Mich reizt an Palermo die Vielfalt der Kulturen, die Geschichte und das ursprüngliche Italien. Seit ein paar Jahren soll es ja deutlich besser geworden zu sein mit der Mafia. Wie ist man aktuell als Tourist noch davon betroffen? Muss man besonders vorsichtig sein? Was ist mit dem Nachtleben? Danke für aktuelle Tipps

Kann zwar nicht mit eigenen Erfahrungen aufwarten, aber im aktuellen Geo Saison heft ist Palermo eine kleine Reportage gewidmet. Und das Fazit lautet, dass das Motto dort "Kultur statt Mafia" erfolgreich umgesetzt wird. Dem Bereicht zufolge ist Palermo für Touristen nicht gefährliches als andere Großstädte. Die Mafia hat sich auf Wirtschaftskriminalität verlegt und verdient mit am Tourismus - läßt die Touristen deswegen in Ruhe.
Deswegen gute Reise - die Fotos von Palermo machen Lust auf eine Tripp
Ich war selbst schon auf Sizilien (Rundfahrt mit Mietwagen) und kenne Leute, die regelmäßig (Studienreise) dorthin fahren; von "Mafia-Berührungen" habe ich noch nie (!) etwas gehört. - Dass es in touristischen Gebieten immer wieder Einbrecher gibt, die auf Unvorsichtigkeiten von Touristen nur warten, dürfte allgemein bekannt sein. Der Vorfall von Weiser hätte sich auch in Deutschland ereignen können. - Vergiss Monreale oberhalb von Palermo nicht, für mich einer der schönsten Orte, die ich gesehen habe, und natürlich: Taormina! Ein schöner kleiner Badestrand (Sand)ist in Cefalu. Syracus müsste man ebenfalls gesehen haben... Gute Reise!
Vielleicht kann ich einige kleine Tipps geben. Ich reise seit 8 Jahren jedes Jahr 1-3 mal nach Palermo, da ich von den Menschen und dieser Stadt fasziniert bin. Aufmerksam geworden bin ich durch eine Reportage über den ehemaligen Bürgermeister von Palermo Leoluca Orlando. Inzwischen hatte ich sogar die Gelegenheit ihn persönlich kennen zu lernen. Nun zu Palermo selbst. Über die Stadt ist viel berichtet und geschrieben worden, jeder nimmt die Stadt mit seinen Augen war und je offener man selbst ist um so offener kommen einem die Palermitaner und Palermitanerinnen entgegen. Ich habe kaum woanders ein so lebenslustiges und aufgeschlossenes Volk erlebt, die egal ob sie arm oder reich sind, einfach leben. Wenn man sich ein wenig Mühe mit der Sprache gibt, dann hat man die Herzen fast schon für sich eingenommen. Meine Freundin und ich sind oft spontan, von uns eigentlich fremden Menschen eingeladen worden. Ich kann mich an eine nette Begebenheit besinnen. Wir suchten eine bestimmte Fabrik in der Olivenöl hergestellt wird und fragten drei ältere Herren, die wie üblich in Sizilien, vor einem Cafè saßen und uns erst einmal misstrauisch begutachteten. Auf meine, in nicht perfektem Italienisch vorgetragene Frage, erhellten sich deren Gesichter, sie stritten sich erst einmal darüber welcher Weg der Beste sei und auf einmal ging von ihnen einer auf die Straße, hielt irgend ein Auto an, diskutierte mit dem Fahrer und auf einmal mussten wir einsteigen. Er hatte mit dem Fahrer abgesprochen, dass er uns zu dieser Fabrik bringt. Ganz nebenbei wurden wir von diesem noch zu einem Kaffee eingeladen. Von solchen Begegnungen könnte ich noch stundenlang erzählen. Um es also kurz zu machen, die Mafia tut einem Touristen nichts. Sie ist unsichtbar. Wenn man sich nicht unbedingt wie ein üblicher Tourist benimmt, dann wird man sehr schnell akzeptiert und findet auch schnell Kontakt. Sicher sollte man, wie in fast jeder Stadt der Welt ein Auge auf seine sieben Sachen haben. Das Nachtleben ist sehr interessant. Es kommt darauf an was man sucht. Es gibt eine Menge guter Discotheken. Man kann in den Gassen um die Via Salvatore Spinuzza (gegenüber dem Teatro Massimo) in zahlreichen kleinen schönen Kneipen, in denen sich scheinbar die gesamte Jugend Palermos trifft, nette Leute treffen und etwas trinken und essen. Übrigens lohnt sich auch ein Besuch des Theaters. Also Sie brauchen keine Angst zu haben, nur so tun als hätte man sein Leben lang nichts anderes gemacht. Viele Grüße und viel Spaß bei einer eventuellen Reise. Ich werde ab dem 14.10. wieder dort sein. Humorist

Einem Kollegen wurde auf Sizilien vor zwei Monaten schon am ersten Tag aus dem Mietauto das Navi, die Kamera, Geld und noch mehr gestohlen. Es geschah auf einem Supermarktparkplatz innerhalb von zehn Minuten und der zuvor verschlossene Wagen wies überhaupt keine Aufbruchspuren auf.
Conter-admiral-chef-mit-bananenkranz Morty am 13. März 2008 12:40 War aber sehr unvorsichtig vom Kollegen, soviel Wertvolles im Auto zu lassen.
Das würde ihm überall wieder passieren.
Conter-admiral-chef-mit-bananenkranz Morty am 13. März 2008 13:06 War aber sehr unvorsichtig vom Kollegen, soviel Wertvolles im Auto zu lassen.
Das würde ihm überall wieder passieren.