Frage von AyriChan, 18

Sprit sparen mit niedrigem Gang und Motorbremse?

Hi! :) Da ich versuche, möglichst spritsparend zu fahren, habe ich mich in Internet schon einige Male informiert. Viele sagen, dass man so schnell wie möglich hochschalten sollte, was irgendwo Sinn ergibt. Dann wird jedoch auch oft gesagt, dass eine zu niedrige Drehzahl wieder mehr Sprit verbraucht. Also doch eher eine mittlere Drehzahl?

Dasselbe gilt für das Thema Bremsen. Da scheiden sich die Geister, ob man nun auskuppeln oder doch lieber mit der Motorbremse langsam runter schalten soll. Wenig Bremsen und vorausschauend fahren ist logisch.

Ich hoffe, dass mir endlich jemand klar erklären kann, was es nun damit auf sich hat.

Danke schon mal! :)

Antwort
von HobbyTfz, 8

Hallo AyriChan

Am sparsamsten fährst du wenn du in dem Drehzahlbereich fährst wo dein Motor den besten Drehmoment hat. In der Bedienungsanleitung steht bei welcher Drehzahl dein Motor den höchsten Drehmoment hat.

Beim Bremsen die Motorbremse nützen, dabei wird bei den meisten Autos  die Schubabschaltung wirksam. Wenn man die auskuppelt dann braucht der Motor Treibstoff um weiterzulaufen. Man braucht auch nicht Gang für Gang runterzuschalten sondern erst dann runterschalten wenn die Drehzahl sehr niedrig ist, dabei kann man einzelne Gänge überspringen

Gruß HobbyTfz 

Antwort
von catweasel66, 11

niedrige drehzahlen--> geringerer verbrauch. also macht frühes hochschalten sinn

motorbremse macht auch sinn, weil moderne motoren die spritzufuhr abschalten im schiebebetrieb . bei leerlauf und kupplung trten tuckert der motor ja weiter.

Antwort
von EddiR, 7

Hi, Mit dem Motor zu bremsen ist durchaus sinnvoll. Allerdings nicht so, wie es Konzato1 darstellt. Drehzahl runter kommen lassen bis in den Bereich der Leerlaufdrehzahl ist insoweit iO. Dann in den nächsten Gang runter und die Bremswirkung des Motors, die dann wieder höher ist, nutzen.

Bei den Motoren von heute ist es tatsächlich so, wie Optiman das schildert. Im Schiebebetrieb wird die Kraftstoffversorgung kpl. abgeschaltet. Läßt man das Auto mit getretener Kupplung ausrollen wird Sprit verheizt da der Motor im Leerlauf läuft und dessen Bremswirkung wird nicht genutzt.

Es ist auch nicht so, daß hier die Kupplung unnötig belastet wird. So was kann die locker ab, solange man die nicht schleifen  läßt. Wenn man im normalen Fahrbetrieb runter schaltet, kann die das ja auch ab....

Kommentar von konzato1 ,

Um vom 5. bis in den 2. Gang beim ausrollen runterzuschalten, bin ich viel zu faul. Was soll das denn bringen? (Außer eine Belastung der Kupplung)

Der 5. (oder 4.) bleibt drin und wird kurz vorm anhalten rausgenommen.

Für mich ist es nun mal ein riesiger Unterschied, ob ich die Kupplung in der Werkstatt wechseln lassen muss oder 2500 km eher die Bremsbeläge selbst in der Hobbywerkstatt erneuere.

(Meine Kupplungen haben übrigens bei jedem Auto trotz Hängerbetrieb 200.000 km und mehr gehalten.)

Kommentar von franneck1989 ,

Beim Runterschalten werden auch die Sychronringe besonders belastet. Zudem schleift die Kupplung bei jedem Schaltvorgang unweigerlich kurz. Man muss es mit der Motorbremse nicht übertreiben. Einfach im aktuellen Gang bleiben und die Betriebsbremse nutzen.

Da habe ich statt 0,01l weniger Verbrauch lieber eine längere Lebenszeit von Kupplung und Getriebe

Kommentar von EddiR ,

Übvertreiben muß man nicht... das ist richtig....  Ich schalte auch nicht vom 5. bis runter in den 1. um mit dem Motor zu bremsen! Aber die Belastung der Synchronringe... das stimmt nicht so ganz. Die werden beim normalen hoch- und runterschalten gleichermaßen belastet. 

Wenn man den Motor als Bremse mit nutzt, macht das den S-Ringen nicht mehr oder weniger aus. Höchstens man überspringt Gänge beim Schalten. Dann auf jeden Fall!

Antwort
von peterobm, 13

besser ist noch immer vorausschauend und Verkehrsgerecht fahren. Frühzeitig Gas wegnehmen und die Bremswirkung vom Fahrzeug ausnutzen.

klar doch niedriger Gang aber recht hohe Drehzahl ist Kontraproduktiv - als Schnecke willst den Verkehr nicht aufhalten

nur auskuppeln bringt rein gar nix

Antwort
von Optiman, 7

Hi
moderne Motoren haben eine Lastabschaltung d h sie verbrauchen im Schiebebetrieb gar keinen Kraftstoff mehr !
Also wenn du vorausschauend fährst und immer nur soviel beschleunigst wie nötig im möglichst hohen Gang fährst und so wenig bremst wie möglich sollte dein Verbrauch am geringsten sein!

na denn, Optiman

Antwort
von konzato1, 7

Für dieses "mit Motorbremse langsam runter schalten" gibt es meiner Meinung nach keine Begründung. Diese Fahrweise belastet die (teure) Kupplung.

Man sollte in dem Gang an die Ampel rollen, in dem man sich gerade befindet und knapp vor erreichen der Leerlaufdrehzahl (rund 800 U/min) dann auskuppeln.

Niedrige Drehzahl ist ok, aber eben nicht zu niedrig. Und immer den Umständen entsprechend. Im 5. oder gar 6. Gang kann man in der Stadt mit 50 km/h "ruhig rumrollen", aber zum Überholen oder Beschleunigen hat der Motor bei den geringen Drehzahlen zu wenig Kraft. (Falls es Berg auf geht oder eine höhere Geschwindigkeit gefahren werden darf)

Zusammenfassend - 2000 Umdrehungen sind eine "gute Drehzahl".

Kommentar von annokrat ,

motorbremse belastet keine kupplung, weil diese voll eingekuppelt ist. dabei schaltet man auch nicht "langsam" runter, sondern zügig ohne die kupplung schleifen zu lassen.

2000 umdrehungen sind bei einem benziner zu wenig. bei heute üblichen drehzahlbereichen sollten 3000 bis 4000 umdrehungen erreicht weden. hat dazu den vorteil, dass man vernünftig von der haltelinie wegkommt und nicht den verkehr hinter sich mit seiner langsamkeit terrorisiert.

annokrat

Kommentar von konzato1 ,

Die Motorbremse belastet die Kupplung nicht, das habe ich auch nie behauptet. Aber das Runterschalten vom 5. in den 4., in den 3., in den 2. schon.

Mit den 2000 Umdrehungen meine ich Fahren und nicht Anfahren.

Kommentar von franneck1989 ,

Für dieses "mit Motorbremse langsam runter schalten" gibt es meiner
Meinung nach keine Begründung. Diese Fahrweise belastet die (teure)
Kupplung. 

Und die Synchronringe im (noch teureren) Getriebe

Antwort
von annokrat, 6

inzwischen musst du stark unterscheiden was für ein fahrzeug du hast.

gehen wir von einem einigermassen aktuellen fahrzeug aus, besitzt dies etliche einrichtungen, die das spritsparen fördern. du musst dann so fahren, dass diese technischen einrichtungen wirksam arbeiten können.

üblich ist heute eine schubabschaltung. das bedeutet, dass bei verwendung der motorbremse die spritzufuhr komplett abgeschaltet wird. das auto verbraucht dabei keinen sprit. benutzt du keine motorbremse wird sprit verbraucht.

weiterhin ist es üblich, dass die fahrzeuge start-stop-automatiken haben. deshalb macht es keinen sinn sich langsam fahrend der haltelinie zu nähern. stattdessen möglichst lang mit schubabschaltung zügig hinrollen bis zum stillstand. dadurch verlängert sich der zeitraum, in dem der motor vor der ampel komplett aus ist, was wiederum zur spritersparnis führt.

ausserdem zeigen die fahrzeuge an, wenn man hochschalten soll, um wenig sprit zu verbrauchen.

verzichte auf die nutzung der klimaanlage, soweit vertretbar. das spart sprit. ähnliches gilt für unsinn wie sitz- oder lenkrad-heizung (wir leben nicht in sibirien).

annokrat

Kommentar von X3030 ,

Nutzung der Sitz und Lenkradheizung ist sicher nicht Unsinn.., jeder hat ein anderes Kälteempfinden. Meine Frau zb ist hellauf begeistert über beide Optionen. 

Du nutzt diese Extras nicht.., schön für dich. 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten