Frage von diaeta, 66

Sprechen folgende Symptome für eine Gastritis?

Ich habe den Verdacht auf Magenschleimhautentzündung und seit mehr als einem Jahr folgende Symptome: chronische Übelkeit, phasenweise Magenschmerzen, nüchtern leichten Brechreiz, Hunger mit Übelkeit, schnelles Sättigungsgefühl, Aufstoßen nach dem Essen und Unwohlsein. Wenn ich Alkohol trinke, verstärken sich einige der Beschwerden und manchmal bekomme ich davon auch Sodbrennen. Spricht das alles für eine Gastritis? Hat jemand Erfahrung?

Antwort
von polarbaer64, 38

Eine Gastritis ist eigentlich eine Erkrankung, die wieder weg geht. Das hat man ein paar Tage, und dann ist´s gut. Wenn das bei dir dauerhaft ist, dann wäre das schon chronisch.

Kann das sein, dass das bei dir psychische Ursachen hat?

Du solltest dich auf jeden Fall mal untersuchen lassen, wenn du das die ganze Zeit hast. Ganz hilfreich sind Iberogast-Tropfen.

Kommentar von diaeta ,

Ich habe recht viele psychische Störungen, ja.

Kommentar von polarbaer64 ,

Bist du deswegen in Behandlung? Denn eine kranke Psyche schlägt oft auf den Magen... . Wenn nicht, solltest du dir mal Hilfe holen... .

Antwort
von HorrorSuchti88, 42

Ich hatte nur ein mal eine gastritis, also bin ich kein Experte. Übel war mir nicht, aber ich hatte sehr starke schmerzen, habe mich die ganze Nacht hin und her gewälzt um den schmerzen zu entgehen (vergeblich).

Was eine gastritis verstärkt sind kohlensäure, Alkohol und fett. Ich habe alle dieser 3 Sachen zu mir genommen (Cola, Vodka und Pizza -.-) was erklärt warum die schmerzen bei mir so stark waren

Hoffe ich konnte dir helfen.

LG

Antwort
von Kometenstaub, 32

Das SCHWARZ auf Deiner Profilseite macht mir Angst...

Wenn Du alle diese Symptome tatsächlich hast, dann solltest Du umgehend einen Arzt aufsuchen. Bitte. Denn z.B auch ständiges Sodbrennen kann zu schlimmen Erkrankungen der Speiseröhre führen.

Antwort
von mimi142001, 21

Ich lache mich weg;-)
Hör mit deinem Kaugummi und Geheul auf du bist selbst Schuld
Pech gehabt!

Antwort
von Hobbybastler123, 10

Wenn du das schon so lange hast, ist es keine Gastritis, sondern ein nervöser Magen. Dieser hat die gleichen Symptome. Du solltest erst einmal Kamillentee trinken, um den Magen zu beruhigen. Davon sollte das Sodbrennen weggehen. Du darfst keine blähenden Speisen essen und auch keinen Alkohol trinken. Sollte es nicht besser werden, ist dein Hausarzt dein Ansprechpartner.

Antwort
von ArchEnema, 28

Ja. Aber die Gastritis ist nicht dein Grundproblem, sondern auf deine kaputte Ernährungsweise zurückzuführen.

Kommentar von diaeta ,

Muss so lachen. xdd Ich habe einfach seit mehr als sieben Jahren Magenprobleme, die zum Großteil auf psychischen Störungen basieren und du versuchst krampfhaft, meine Ernährung ins Spiel zu bringen, weil du es scheinbar nicht ertragen kannst, dass ich auf diesem Weg erfolgreich abnehmen und dafür auch was aushalten kann. :-D Ich esse so gesund wie nie zuvor und weil du davon keine Ahnung hast, darfst du zukünftig den Mund halten.

Kommentar von ArchEnema ,

Abgemacht - aber nur wenn du keine Kaugummifragen mehr stellst! ;-))

Hör mal, ich denke wir sind uns einig, dass deine psychischen Probleme ganz weit vorne in der Ereignishistorie stehen. Die Ernährung ist entweder Folge oder Ursache der psychischen Probleme.

In der Praxis wohl beides - in Form eines Teufelskreises. Ist man einmal drin, dann macht die Psyche die Ernährung komisch, und die Ernährung die Psyche komisch. Und so weiter.

Ich habe selbst schon mal 20 kg abgenommen und hatte auch Magenbeschwerden (das war der Grund die Ernährung zu überdenken und somit auch abzunehmen). Insofern habe ich zumindest eine gewisse N=1 Erfahrung mit sowas.

Ich habe sogar mal ein paar Wochen Säureblocker geschluckt - die Erkenntnis daraus war, dass die Magensäure nicht die Ursache der Beschwerden war (die Blocker haben ein paar Tage lang geholfen, dann nicht mehr). Bei chronischer Gastritis/Sodbrennen also völlig nutzlos, nur bei ganz akuter Gastritis (wenn überhaupt) gerechtfertigt.

Ich habe nicht mit Kaugummi abgenommen, sondern mit LCHF. Das ist für Außenstehende eher noch verrückter als Kaugummi-Diät - aber ich habe mich währenddessen nicht über Magenbeschwerden beklagt (hatte nämlich zusehends weniger).

Meine Vermutung ist, dass dein Gedärm ziemlich vor sich hin leiden muss. Unterschwellige Entzündungen, Schleimhautschäden, dadurch schlechte Nährstoffaufnahme und Allergene im Blut, was im Endeffekt alles weiter verschlimmert (auch die Psyche!). Ich bin dahingehend (Gedärm) selbst ein bisschen empfindlich, aber mit sinnvoller Ernährung habe ich's im Griff.

Ich kann nur sagen, dass meiner Erfahrung nach gewöhnliche fett-/kalorienarme Diäten eher schlecht für die Organe und auch die Psyche sind. Sofern du nicht deutlich übergewichtig bist (ich habe nirgends was von deinem Gewicht gelesen) - oder wenn du gar untergewichtig bist - dann brauchst du Fett. Fett und Protein. Kein Obst, denn das hat nichts davon, und der Zucker ist ungünstig. Nüsse und beliebiges Gemüse sind gut. Fleisch, Eier, Fisch, ggf. fettige Milchprodukte. Vorerst kein Weizen, generell keine raffinierten KH oder raffinierten Fette/Öle.

Kommentar von ArchEnema ,

Hast du nun eigentlich Hashi diagnostiziert bekommen? Nimmst du Thyroxin - und wieviel? TSH sollte auf 1.0 mU/L eingestellt werden, keinesfalls höher.

Von SD-Unterfunktion nimmt man bekanntermaßen zu. Die Ursache von Hashi (Autoimmunentzündung) ist mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einer entzündeten Darmschleimhaut und Fehlbesiedelung zu suchen.

Kommentar von diaeta ,

Es wird dich vielleicht überraschen, aber mein Kaugummikonsum hat absolut gar nichts damit zu tun, dass ich momentan auf Diät bin. Ich möchte mit Kaugummis nicht abnehmen und auch keine Probleme kompensieren. Es ist einfach eine gottverdammte Angewohnheit, die Kaugummis zu schlucken. Meine psychischen Probleme beziehen sich nicht auf mein Essverhalten und auch umgekehrt besteht dabei kein Zusammenhang. Ja, ich BIN stark übergewichtig und dass ich daran etwas ändern möchte, ist definitiv kein Grund zur Sorge.

Man kann nicht zu 100% sagen, ob ich Hashimoto habe. Und deshalb bekomme ich auch keine Tabletten.

Kommentar von voayager ,

Und was ist aber mit deinen Jodpräparaten, die dir dein Arzt verschrieb? Kann es sein, dass dir das mal wieder weggerutscht ist? Ich traue dir so was durchaus zu.

Kommentar von ArchEnema ,

Jod?! Bei Hashimoto absolut kontraindiziert. Macht es schlimmer!

Bevor man Jodpillen gibt muss Hashimoto ausgeschlossen werden (was hier nicht geschehen ist). Alles andere ist ein Kunstfehler.

Dazu muss man sagen, dass in Deutschland eigentlich niemand mehr Jodmangel haben sollte. Ist doch überall Jodsalz drinne (nicht gerade hilfreich für Hashis).

Kommentar von ArchEnema ,

OK, dann vergessen wir die Kaugummis. Dass sie dir offenbar Bauchschmerzen bereiten merkst du ja selbst - möglicherweise solltest du die Angewohnheit ablegen oder wenigstens die Sorte wechseln.

Mastix (Pistazienbaumharz; gibt's im Gewürzhandel) kann man stundenlang kauen (schmeckt dezent nach, äh, Fichtennadel, der Geschmack hält aber ewig), ist antibakteriell und soll sogar gegen Helicobacter (Gastritis!) helfen. Und wenn man es schluckt ist es wenigstens biologisch abbaubar - bei synthetischer Kaumasse eher nicht der Fall. Aber Preise vergleichen, ist nicht ganz billig.

Um Tabletten zu bekommen muss man kein Hashimoto haben - Unterfunktion sollte reichen. Dazu muss man sagen, dass die meisten Labore veralteten Normbereiche verwenden (bis 4 mU/l TSH, dabei sind schon 2.5 mU/l verdächtig)! In aller Regel ist bei Hashimoto ein hoher TPO-AK-Spiegel nachweisbar (Antikörper gegen ein SD-Enzym).

Abnehmen ist bei Übergewicht natürlich OK. Wichtig wäre v.a., den Proteinbedarf zu decken. Ebenso Mineralstoffe und Vitamine. Kohlenhydrate braucht niemand, Fett schon bisschen (schon alleine für Vitaminzufuhr und Gallentätigkeit). Stark verarbeitete Produkte zu meiden ist sinnvoll.

Da ich (wie gesagt) von eine Darmproblematik ausgehe, sind nicht nur raffinierte Zuckerarten (dazu gehören möglicherweise auch deine Kaugummis) problematisch, sondern auch raffinierte Stärke (Mehl, Maltodextrin). Als Pointer will ich mal auf FODMAPS und SCD verweisen. Ob dem so ist kannst du nur selbst testen...

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