Frage von LuLuLiLa09, 29

Sportnoten ohne Vorbereitungszeit?

Folgendes... ich gehe auf ein allgemeinbildendes Gymnasium in die 11. Klasse und habe Sport nicht als Leistungskurs. Unser Sportlehrer bemisst die Noten an der Abitabelle, welche er leicht abspeckt. Soweit alles gut, nur macht er Noten nachdem wir kein bis einmal die Möglichkeit hatten uns dafür vorzubereiten. Als Beispiel: Letzte Sportstunde hatten wir ganze 7 Minuten Zeit um uns für die Notengebung im Kugelstoßen vorzubereiten. Meine frage ist, ob das rechtens ist?

Antwort
von Nayaneleven, 13

Theoretisch müssen Inhalte abgeprüft werden, welche im Unterricht vermittelt wurden. Aber generell kann ich dazu nur empfehlen erst einmal das Gespräch mit dem Lehrer aufzusuchen. Ihr habt ja bestimmt mehr Unterricht, als 7 min pro Woche, da könnt ihr ihn dann bitten einfach mehr zu üben, besonders solche Sachen, die man nicht zu Hause üben kann (wer hat schon ne Kugel dafür zu Hause). Wenn er sich uneinsichtig zeigt muss man abwägen wie wichtig die Note für einen ist und bedenken, dass man eventuell noch weitere Konflikte mit diesem Lehrer bekommt. Wenn die Note sehr wichtig ist und auch weitere Gespräche scheitern kann man die Eltern aller schüler zur Sammel-BEschwere auffordern und den Rektor auf diesen Misstand hinweisen (wobei es immer problematisch ist mit so vielen Eltern zusammenzuagieren).

Das letzte Mittel wäre der Anwalt. Aber danach werden die Lehrer auf deiner Schule, wenn auch respekti´voll, eher pissig sein.

Viel Glück

Kommentar von LuLuLiLa09 ,

Erst einmal ein Danke für deine Antwort :) Einsicht ist bei diesem Lehrer nicht vorhanden. Reden funktioniert nicht. Meine Frage war eher, ob das rechtlich erlaubt ist.


Kommentar von Nayaneleven ,

Ich kenne dazu leider nicht den entsprechenden Gesetzesparagraphen (und gerade hier bestehen zwischen den Bundesländern oft Diversitäten), aber normalerweise darf ein Lehrer eben nur etwas prüfen was im Unterricht vermittelt wurde. Hier befinden wir uns in einer Grauzone. Theoretisch könnte er es als seine "didaktische Freiheit der Lehrmittel" auslegen, dass er es euch eben nur in der Theorie vorzeigt und es damit "vermittelt". Generell wäre es hier also schwierig. Allerdings schreibst du, dass manche Schüler öfter probieren dürfen als andere (vermutlich weil sie in der knappen Zeit nicht mehr dran kamen). Hier greift ganz klar: ein Lehrer muss jedem Schüler die gleichen Möglichkeiten beim Erlernen des Unterrichtsstoff einräumen. Vielleicht könnte man über diese Schiene mehr versuchen. Ob er dann aber alle mal probieren lässt oder dann keinen mehr bleibt offen. Generell ist es recht schwer Lehrer von ihren eigenen Überzeugungen bezüglich ihres Unterrichts abzubringen. Das macht man eher über "Soft-Tour" oder später (im Ernstfall) über Androhung von Gericht und Medien an die höheren Instanzen (z.B. Rektor). Diese knicken in Angesicht von schlechter Publicity eher ein und üben dann den nötigen Druck auf den Lehrer aus. Hast du deine Eltern darüber auch schon in Kenntnis gesetzt? 

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