Frage von hddrlee, 30

Sprachvisum für 50 jährige Frau möglich?

Meine Mutter möchte für ein Jahr in Deutschland Deutsch lernen, weil das immer ihr langer Wunsch war, was durch ihre Arbeit und Kindererziehung nicht möglich war. Allerdings wurde ihr Visumantrag abgelehnt, weil sie beim Interview mich genannt hat, dass ich in Deutschland studiere und ihre Motivation anders sei, dass sie mich besuchen will. Allerdings wird sie nicht in meiner Stadt wohnen, sondern wo anders. Naja, natürlich wird sie ja auch ab und zu mich besuchen und ich sie auch. Aber das war nicht der Hauptgrund...

Einige Leute sagten, dass es leichter ist, in Deutschland direkt den Visumantrag erneut zu stellen. Ich weiß aber nicht, ob der Zuständige das Protokoll vom letzten Interview einlesen kann und ihren Antrag wieder ablehnt. Ich möchte aber ihr weiterhelfen, dass sie ihr Wunsch verwirklichen kann, weil sie bisher wirklich viel für meine Familie geleistet hat. Ich möchte, dass sie auch mal ihre Zeit für sich gönnt und nach ihrem Wunsch lebt.

Jedenfalls habe ich diesmal für sie ihr Motivationsschreiben übersetzt. Ich bin nicht perfekt in Deutsch und weiß nicht, in wie weit man das schreiben soll. Ich wäre sehr dankbar für jegliche Hilfe, Ratschläge und Korrektur!

Hier das Motivastionsschreiben;

*Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bewerbe mich für ein Sprachvisum, um die deutsche Sprache besser lernen zu können. Mein Interesse an Deutsch entstand durch Deutschunterricht von meiner Gymnasiumszeit, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Deutsch ist eine tiefsinnige und logische Sprache. In Korea habe ich mehrmals versucht, Deutschkurs zu besuchen und zu lernen. Allerdings hat es mir praktisch nichts gebracht, weil meine Arbeit und Kindererziehung bisher immer viel Zeit genommen haben und man von meiner Region zum Kurs über eine Stunde fahren muss, sodass eine regelmäßige Teilnahme am Deutschkurs nicht möglich war.

Bis Juli diesen Jahres habe ich bei meiner Firma Vollzeit gearbeitet und sie hat mir ein Sabbatjahr angeboten, das ich unbedingt zum Kennenlernen der Kultur und Sprache von Deutschland nutzen möchte. Die Firma arbeitet auch viel mit deutschen Firmen, so dass wir jährlich einige Besuche von den Firmen bekommen. Nach dem ich ein Jahr hier Sprache gelernt habe, möchte ich meine Sprachfähigkeit in meiner Firma weiter verwenden, in dem ich mit den Besuchern Deutsch spreche. Ich hoffe, dass ich durch den Aufenthalt in Deutschland die deutsche Kultur und Mentalität besser kennenlerne, damit die Kommunikation zwischen meiner Firma und deutschen Firma noch besser entwickelt wird und zur guten Kooperation führt.

mit freundlichen Grüßen,*

Antwort
von baindl, 18

Sie kann das Visum nur vor Ort, also in Korea, beantragen.


Kraft Gesetzes (§ 71 Abs. 2 Aufenthaltsgesetz) sind die Botschaften
und Generalkonsulate (Auslandsvertretungen) der Bundesrepublik
Deutschland für die Visumerteilung verantwortlich. Das Auswärtige Amt
wird bei der Entscheidung von einzelnen Visumanträgen grundsätzlich
nicht befasst. Kenntnisse über den Stand einzelner, bei den
Auslandsvertretungen anhängiger Verfahren liegen dem Auswärtigen Amt
nicht vor.

Sie kann das Visum nur vor Ort, also in Korea beantragen.


Örtlich zuständig für die Visumerteilung ist die Auslandsvertretung, in deren Amtsbezirk der Antragsteller seinengewöhnlichen Aufenthalt bzw. seinen Wohnsitz hat.



Das Visum für einen längerfristigen Aufenthalt muss grundsätzlich vor der Einreise bei der zuständigen Auslandsvertretung beantragt werden.





http://www.auswaertiges-amt.de/DE/EinreiseUndAufenthalt/Visabestimmungen\_node.h...

Kommentar von hddrlee ,

Hallo,

Danke für Ihre Antwort. Aber die Sekretärin von der deutschen Botschaft in Korea hat sogar gesagt, es sei besser, dass meine Mutter in Deutschland den Antrag direkt gibt. Als ich hier bei Ausländerbehörde angerufen habe, sagte eine Beamtin, dass sie alle benötigten Dokumente mit Motivationsschreiben mitbringen soll. Mit welcher Grundlage haben sie uns denn das gesagt?? 

Kommentar von baindl ,

Mit welcher Grundlage haben sie uns denn das gesagt?? 

Keine Ahnung, ich kenne nur die Infos, die auf der Seite des auswärtigen Amts zu finden sind.

Kommentar von hddrlee ,

Was wäre diese Aussage von dem selben Link? 

"Für aufenthaltsrechtliche Maßnahmen und Entscheidungen nach dem Aufenthaltsgesetz für Ausländer, die sich bereits in Deutschland aufhalten, sind die Ausländerbehörden zuständig. Ausländerbehörden sind keine nachgeordneten Stellen des Auswärtigen Amts. Auf ihre Entscheidungen kann das Auswärtige Amt keinen Einfluss nehmen. Sie unterstehen vielmehr der Fachaufsicht der Innenministerien und -senatoren der Länder."

Kommentar von baindl ,

Da solltest Du Dich bei der örtlichen Ausländerbehörde/Meldeamt/Bürgerbüro erkundigen.

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