Frage von Aileen000, 81

Sport Hassen nach Magersucht?

Hallo, Ist es normal, dass man nach Überwindung der Magersucht bzw. Bulimie den Sport und gesunde Ernährung hasst, da man damit schlechte Gefühle verbindet? Man hat sich während der Essstörung zum Sport gezwungen, um abzunehmen bzw. Fressanfälle auszugleichen und gleichzeitig sich zu einer gesunden Ernährung gezwungen. Wie kann man Sport und gesunde Ernährung wieder als etwas Schönes/ Gutes ansehen und nicht mit dem damaligen Zwang und schlechten Erinnerungen verbinden? Danke im Vorraus.

Antwort
von autmsen, 19

Zunächst mal: 

Eine Sucht lässt sich nicht heilen. Sie bleibt ein Leben lang. Dabei interessiert die Natur nicht welche teilweise abstrusen Ansichten von Titelträgern vertreten werden. Es ist einfach so. 

Dann stellst Du Deine Frage innerhalb kurzer Zeit noch mal zur Beantwortung ein. Nicht als neue Frage sondern offensichtlich weil es Dir zu lange dauert bis eine angemessene Antwort kommt. Daraus resultiert die Frage:

Wie kommst Du auf die Idee aus Deiner Esssucht befreit zu sein? Glaubst Du ernsthaft diese habe ausschließlich mit Gewicht und Ernährung zu tun? Dann hast Du keine Ahnung von Deiner Erkrankung. 

Denn vor jeder stofflichen Sucht steht die nichtstofffliche Veränderung. - Wobei mittlerweile einige Nachweise erbracht wurden dass auch diese hier als nichtstoffflich genannten Veränderungen nachweisbar sind. Sie finden im Gehirn statt und auch sonst im Körper. Sie sind nur eben nicht einfach sichtbar. Es braucht Instrumente um sie nachweisen zu können. 

Ernährung sollte Dich nur bezüglich dieser Punkte angehen: 

Täglich solltest Du wenigstens zwei Liter Flüssigkeit schaffen. Lerne diese Aufgabe ohne Druck zu bewältigen. 

Essen muss lecker sein. 

Vor, während und nach dem Essen sind alle Störungen abzustellen. Denn Essen will genossen werden. 

Waage und Spiegel sind tabu. 

Täglich ist mindestens eine halbe Stunde von Hand auf Papier Tagebuch zu schreiben. Ernährung und Aussehen sind darin tabu. 

Hast Du diese Aufgaben erledigt bzw. so sehr in Deinen Alltag integriert dass sie selbstverständlich sind kannst Du davon ausgehen dass Du Deine chronische Erkrankung zum Stillstand gebracht hast. 

Nach den Erfahrungen von weltweit vielen Millionen Menschen ist Dies der Weg. Ob da eine Psychotherapie begleitet oder nicht hängt von der jeweiligen Person ab. Wesentlich ist, dass das Umfeld diese Aufgaben respektiert, akzeptiert und auch fördert bis sie alltäglich und selbstverständlich geworden sind. 

Es gibt ja Studien. Auch zur Frage welche Ernährung gesund ist. Demnach gibt es nun mal Menschen die gesund von Fast-Food und Zeug leben, krank werden ernähren sie sich anders. Und es gibt Menschen die werden von diesem Zeug krank. Wir sind eben keine Maschinen. Deshalb verbietet sich bezüglich unserer Ernährung jede Pauschale. 

Kommentar von Aileen000 ,

Es bin nicht ich, die eine Essstörung hatte... Aber jemand, den ich kenne.

Diese Person liebt nun ihren Körper und gönnt sich jedes Essen und braucht keinen Spiegel oder Waage. 

Allerdings hasst sie Sport und gesunde Ernährung, da sie das mit negativen Gefühlen verbindet.

Kommentar von autmsen ,

Jo. Dann waren die Kliniken und Therapien nebst ihren teilweise abstrusen Empfehlungen ja erfolgreich. 

Lass sie. Ist ihre Entscheidung. 

Antwort
von user023948, 28

Bist du in Therapie? Nach der Magersucht solltest du, meiner Meinung nach, erstman überhaupt nichts machen, was mit Abnehmen zutun hat! Sonst wirst du nacher rückfällig! Erst, wenn du die Magersucht 100% überwunden hast, machst du langsam wieder Sport! Gesund ernähren kannst du sich natürlich trotzdem :) Aber nicht weniger essen sondern einfach gesund!

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