeldystrophien, AIDS, Lupus erythematodes, Morbus Crohn, Spondylitis ankylosans, pulmonaler Hypertoni und Fibromyalgie.)
  • Myalgische Enzephalomyelitis, eine neurologische Erkrankung die im Volksmude auch "Müdigkeits-Syndrom" genannt wird.

Alle der hier aufgeführten Erkrankungen gehören behandelt. Tritt die chronische Müdigkeit im Zuge einer Depression auf, dann meist mittels antriebssteigernder Antidepressiva (vor allem aus der SSRI/SSNRI-Klasse, siehe: http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/)

Tritt sie als Fatigue, also als Folgesymptom einer chronischer Krankheit auf, gehört natürlich die Grunderkrankung behandelt. Gegen die starken Ermüdungserscheinungen werden in Extremfällen oft Amphetamine (z.B. Methylphenidat) verschrieben (sofern sich dies mit den anderern Medikamenten verträgt, was selten der Fall ist).

Tritt die chronische Müdigkeit isoliert (also ohne Depression oder chronische Grunderkrankung) über längere Zeit extrem Ausgeprägt auf spricht man von einer myalgischen Enzephalomyelitis (also dem Müdigkeitssyndrom). Dieses wird vor allem mittels Amphetaminen wie Methylphenidat oder Lisdexamfetamin behandelt. Auch Antidepressiva (SSRI/SSNRI/Moclobemid/Nortrilen/Anafranil etc). werden eingesetzt. In absoluten Extremstfällen die nicht auf Amphetamine und Antidepressiva ansprechen kommen auch Antikörper zum Einsatz, die sonst bezüglich einer Krebstherapie gebraucht werden.

Eine Diagnose stellen kann nur eine Fachperson. Damit es zu einer klaren Diagnose kommen kann, müssen diverse Blutbilder untersucht werden (Eisen etc.) sowie eine Schilddrüsenunter bzw. überfrunktion ausgeschlossen werden usw. usf.

Kommentar von MrWatson84 ,

Danke für die Informationen...ich muss gucken, dass ich ein anderes Blutbild erstellen lasse...wenn möglich in einer Klinik...die blutttests des Hausarztes oder Ärztin beinhalten ja meist Standard Tests...

Antwort
von habakuk63, 24

Hast du schon ein großes, komplettes Blutbild erstellen lassen?

Wenn bestimmte Werte im Normbereich sind aber in Kombination nicht optimal sind kann das solche Auswirkungen haben. Bei unserer Tochter hat es JAHRE gedauert, bis bei einem solchen großen und kompletten Blutbild eine solche, nicht optimale Kombination entdeckt wurde. Danach bekam sie andere Medikamente und gut war. Jahre der Behandlung wegen Allergie waren für den Arxxxx.

Kommentar von MrWatson84 ,

Großes Blutbild ist alles soweit in Ordnung...nichts auffälliges. Allerdings hat mal eine bekannte einen bluttest in Krankenhaus machen lassen und da wurden weit mehr Dinge untersucht ubd man hat erkannt das sie einen Mangel hat. Das wäre halt mein nächstes Ziel. Man verzweifelt oft und denkt gut man muss halt damit leben.

Antwort
von hourriyah29, 16

Hallo Mr Watson,

das wäre eine Frage für einen guten Allgemeinmediziner oder Naturheilkundler.

Ich nehme an medizinisch ist alles abgeklärt (Schilddrüse, Blutwerte, Herz)?

Wie groß und wie schwer bist Du?

Wie sind Deine Schlafzeiten?

Isst Du gesund?

Trinkst Du genügend?

Und gibt es irgendwelche Belastungen (Rauchen, Drogen, Schimmel in der Wohnung, etc.)?

Und machst Du Sport?

Die Fragen können weiterhelfen, ich denke aber nicht, dass ich Dich hier ausreichend beraten kann. Das Beste wäre Du suchst Dir bei Dir in der Nähe einen guten Ratgeber!

LG und alles Gute!

Hourriyah

Kommentar von MrWatson84 ,

Also ich bin 192 cm groß und 82 kg. Essen sollte ich mich denke ich gesünder.
Blutbild alles anscheinend in Ordnung. Ob das alleine von den Depressionen kommen kann.?
Vielleicht doch mal ein anderer Arzt

Kommentar von hourriyah29 ,

Depressionen können natürlich auch kraftlos und müde machen.

Oft sind es aber viele Dinge, die dann zusammen kommen.

Wenn man depressiv ist hat man keine Lust und keinen Antrieb Sport zu machen, ist einem das Essen egal, achtet man nicht auf ausreichendes Trinken und auch sonst auf die Gesundheit.

Auch die Freude an sozialen Kontakten fehlt, aber soziale Kontakte sind wiederum wichtig für das Wohlbefinden.

Auch Schlafstörungen kommen bei Depression häufiger vor.

Einen guten Arzt erkennst Du daran, dass er Fragen stellt, dass er wirklich interessiert ist.

Falls Dir ein "normaler" Arzt nicht helfen kann probier es einmal bei einem mit Schwerpunkt Naturheilkunde. Aber bleib auch an der Psychotherapie dran! Du hast ja auch Themen, die dort hingehören.

Auch wenn es nur langsam voran geht, es scheint ja voran zu gehen!

Du brauchst noch viel Geduld und Ausdauer!

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