Frage von WaruNeko, 83

Spritzen erträglicher machen?

Hallo

ich habe sehr große Angst vor Spriten - naja nicht vor einer Impfung in den Arm, aber vor Blutabnahmen und Narkosen. Ich habe das Problem, dass man bei mir nie was findet und darum dann direkt mehrmals gestochen wird, weil die mehr oder weniger raten müssen. Es tut höllisch weh! Es ist nicht nur ein Pieks es tut wirklich weh, kann nicht jeder nachvollziehen aber sicherlich manche schon. Wenn die dann gestochen haben versuchen die die Nadel meist drin nochmal zu richten und stochern in mir rum. Bei Blutabnahmen kommen auch nur ein paar Tröpfchen, praktisch nichts.

Bei meiner Magenspiegelung vor ein paar Monaten wollte ich die Narkosespritze, es lief dann so dass 2 Ärztinnen gleichzeitig an beiden Armen gesucht und auf gut Glück mehrmals gestochen haben, bis eine dann meinte sie habe etwas aber es "hinge am seidenen Faden". Hat zwar funktioniert aber ich hatte 10 Minuten Qualen weil ich panisch war und Schmerzen hatte, weil die Prozedur länger gedauert hat als die Spiegelung selbst.

Das hab ich bei jedem Arzt. Habe es auch schon mit Wasserbad versucht, war trotzdem nichts zu sehen. Es muss gemacht werden aber ich will das nicht immer durchmachen müssen.

Ich müsste demnächst eine Magenspiegelung machen (was mir mit Narkose lieber wäre) und ich muss meine Blutwerte testen lassen. Ich habe Angst. Ich könnte heulen wenn ich daran denke.

Hilfe! Kann ich irgendwas machen?

Antwort
von Neasa, 51

Es gibt für Kinder kurz vor der Blutentnahme einen Betäubungspflaster. Hört sich vielleicht dann lustig an. Wenn Du aber erklärst, was du für eine Tortur immer durchmachst, würdest sie es vielleicht bei dir machen. Du musst es nur beim Terminabmachen dort sagen, damit sie es besorgen können und eben mehr Zeit einplanen können. Ich hatte noch nie einen solchen Pflaster, nur meine Kids, scheint aber zu wirken. Was noch etwas hilft, ist eben sich bei der Blutentnahme abzulenken. Musik hören, versuchen zu lesen, was für dich eben am Besten ist.

Vielleicht wäre auch eine dünnere  Nadel bei Dir nicht verkehrt und eine gescheite Krankenschwester, die das regelmäßig macht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Ärzte selbst es nicht so gut können, weil sie es zu selten machen.

Da die Venen an den Händen nicht identisch verlaufen, musst du mal für das nächste mal schauen, welche Hand bei Dir am Besten ist. Bei meinem Sohn ist es die linke. ;) Alles Gute.

Antwort
von Schloui, 15

Ich kenne das Gefühl und es ist unerträglich. Wenn du unter 18 bist, kannst du noch zum Kinderarzt gehen... hört sich erstmal doof an aber das Selbe mache ich auch mit 16. Ist mir egal was die dort denken, aber die Helfer/-innen dort können das wenigstens. Spreche jedes mal vor dem Abnehmen etc. deine Probleme an und bestehe darauf, dass sie es wirklich vorsichtig machen. Wenn ich mich unwohl fühle, sage ich das direkt und wenn ich es doof fande, gehe ich woanders hin oder verlange den richtigen Dok. Hoffe ich konnte dir helfen :)

Antwort
von TagTraeumerin2, 20

Ich wahrscheinlich auch dem nächst..ich hab genau so eine panische Angst davor wie du. Als ich noch jünger war musste bei mir Krankenhaus auch oft gestochen worden. (Beide Arme und Hände)

Antwort
von noname68, 52

wie sieht es mit deinem blutdruck aus? bei zu niedrigem ist auch die große armvene nur dürftig ausgeprägt, so dass auch routinierte ärzte probleme haben, sie für einen zugang zum spitzen oder zur blutentnahme zu finden. 

allerdings kann man auch über alternative zugänge (z.b. auf dem handrücken) narkose- oder schmerzmittel per infusion eingeben.

Kommentar von WaruNeko ,

Ich weiß nicht wie es mit meinem Blutdruck aussieht, ich glaube aber nicht.

Handrücken etc ist schon eingeschlossen, die versuchen es praktisch am ganzen Arm inklusive Hand und treffen nichts.An der Hand sieht man genauso wenig wie an der Armbeuge.

Kommentar von user8787 ,

Auch Stress verengt die Gefäße, hier sollte stets ein talentierter Zustecher ran. Kommen noch sog. Rollvenen hinzu verlangt das schon etwas Übung....

Antwort
von ede45, 28

Du kannst auf ein Betäubungspflaster bestehen! Bei einer Magen oder Darmspiegelung würde ich mir kein Schlafmittel (Sedierung) geben lassen. Das geht auch ohne. Machen Ärzte aber nicht so gerne, weil die Untersuchung dann länger dauert. Aber in deinem Fall dauert es ja mit Sedierung länger. Professionelles Personal findet die Vene recht schnell. Übrigens! Bei einer Magen oder Darmspiegelung bekommt man keine Narkose. Ärzte sprechen oft von einer Kurznarkose damit es der Pat. besser versteht. Es ist aber eine Sedierung und keine Narkose! Den Begriff Kurznarkose gibt es gar nicht sondern nur Narkose oder Allgemeinanästhesie. Auch den Begriff Vollnarkose gibt es nicht. Wird aber gerne benutzt.

Antwort
von RosaRote10, 62

Ein guter Arzt sticht eigentlich nur einmal und dabei merkt man dann kaum was. Ich hab selbst sehr dünne Venen (Werden als 'Spaghetti-Venen' bezeichnet) und mein Arzt sticht einmal und trifft dann auch. 

Sonst kann ich dir nur raten, tief durchzuatmen und woanders hinzuschauen. Vielleicht kann ein Familienmitglied mitkommen, um dich abzulenken. Ich wünsche dir viel Glück!

Kommentar von user8787 ,

Bei leichten ambulanten Eingriffen (z.B. Magenspiegelung) hilft ganz simple ein leichtes Beruhigungsmittel. 

Ich würde dem Pat. 1 Stunde vor dem Eingriff niedrig dosiert Tavor unter die Zunge legen. Einmalig sehe ich hier kein Problem....

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