Frage von doombang 06.12.2010

Stadtgedichte?

  • Hilfreichste Antwort von Knuddelzombie 06.12.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Unbekannt? Uff. Mir fallen leider nur bekannte ein, vor allem von Alfred Lichtenstein.

    Zum Beispiel Punkt:

    Die wüsten Straßen fließen lichterloh

    durch den erloschnen Kopf. Und tun mir weh.

    Ich fühle deutlich, daß ich bald vergeh -

    Dornrosen meines Fleisches, stecht nicht so.

    Die Nacht verschimmelt. Giftlaternenschein

    Hat, kriechend, sie mit grünem Dreck beschmiert.

    Das Herz ist wie ein Sack. Das Blut erfriert.

    Die Welt fällt um. Die Augen stürzen ein.

    oder eben Die Stadt:

    Ein weißer Vogel ist der große Himmel.

    Hart unter ihn geduckt stiert eine Stadt.

    Die Häuser sind halbtote alte Leute.

    Griesgrämig glotzt ein dünner Droschkenschimmel.

    Und Winde, magre Hunde, rennen matt.

    An scharfen Ecken quietschen ihre Häute.

    In einer Straße stöhnt ein Irrer: Du, ach, du –

    Wenn ich dich endlich, o Geliebte, fände ...

    Ein Haufen um ihn staunt und grinst voll Spott.

    Drei kleine Menschen spielen Blindekuh –

    Auf alles legt die grauen Puderhände

    Der Nachmittag, ein sanft verweinter Gott.

  • Antwort von mia68 06.12.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    ...oha - an das da oben kann ich nich´klingeln, aber einen hab´ich noch:

    Theodor Storm - und seine Stadt:

    http://www.textlog.de/gedichte-stadt.html

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