ZwieZeit am 21.08.2008 um 14:53 Uhr
Zweierlei Sprech-"Probleme" hab ich. Es handelt sich um dumme Angewohnheiten. Das eine ist bekannt - man benutzt ständig die gleichen Einschub- oder Verstärkungs-Wörter, wie zB "also" "ja" "quasi" "richtig"...
wie wird man das am besten los, bzw kann es abschalten, wenn man ein wichtiges Gespräch führt?
Und die andere Sache ist etwas spezieller: Ich benutze Wörter, dessen Bedeutung kein anderer kennt - weil sie zB meine Ma 'erfunden' hat und ich sie deshalb seit zwei Jahrzehnten benutze. Mir fällt jetzt gerade nur ein Beispiel ein: sie nennt Tetrapacks "Butte". Für mich ist dieses Wort so plausibel und normal wie jedes andere, für meine Gegenüber aber nicht. Gibt es Abhilfe?
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Einfach tagtäglich versuchen diese Wörter nicht mehr zu gebrauchen bis du dich dran gewöhnt hast... Nur in bestimmten sitaution "anständig" reden funktioniert nicht.

Da ist einsernes Training angesagt. Das schafst du nur durch Selbstbeobachtung, oder bitte ein,zwei gute Freunde, dich doch jedesmal leicht anzuticken. Das zeite Problem ist ja kein schlimmes, kannst du dir aber genauso abgewöhnen.
Gute Idee DH!
Langsam sprechen und sehr genau auf die Worte achten. Du wirst überrascht sein, wie schnell Du die Marotte los wirst.
Ich kenne jemand, der sagt bei jedem 2. Begriff "Dingens" oder "Dingsda". Einfach nur grauslig.

Eine andere, vielleicht merkwürdige Abhilfe: sich das, was man sagen will, als geschriebenen Text erst vorstellen und dann aussprechen (wird sicher lange brauchen, bis ein Gegenüber eine Antwort erhält) - frei nach Goethe: sprich, wie du schreibst, so sprichst du gut (hoffe, ich liege hier nicht ganz verkehrt)

mit etwas disziplin und einfach kurz vorher überlegen bevor man drauflosredet. so habe ich mir auch diese böse angewohnheit abgewöhnt einzigste und einzigster zu sagen. genauo wie die sache mit als und wie :-)
ZwieZeit am 21. August 2008 14:57 manchmal hat man einfach nicht die Zeit, vorher zu denken (langsamdenkender Mensch sei)... wenn man zB eine Frage gestellt bekommt bei einem Vorstellungsgespräch...
Deswegen (siehe meine Antwort) tagtäglich üben, damit du es im Vorstellungsgespräch nicht vermasselst ^^ nach ner zeit stellste diese Gewohnheiten wieder ab und musst dann im vorstellungsgespräch dann auch nicht da sitzen und ewig überlegen wie du das jetzt sagst ;-)
venus79 am 21. August 2008 14:59 grade bei einem vorstellungsgespräch sollte man sich aber zwei drei sekunden nehmen und vorher denken. das kann sonst schon ins auge gehen. der potentielle arbeitgeber ist sicher auch nicht gleich sauer wegen sowas sondern unter umständen positiv überrascht.
Stimmt! Außerdem weiß jeder potentielle Arbeitgeber das der Bewerber nervös ist und berücksichtig dies auch
ZwieZeit am 21. August 2008 15:04 ich dachte immer, es macht einen schlechten Eindruck, wenn man wegen Überlegungzeiten mehr Zeit des Persochefs verbraucht... -_-

immer VORHEr überlegen was man sagen will und drauf achten wie man was sagt...klar kann man sich das abgewöhnen...

Die einzige Abhilfe, die mir einfällt: sich selbst zuhören.
Mir rutschen auch immer wieder Füllwörter dazwischen, eine Weile war es das Wort "sozusagen". Eine Freundin machte mich darauf aufmerksam, und ich konnte es stoppen, weil es mir peinlich wurde... dann fiel mir erst auf, wieviele Menschen auch im TV dieses Füllsel verwenden!
Dann hab ich auch Freude an erfundenen Wörtern - wenn sie einen deutlichen Bezug zur Sache haben, erfreuen sie auch die Mitmenschen, weil man nicht nur so langweilig daherredet! Ohne Bezug allerdings, wie Dein Beispiel, sorgen sie nur für Irritationen, daher würde ich mir das abgewöhnen. Und das klappt mit Selbstbeobachtung und Selbstdisziplin ganz gut. Man kann bewußten Umgang mit der Sprache tatsächlich trainieren. LG!

Nimm mal einige deiner "Reden" auf und höre sie dir kritisch an. Zunächst muss man ja erst mal wissen, woran es klemmt, um es vermeiden zu können. Dann bemühe dich, diese Marotten grundsätzlich zu vereiden, nicht nur etwa beim "schön Sprechen". Der Gedanke, einige Dinge nicht zu verwenden, muss sich fest "im Hinterkopf" einnisten und immer präsent sein.

Seh ich auch so. Was man sich irgendwann mal angewöhnen konnte, das kann man sich auch wieder abgewöhnen!

Sich selbst immer wieder daran erinnern und freunden das sie dich darauf aufmerksam machen sollen wenn du es wieder gesagt hast.