Frage von anonymoinum, 59

Spritzenphobie - Man kommt nicht drum rum oder?

Hallo. Ich habe schon so lange ich mich erinnern kann, panische Angst vor Spritzen. Naja, nicht direkt vor Spritzen... Nur davor, was man mit ihnen macht. Ich bin 16 und wurde das letzte mal mit 5 geimpft. Ich bin früher panisch und weinend/brüllend vor dem Arzt weggelaufen. Als ginge es wirklich um mein Leben. Naja, aber man kann sich ja nicht ums Impfen drücken. Die Gefahr ist zu hoch, man könnte schwer erkranken. Doch schon wenn meine Mutter anfängt davon zu reden verfalle ich in eine Art Panik und könnte anfangen zu heulen... Mir ist in diesem Moment schon klar, dass ich mich mit allen Mitteln dagegen weigeren werde. Und wenn ich mich einschließe. Im Sommer musste ich zum Arzt wegen starken Kopfschmerzen. Als ich dort war wurde mir gesagt, dass ich nächste Woche zum Blut abnehmen kommen sollte. Die ganze Woche hatte ich totale Angst und konnte über nichts anderes denken. An dem Tag der Blutabnahme, war mir schwindelig geworden und ich war total schlapp (VOR der Blutabnahme) doch ich konnte mich nicht dagegen weheren. Auch nach der Abnahme war mir noch schwindelig und ich war immer noch ganz aufgewühlt... Aber ich kann mich ja nicht des Rest meines Lebens vor Spritzen drücken... Gibt es nicht auch Möglichkeit sich den Impfstoff anders zuzufügen? Tabletten oder Ähnliches?

Ich habe echt höllische Angst vor Blutabnahmen, aber Impfungen gehen gar nicht!! :((

Antwort
von Negreira, 24

Ich verstehe Dich nur zu gut. Ich bin wesentlich älter als Du, habe einige schwere Erkrankungen und muß mehr oder minder regelmäßig zum Arzt bzw, ins Krankenhaus. Obwohl ich genau weiß, daß nichts passiert, sterbe ich 1000 Tode, wenn jemand mit einer Nadel auf mich zukommt, um mir Blut abzunehmen oder eine Spritze in die Vene zu geben.In den Muskel ist ja gar nicht schlimm, wenn man es richtig macht, merkst Du es wirklich gar nicht. Sag den Leuten einfach, sie sollen vernünftig stechen,meistens ist es dann schon passiert und Du bist abgelenkt.

Was die intravenösen Spritzen angeht, habe ich auch noch keine wirkliche Lösung gefunden. Inzwischen sage ich jedem, der damit ankommt, daß ich panische Angst habe. Je länger ich dann mit jemandem spreche, desto ruhiger werde ich. Wenn man öfter als 2 mal stechen muß, was bei mir häufiger vorkommt, lasse ich auch einen anderen Arzt oder eine andere Schwester holen, egal, was man von mir denkt. Ich habe auch schon Behandlungen abgelehnt, weil ich vor Angst fast abgehoben habe, und in Ohnmacht gefallen bin ich auch schon. Ich habe sonst vor nichts und niemandem Angst, und ich weiß auch, daß es notwendig ist, aber da ist nichts zu machen. Du kannst Dich nur ablenken. Denk an etwas Schönes, an den nächsten Urlaub, an  Ferien oder Schokolade, Hauptsache, Du guckst nicht auf die Nadel. Wie Dir geht es vielen Leuten, viel mehr, als Du glaubst. Alles Liebe!

Antwort
von Kuno33, 28

Menschen haben die Fähigkeit, durch Erfahrung zu lernen. Du bist bisher der Erfahrung aus dem Weg gegangen, dass beim Spritzen im Normalfall nichts passiert, außer einem relativ harmlosen Pieks. Du hast Dich immer mehr in Deine Angst heineingesteigert. Du kannst sie nur nach und nach abbauen, indem Du immer wieder die Erfahrung machst, dass keine Katastrophen bei einer Injektion passiert.

Leider kann man nur wenige Impfungen durch Schlucken erledigen, weil die Wirkung meistens zu schwach ist, falls denn überhaupt eine Wirkung besteht.

Immerhin sagt Dein Verstand Dir ja, was Realität ist. Das Gefühl lässt sich nicht so einfach umstimmen, aber es geht auch.

Kommentar von Pangaea ,

Ich stimme dir in allem zu, nur eine kleine Ergänzung: Schluckimpfung gibt es gar nicht mehr. Die Schluckimpfung (gegen Kinderlähmung) wurde abgeschafft, weil der Lebendimpfstoff in einigen wenigen seltenen  Fällen zu einer leichten Form der Kinderlähmung führen konnte. Heute verwendet man einen Totimpfstoff, und der wird gespritzt.

Antwort
von HellasPlanitia, 22

Ich hatte als Kind und auch als Jugendliche ziemliche Panik vor Spritzen, Blutabnahmen und so weiter, ebenfalls das komplette Programm mit Schreien, Weinen und Verweigern. Bei mir kam der Wendepunkt in der einen Schulstunde, in der wir unser eigenes Blut mikroskopieren sollten. Dazu lagen kleine Piekser bereit, mit denen man sich selbst in den Finger stechen sollte, um an das Blut heranzukommen. Ich hab mich dazu durchgerungen, mich zu pieksen (da ich selbst die Kontrolle darüber hatte, ging das irgendwie), aber meine Hände waren zu schlecht durchblutet und ich habe trotz Wunde nicht genügend Blut rausgekriegt. Also habe ich mich nochmal gestochen, in einen anderen Finger. Und nochmal. Und nochmal. Und nachdem ich mir eine halbe Stunde lang sämtliche Finger mehr oder weniger kaputtgestochen hatte, ist mir aufgefallen, dass das echt nicht doll wehtut. Seit da habe ich kein Problem mehr damit, geimpft oder gestochen zu werden.

Ich will nun nicht unbedingt dazu aufrufen, dass du deine Finger malträtierst (auch wenn es bei mir eine heilsame Erfahrung war). Aber ich glaube, der einzige Weg führt über die Erfahrung, dass das wirklich nicht schlimm ist. Das erste Mal braucht sehr viel Überwindung - aber wenn du das schaffst, hast du schon einen grossen Schritt gemacht. Mit jeder zusätzlichen Erfahrung wird die Angst weniger.


Antwort
von mvllv, 24

einfach spritzen lassen. Wenn du es einfach machst, und nicht drüber nachdenkst, dann geht das schon LG melli

Kommentar von anonymoinum ,

Nein geht eben nicht

Antwort
von mvllv, 18

einfach machen lassen, und nicht drüber nachdenken. So ging es auch bei mir

Kommentar von anonymoinum ,

Ich habe höllische Panik davor! Ich kann die nicht einfach unterdrücken! Hatte hier denn noch nie jemand Panik? Weiß denn niemand wie es sich anfühlt? Diese Panik kann man nicht einfach abschalten. Dann hätte ich ja überhaupt kein Problem

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