nv1977 am 23.03.2008 um 22:03 Uhr
Mal eine allgemein gehaltene Frage...: Meint ihr, dass es ab einem bestimmten Alter komplizierter wird, Fremdsprachen zu lernen oder hängt der Erfolg einfach nur von dem dieser Sprache entgegengebrachtem Interesse ab? Und noch eine weitere Frage: Ich habe ein paar ausländische Freunde, welche aber schon seit knapp 20 Jahren in Deutschland leben. Trotzdem (deutsche Freunde, deutscher Arbeitgeber etc) beherrschen sie die deutsche Sprache nicht richtig, sondern mit extremen Akzent und Fehlern. Hört man irgendwann auf, eine Sprache weiterzulernen, wenn man merkt "hey, jeder versteht mich, das reicht"? Kann sein, dass diese Frage ins Forum gehört, dann bitte hier löschen... Danke.

Im wesentlichen ist das Erlernen von Sprachen nicht altersabhängig.
Soweit man eine Sprache im Land lernt, ohne sich auch mit den theoretischen Grundlagen zu beschäftigen, mag es sein, daß bestimmte Fehler erhalten bleiben. Darüberhinaus ist Sprachbegabung individuell unterschiedlich.
Ich habe vor einem Jahr Tschechisch gelernt.Jetzt mit 28 ist mir das ziemlich schwer gefallen.In meiner Ausbildung vor 10Jahren lernze ich Französich und Spanisch,damals viel mir das alles vielleichter.........

Kinder lernen sehr leicht, auch Fremdsprachen. Meine Tochter hat schon in der 3. Klasse mit Englisch angefangen, was an der Grundschule von einer Engländerin angeboten wurde. Mein Sohn hat Französisch gelernt.
Für beide war das frühe Lernen ein guter Grundstock.
Später fällt es uns immer schwerer, neues zu lernen.
Deswegen auch: Die gute alte Zeit...

Ich kenne eine Dame, die mit 6oJahren angefangen hat Englisch und Französisch zu lernen. Sie kommt dadurch unter Leute, hält sich geistig fit. Heute ist sie 73 und spricht beide Sprachen sehr gut.

Es ist schon etwas dran, daß es im Alter etwas länger dauert. Ich habe in fungen Jahren englisch und französisch gelernt. In Paris hatte ich in drei Monaten keine Probleme mehr. In späteren Jahren habe ich italienisch gelernt. Als ich in Mailand war, war ich nach sechs Monaten noch nicht soweit, wie damals in Paris nach drei Monaten. Allerdings sind auch noch andere Faktoren Schuld!!!
Es kommt auch ein wenig darauf an, welchen Bezug man zu der jeweiligen Sprache hat. Je geringer der Bezug, desto schwieriger fällt auch das Lernen. Und es hängt von der eigenen persönlichen Motivation ab. Viele Ausländer in Deutschland sprechen evtl. auch deswegen so schlecht deutsch, weil sie keine deutschen Freunde haben und die meiste Zeit mit anderen Ausländern zusammen sind, die genauso schlecht deutsch sprechen.
Je älter man wird, desto schwieriger ist es neues und somit auch eine Sprache zu erlernen. Aber die Fähigkeit eine Sprache zu erlernen ist individuell. Sofern man nicht jedesmal bei einem Fehler korrigiert wird, wird man diesen "gelernten" Fehler nie austreiben können. Und von daher sind die Mitmensche einfach zu liebenswürdig, in dem sie diese Fehler zu wenig streg korrigieren. Frauen lernen Sprachen im grossen und ganzen leichter als Männer. Jeder Mensch hat eine andere Motivation um eine Sprache zu erlernen. Je grösser die Motivation, desto besser lernt man. Das ändert sich mit den Jahren. Dadurch ändern sich auch die Fremdsprachen, die man gerne lernen würde. Man ist nie zu alt um etwas neues zu lernen.
Danke für Deine Antwort. Meinst Du denn, wenn man sich nach x-Jahren mit den theoretischen Grundlagen beschäftigen würde, dass dann eine Besserung folgen könnte? Oder gilt hier der Spruch: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr?" ;-)
Es ist selten zu spät, etwas dazuzulernen.