Staatsverschuldung USA?

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12 Antworten

Japan hat eine wesentlich höhere Staatsverschuldung und ist auch nicht bankrott.

Die Statistik zeigt die Staatsverschuldung Japans von 2006 bis 2016 in
Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die Angaben beziehen sich auf
den Gesamtstaat und beinhalten die Schulden des Zentralstaats, der
Länder, der Gemeinden und Kommunen sowie der Sozialversicherungen. Im Jahr 2016 beträgt die Staatsverschuldung Japans geschätzt rund 249,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/152666/umfrage/staatsverschuldung-japans-in-relation-zum-bruttoinlandsprodukt-bip/

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Das Thema der Staatsschulden wird zurecht kritisch beobachtet und Diskutiert .. aber imho auch erheblich dramatisiert.

Wirtschaft funktioniert IMMER auch mit Schulden und Krediten. Zu jedem Kredit gibt es einen Schuldner und einen Gläubiger .. Gläubiger ist auch der Sparer, der im Alter Geld braucht. Ohne Kredite gäbe es auch keine Sparmöglichkeiten und ohne Kredite könnte keine Infrastruktur eschaffen werden die erst Wirschaftswachstum ermöglicht. Alernative Foren des Wirtschaftens kann zwar ein Einzelunternehmer machen, aber als Volkswirtschaftsmodell hat sowas noch keiner probiert.

Bleibt die Frage was überschudet ist ? Massstab BIP in Prozenten aso von der jährlichen Wirtschaftsleistung ist nicht wirklich aussagefähig ... hat in Land kein Wirtschafswachstum, keine gefragen Exportgüter, und ist dazu noch in fremden Währungen verschuldet, dann droht die Zahlngsunfähigkeit schon bei geringen Verschuldungen. 

Japan ist bei den eigenen Bürgern in eigener Währung erschuldet, Zinsen gibts schon lange keine nennenswerten, und die Bürger/Gläubiger betrachten ihre Sparguthaben als langfristig und sicher ... keine Problem Zahlungsunfähigkeit.

USA ist trotz aller Probleme ein Land mit gigantischer Wirtschaftsleistung, ausserdem eigene Rohstoffe .. und Schuldner abhängig .. Chinas Boom hängt am Export nach usa .. und eine Schwächung des $ würde den $ Anleihen Besitzern am meisten schaden .. kein Problem .. keine Zahlungsunfähigkeit in Sicht .. die Börse weiss was sie tut wenn die $ mit niedrigen Zinsen bewertet.

100% ist auch keine besondere Grenze .. sind 12 Monate .. ob die Verschuldung nun 11 12 13 14 Monate beträgt sind geringe Unterschiede.

Privat wäre die Kennzahl auch kein Thema ... wenn ich 1000 eur netto habe 1100 eur Lebenshaltungskosten  kein sonstiges Vermögen und 3000 eur schulden .. bin ich bald pleite. Schuldenrate 25% 

Habe ich 5000 eur netto gebe 2000 aus für Grundbedarf.. habe 600.000 Schulden für ein Haus von 900.000 aufgenommen .. wird die Bank mir  noch den Porsche finanzieren, Schuldenrate 1000%

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Ein häufiges Missverständnis ist, dass Länder Schulden irgendwann "zurückzahlen" müssen, sodass die Staatsverschuldung bei 0 liegt. Die Wahrheit ist: Wie auch bei Unternehmen lohnen sich viele Investitionen erst, wenn man dafür einen Kredit aufnimmt.

Staaten investieren regelmäßig in die wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Landes, dementsprechend machen manche Schulden Sinn. Investieren z.B. die USA jedes Jahr in "die Zukunft", dürfen sie auch jedes Jahr neue Schulden machen, weil in späteren Perioden mehr Geld durch das Wirtschaftswachstum in Staatskassen fließen.

Es sind nur zwei Dinge zu beachten:

  1. Ab einer gewissen Schuldenhöhe geht man zusätzliche Risiken ein, sodass durch Verschulden finanzierte Investitionen nicht unbegrenzt sinnvoll sind.
  2. Das geliehene Geld darf nicht "konsumiert" werden (bspw. durch "sinnlose" Ausgaben)

Wie fast jedes Unternehmen werden also die meisten Staaten nie komplett schuldenfrei sein und das ist erstmal normal. Die Schuldenlast darf nur nicht in einem krassen Missverhältnis zur (erwarteten) Wirtschaftsleistung stehen.

Dementsprechend sehen alle, die den USA Geld leihen noch unrealisierte Wachstumspotenziale. Andere sehen die vielleicht nicht, das ist eine persönliche Meinung.

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Wo ist das Problem?

Die zahlen pünktlich ihre Zinsen und wenn eine Anleihe fällig ist, nehme sie eine neue auf und tilgen die Alte.

Die Japaner haben ca. 200 % des BIP als Staatsschulden.

Ein Problem mit Staatsschulden hat nur ein Land, was die Zinsen nicht mehr zahlen kann oder keine neue Anleihe platzieren kann.

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Kommentar von earnest
25.08.2016, 06:58

... und ein Land, das im Zweifelsfall KEINE Dollars drucken kann.

Mit anderen Worten: Wenn's kracht, haben alle die A.karte, nur die USA nicht.

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Es gibt Staaten wie z.B. Italien oder Japan, die deutlich höher verschuldet sind als die USA. - und auch Deutschland hat sich mit über 80 % schon deutlich jenseits der Stabilitätskriterien der EU vorgearbeitet.

Die USA besitzen zudem die strukturelle Flexibilität, auch mal Beamte entlassen oder unbezahlt beurlauben zu können, wenn es finanziell eng wird - und die politische Stärke, eigene Probleme an andere weiterreichen zu können.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die ebenfalls sehr hohe prozentuale Verschuldung bekämpft, indem fällige Zahlungen statt mit Geld oder Überweisungen einfach durch unverzinste Staatsanleihen beglichen wurden.

Als die dann Jahre später fällig wurden, war das Geld inflationsbedingt weniger wert und die Wirtschaft war so stark gewachsen, dass der absolut gleich hohe Schuldenstand im Verhältnis zum Sozialprodukt viel niedriger wirkte.

Solche Dinge erhöhen den Spielraum für Manöver, auch wenn die Verschuldung schon recht hoch ist.

Ich persönlich finde die Schuldenakrobatik der meisten Regierungen (USA und D eingeschlossen) unverantwortlich und käme insbesondere bei den aktuellen Zinssätzen nicht auf die Idee, dieses Verhalten durch den Kauf von Staatsanleihen zu belohnen.

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Verschulden dürfen sich in einem Finanzkapitalismus immer nur die, die auch Macht haben. Welcher Staat der Welt würde sich trauen, die Schulden der USA einzutreiben? Solange sie fleißig Zinsen zahlen können, ist der Staat in der Öffentlichkeit noch nicht Pleite.

Es ist im Gegensatz auch Teil der US-amerikanischen Außenpolitik, Kredite an Staaten zu vergeben, die jene offenkundig niemals zurückzahlen können. Dann kann der IWF Zinsen durch Rohstoffe und Güter eintreiben. 

In der Finanzbranche entsteht jeder Cent durch Schulden! Ein perfides, menschenverachtendes System, das von der Wirtschaftselite weltweit seit Jahrzehnten geführt wird!

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Kommentar von dataways
03.09.2016, 07:52

In der Finanzbranche entsteht jeder Cent durch Schulden! Ein perfides, menschenverachtendes System, das von der Wirtschaftselite weltweit seit Jahrzehnten geführt wird!

Die Fürsten, Könige und Kaiser haben sich demnach nicht verschuldet? Das System ist schon ein paar hundert Jahre älter.

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Das sieht besorgniserregend aus, guck dir aber mal Japan an, die sind mit über 200% an der Spitze, und es läuft so schlecht nicht dort. Hier gibts ne Übersicht:

http://www.laenderdaten.de/wirtschaft/staatsverschuldung.aspx

USA ist etwa im Bereich von Deutschland. 

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Du hast es erkannt - mir macht es auch große Sorgen. Es ist ein Land, das als größten Gläubiger China hat und andererseits intrigant weltweit tätig ist, um an Bodenschätze zu kommen, und das daran verdient, wenn es Krieg weltweit gibt, mit verdeckten Aktionen Verunsicherung schürt und damit Fluchtwellen in Gang setzt, die aber andere Länder schwächen - irgendwie fehlt da total eine positive Perspektive. Ob die nach den nächsten Wahlen in Sicht sein wird - oha! Die behauptete Wirtschaftsmacht ist es an sich schon - wenn die Gläubiger und die Zahlen nicht wären.

Sehr schön gerade auch der Aufruf, alle Bundesbürger sollten sich Vorräte für 14 Tage zulegen. Und noch haben wir Sommer und keiner denkt an Stromausfall. Falls GPS (=US-gestützt) ausfällt, wären präzise Landkarten auch der Renner!

Gnade uns Gott, wenn TTIP kommt!


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Kommentar von dataways
24.08.2016, 21:01

mit verdeckten Aktionen Verunsicherung schürt und damit Fluchtwellen in Gang setzt, die aber andere Länder schwächen

Wo haben die USA durch verdeckte Aktionen Fluchtwellen in Gang gesetzt?

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"Pleite" sind die USA allenfalls deswegen, weil sie eine Obergrenze für die Staatsschulden haben, die nur per Gesetz geändert werden kann. Eine Partei, die eine Änderung dieses Gesetzes blockieren kann, hat dadurch die Möglichkeit, massiven politischen Druck auszuüben - was auch regelmäßig immer wieder mal passiert.

Ansonsten sind die knapp 100% nicht wirklich ein Problem, solange es ausreichend (potenzielle) Gläubiger gibt. Da es bei amerikanischen Staatsanleihen seit sehr langer Zeit keine Zahlungsausfälle gegeben hat, besteht da kein Engpass.

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Also. Die ganze Wirtschaft der USA besteht auf einem abstrakten Konstrukt aus Verpflichtungen. Die USA bauen seid Jahren schulden auf, da sie ei kaufen und einkaufen, aber selbst nichts produzieren (doch klar ein bisschen Produktion haben sie schon, aber noch lange nicht genug um ihre ausgaben auszugleichen). Die USA werden seid Jahren von ausländischen großaktionären (gröchstenteils chinesische und sonstige asiatische Aktionäre (ist doch irgendwie ein ziemliches impromtu des menschlichen Witzes, dass die amerikanische Wirtschaft von den Leuten gestützt wird, die von den USA durch Propaganda und Märsche versucht fertig gemacht werden)) gestützt. Ohne diese Unterstützung von außen wäre der Dollar schon längst zusammen gefallen. Theoretisch also (ich will den teufel nicht an die wand malen, aber es geht ja in die richtung), könnten die asiaten, wenn die USA wieder einen Krieg beginnen wollen, einfach aufhören den Dollar zu stützen und die us-amerikanische Wirtschaft würde den Bach einhergehen.

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Kommentar von dataways
24.08.2016, 20:53

Die USA bauen seid Jahren schulden auf, da sie ei kaufen und einkaufen, aber selbst nichts produzieren (doch klar ein bisschen Produktion haben sie schon, aber noch lange nicht genug um ihre ausgaben auszugleichen).

Die USA exportieren jährlich Produkte und Dienstleistungen im Wert von über 1,5 Billionen US Dollar in alle Welt. Das nennst Du "ein bisschen"?

dass die amerikanische Wirtschaft von den Leuten gestützt wird, die von den USA durch Propaganda und Märsche versucht fertig gemacht werden

Kanada, China, Mexiko und Japan werden von den USA fertiggemacht? Durch Propaganda und Märsche? Meinst Du die Märsche von John Philip Sousa? Und was verstehst Du unter Propaganda?

Theoretisch also könnten die asiaten, wenn die USA wieder einenKrieg beginnen wollen, einfach aufhören den Dollar zu stützen und die us-amerikanische Wirtschaft würde den Bach einhergehen.

Ist da aktuell was geplant? Und warum sollten sich die Asiaten ins eigene Fleisch schneiden? Wohin sollen die Asiaten exportieren, wenn die USA nichts mehr abnehmen?

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Kommentar von kilometercitro
24.08.2016, 21:24

1. wow sie exportieren im wert von 1,5 Billionen us-Dollar. Werden aber trotzdem von haufenweise Ländern finanziell unterstützt. z.B hat Russland (nur platzt 15 der Unterstützer) 96,9 Mrd reingepumpt (ja ist relativ wenig. aber jetzt kommts). den Platz 1 belegt China mit 1,237 Billionen unterstützenden us-dollar. dicht gefolgt von Japan, die 1,123 Billionen reinstecken...und jetzt Sag mir nochmal, dass 1,5 Billionen viel sind, wenn es über ein dutzend länder gibt die trotzdem noch unterstützend wirken müssen und insgesamt locker das dreifache reinstecken. 2. wie du schon an meinen Beispielen gesehen hast ist dein geliebtes Kanada und Mexiko nicht wirklich einer der top Unterstützer. Und jadie wirklichen Unterstützer sind komischer weiße in filmen immer die bösen, in Zeitungen immer die täter und im Fernsehen immer die verdächtigten. Ich glaube nicht, dass man das anders als Propaganda nennen könnte. Und mit Marschen meine ich die allgemeine aggressieve Herangehensweise der USA an jegliche unternehmungen, die bei den USA dann meistens militaristisch begangen werden. 3. sry aber hast du dir die olympischen spiele schon mal angeschaut? die selbe unsportlichkeit den athleten gegenüber (ja damit meine ich jetzt die ungedopten russen) wurde vor einigen Jahren schon mal publiziert. und kurz danach haben die USA über einen stellbvertreter Krieg über Georgien versucht Russland anzugreifen (falls es dir bekannt ist, damit ist der kaukasuskrieg gemeint). Und durch die indoktrinierung der USA freundlichen und Asien feindlichen Meinung durch Propaganda (welche ich teilweise oben schon angeschnitten habe) wird sich das heutige übermenschendenkende Deutschland bei einem von den USA ausgehenden Krieg sehr gerne mit auf deren Seite schlagen. außerdem haben wir ja schon einige Stellvertreterkrieg in den letzten Jahren erlebt (krimkriese, syrienkrieg...) in denen die USA angefangen haben randale zu mache um den Feind zu schwächen. glaubst du also wirklich, dass die USA keinen Krieg anfangen wollen?

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Kommentar von kilometercitro
24.08.2016, 21:25

ganz egal wie misanthrop das klingt. das ist eine auf Fakten beruhende logische Schlussfolgerung

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Japan hat 212% Staatsverschuldung, Griechenland 170% , Italien 135%, keiner von denen ist Pleite.

Die Gesamtverschuldung, Staaten, Banken, Unternehmen und Verbraucher, im Euroraum beträgt 448% (Deutschland 220%).
Und ist jemand Pleite?

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Kommentar von earnest
25.08.2016, 07:02

Die sind alle technisch gesehen pleite, nur kümmert's keinen. Es geht munter weiter.

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Weil sie ihre Schulden problemlos zurückzahlen können und sie ja auch zt sehr langfristig sind.

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