Harmoni am 20.10.2008 um 13:37 Uhr
Würde es etwas bringen wenn die Masse der Verbraucher gegen die hohen Preise demonstrieren würden ??? Ständig steigen die Preise und jeder nimmt es lautlos einfach nur hin und ärgert sich ... Wenn in anderen Ländern so etwas wäre - dann würden die Leute dagegen demonstrieren und auch protestieren - würde das bei uns in good old germany auch etwas bringen - und warum macht das NIEMAND ???

Es macht niemand, eben weil es nichts bringt.
Auf der einen Seite fordern die Gewerkschaften ständig hohe Lohnzuwächse, auf der anderen Seite will niemand die damit erforderlichen Preissteigerungen haben.
Da beißt sich die Katze in den Schwanz.

Anscheinend ist unsere Schmerzgrenze noch nicht erreicht...
Harmoni am 20. Oktober 2008 13:40 Wo liegt die Schmerzgrenze wenn man die Menschen vor 10 Jahren oder vor 15 Jahre gefragt hätte - wäre da nicht schon längst die Grenze überschritten ???
Mariposa68 am 20. Oktober 2008 13:41 Nö, vor 15 Jahren war auch alles Gut. Villeicht anders, aber gut.
Treibstoff-, Energie- und Lebensmittelpreise sind auf der ganzen Welt gestiegen und ich kenne kein Land in dem eine Demonstration daran etwas geändert hätte.
Viel wirksamer ist es, sein Konsumverhalten zu ändern: konsequent bei Diskontern einkaufen (dort, wo gleiche Qualität geliefert wird), entbehrliche Autofahrten lassen oder durch Fahrrad etc. ersetzen, Haus und Wohnung wärmedämmen, im Haushalt Energie sparen (dort aber nicht bei Glühbirnen kleckern, sondern klotzen: Wäsche aufhängen statt Wäschetrockner, geregelte (intelligente) Heizpumpe statt ungeregelter, Küche mit Fenster lüften statt Dunstabzughaube laufen lassen, Raumtemperatur nicht über 20° im Winter usw.)

Wieso glaubst Du, in anderen Ländern knirschten die Menschen NICHT unter den Energiepreisen?
In Italien z.B. kostet der Sprit beinahe ebenso viel... da geht auch keiner auf die Straße deswegen!
Alles ist relativ, und man sollte genauer hinschauen, bevor man mit gewagten Thesen um sich wirft.
Und unsereins stimmt ab über die Sparsamkeit... schau mal wie der Automarkt gerade einbricht!

Es gab mal eine Kampagnie die wie folgt lautete: Wenn man bei den groessten Kolosse wie AGIP und SHELL fuer die naechste Zeit nicht mehr tankt damit erreicht, dass sie notgedrungen die Preise senken muessen. Hierfuer benoetigt man jedoch eine Masse von Mitgliedern, die sich daran halten muessten. Denn wenn der grosse Konzern die Preise senkt, muessen die kleinen nachziehen.
jobo22 am 20. Oktober 2008 13:44 Im Endeffekt sollte man denke ich schaun, dass man sich wo es geht nicht zu sehr abhängig macht von Ölmultis, Politikern und anderen Egoisten...
Tanken muss man irgendwo und die Preisunterschiede zwischen den Konzernen sind minimal. Ein Boykott einzelner Firmen wird die anderen wohl kaum zu Preissenkungen veranlassen. Was wirkt ist nur, wenn man bei Diskontern statt bei Markentankstellen tankt und dazu braucht man keine Masse, das kann jeder individuell tun. In der Umgebung begehrter Diskonter sinken dann die Preise bei allen Marken!

Also, gegen einen Spritpreis von heute von 1,20 € würde ich nicht demonstrieren wollen lol
GerdaG am 20. Oktober 2008 13:39 Nicht wahr, da ist man schon richtig dankbar :-))
Mariposa68 am 20. Oktober 2008 13:40 Da macht das Gas-geben wieder Spaß :-)

Der Protest läuft doch. Und das für die Energie-Konzerne erschreckend effektiv.
Durch das Ernergiespargesetz, die Senkung des CO 2-Ausstosses und diverse weitere Maßnahmen sinkt unser Energieverbrauch.
Im übrigen steigen die Investitionen in erneuerbare Energien, wenn die Preise für klassische (vorwiegend fossile und atomare) Energiequellen steigen.
Im Sinne des Umweltschutzes sind also hohe Energiepreise das Beste was es gibt um langfristig (relativ) niedrige Preise zu sichern.
Mit anderen Worten, für ein langfristiges Ziel gehst Du kurzfristig über Leichen.
oohpss am 21. Oktober 2008 14:49 Nein, statt einem Schrecken ohne Ende bin ich für ein Ende mit kurzem Schrecken.
Die andere Alternative wäre eben über Leichen zu gehen.

Wem die Spritpreise zu teuer sind der soll
sein Auto einfach mal stehen lassen und
mit Öffis fahren,
Fahrgemeinschaften bilden oder sich
ein preiswertes Fortbewegungsmittel anschaffen.
Es gibt doch genug was man tun kann.

Weil es noch nicht weh tut. Man findet sich in Deutschland ab, man üffnete den Strommarkt, man lockte die Kunden mit billig Strompreisen und dann waren sich die 5 großen Stromkonzerne einig und man setzte stetig bdie Strompreise nach oben. Und das Kartellamt wuste das, die Bundesregierung wuste das und was geschah, nichts.

Dann müssten schon mal alle Industriestaaten die Leute auf die Straße gehen. Und an einem ändert das auch nichts - nämlich, dass bald nix mehr da is von dem Stoff...
Stimmt nicht, es gibt derzeit keine Rohstoffknappheit.

Weil es das deutsche Volk gelernt hat, seine Stimme (gefälligst) nicht zu erheben.