Frage von Mayelle, 44

Sprachen im Lebenlauf - "Ehrlichkeit"?

Hallöchen :)

ich bin gerade dabei meinen Lebenslauf zu überarbeiten. Nun, man schreibt ja seine Sprachkenntnisse in en Lebenlauf und normalerweise eine Einstufung der Sprachkenntnisse: Grundkenntnisse, Fließend in Wort und Schrift.

Man kann doch aber auch "gute Kenntnisse" schreiben oder? (das wäre meine 1. Frage) Und meine andere Frage wäre, wie ehrlich muss ich da eigentlich sein. Erwartet man von einem Abiturient, dass man Englisch "fließend in Wort und Schrift" kann? Oder wäre es auch in Ordnung, nur "gute Kenntnisse" zu schreiben? (2. Frage)

Also wenn man ehrlich ist, will man sich immer ein bisschen besser darstellen bzw. sich zumindest nicht schlechter darstellen, als man ist. Aber irgendwie fühle ich mich nicht gut dabei, zu behaupten, mein Englisch wäre so gut, wenn dies nicht der Fall ist. Das sieht man einerseits an den Noten (immer (8/9 Notenpunkte - also ok) und spätestens wenn man plötzlich englisch mit mir reden würde. Bei meiner Schwester ist das tatsächlich während des Vorstellungsgespräches passiert. Das war zwar auch eine Ausbildung in der Englisch mitunter wichtig ist, aber trotzdem... man weiß ja nie.

Danke schonmal :)

Antwort
von zehnvorzwei, 22

Hei, Mayelle, gerade im Lebenslauf - und was man schwarz auf weiß niederlegt - sollte man ehrlich sein. Was nützt es, wenn man beim ersten ernst zu nehmen "Ernstfall" auf die Schnauze fiele, die man vorher zu voll genommen hat. "Englisch bis zum Abitur" ist eine Antwort, die einesteils erklärt, viel Englisch gelernt zu haben und andererseits offenlässt, mit welchem Erfolg, aber suggeriert: Der / die kann englisch.  Ungelogen! Grüße!

Antwort
von M1603, 13

Wenn die Sprache tatsaechlich fuer den Beruf relevant ist, dann kann man 'Uebertreiber' ganz einfach entlarven, indem man das Vorstellungsgespraech in die entsprechende Sprache uebertraegt (was man sicherlich auch machen wird). Da stellt man dann schnell fest, dass die fliessenden oder guten Sprachkenntnisse unter Umstaenden eben doch nicht so gut sind, wie behauptet wurde. ; )

Und man muss auch zu sich selbst so ehrlich sein, um festzustellen, dass man nach der Schule in der Regel eben doch nicht so fliessend ist, wie man gerne waere. Das wuerde naemlich bedeuten, dass man mit jedem Sprecher der Sprache ueber jedes beliebige Thema (privat und beruflich) sprechen oder schreiben koennte, ohne dass sofort auffaellt, dass man Auslaender ist. Fuer ein solches Niveau fehlt aber in der Regel die Lebenserfahrung und eine laengere Zeit in dem Land der Sprache.

Sollten die Sprachkenntnisse fuer den Beruf irgendwie relevant sein oder moechte man einen Beruf ergreifen, in dem sie relevant werden koennten, dann sollte man sich nach offiziell anerkannten Sprachtests umschauen. Fuer jede wichtige Sprache gibt es solche Tests. Das kostet ein wenig, aber am Ende erhaelt man dann eine Einstufung nach dem europaeischen Referenzrahmen fuer Sprachen (siehe Wikipedia). Firmen, bei denen Sprachkenntnisse wichtig sind, werden mit den Bezeichnungen des Referenzrahmens gluecklicher sein, als mit vagen Auesserungen, wie 'fliessend' oder 'gut'. Ausserdem kann man sich dadurch auch selbst ganz gut kontrollieren und erkennen, wo man wirklich steht.

Antwort
von Heinrich45, 21

Ich denke, so wichtig ist die Ehrlichkeit nicht. Ich habe auch ein bisschen gelogen. Aber eine bekannte wurde ständig abgelehnt, weil sie vergessen hatte, eine Bewerbung auf englisch mitzuschicken. Das ist nicht überall wichtig, aber besonders bei internationalen Firmen ausschlaggebend.

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