schurke am 05.08.2007 um 2:19 Uhr
Ich habe (wie viels Andere) eine anstrengende Woche hinter mir. War heute noch bei meinen Schwiegereltern, oh Gott,da ist ja Besuch... Musste mit Kaffe trinken und gegrilltes Essen. Bin dann gegen 19:30 weg, mit der Begründung, meine Augen fallen zu. Bin nach Hause, Blumen giessen, Katzen füttern, bequeme Sachen anziehen, will gerade auf meine SAT 1 Couch, da bimmelt es, steht mein Schwager vor der Tür und meint: das Leben ist kurz, komm wir gehen noch ein Bier trinken (ich schaue an mir runter), brauchst Dich nicht umziehen wir fahren ja im Auto, nimm deine Schlüssel und komm. War ich platt, machte ich. Im Auto seine neue Freundin, Begrüßung und los, schon hat

leider passte nicht alles in meine Frage, weiter sollte es gehen mit:
ich ein Bier in der Hand (Budweiser, auch lecker). Als ich merkte, es geht zurück zu Schwiegereltern, sagte ich; halt, hier habe ich mich schon müde verabschiedet. Antwort, wir haben Dich halt entführt.
Es war noch sehr nett und ich bin wieder putzmunter geworden, deshalb "hänge" ich auch noch hier.
Spontan aber gut für mich?
Ich finde, für meinen Teil, Spontanität ist so ein bisschen das Salz in der Suppe des Lebens. Ohne spontane Einfälle wäre das Leben doch stinklangweilig und alles würde nach Schema F funktionieren. Allerdings kann zuviel Spontanität der Mitmenschen einem tierisch auf den Sack gehen und ist meistens mit viel Stress verbunden.

Ich bin extrem unspontan. Mein Tagesplan ist recht voll gepackt. Da ist nicht viel Raum für Spontanität. Es stört mich auch nicht. Im Gegenteil - ich bin von der sogenannten Spontanität von Freunden und Kunden ziemlich angenervt, weil sie unter dem Begriff oft nur ihre Unorganisiertheit verstecken. Ich hasse z.B. Überraschungsbesuche, wenn der Besucher auch ohne Probleme eine halbe Stunde vorher anrufen könnte. Heute hat auch jeder ein Handy. Ich fühle mich dann eher mißbraucht, wenn ich springen soll, wenns anderen grad einfällt.

Eine gewisse Spontanität ist sicherlich von Vorteil. Es entstsehen Chancen und Möglichkeiten, die man vielleicht ohne sie nie erleben würde.
Das heißt natürlich nicht, dass man immer spontan sein sollte. Man kann sein Leben durchaus planen und trotzdem ab und an spontan sein.