Frage von xlunaax, 111

Was kann ich machen wenn Spliss immer wieder kommt?

Huhu, ich bin w/14 und habe sehr feine Haare. Wie schon oben steht, mein Haarspliss ist einfach nie dauerhaft weg. Ich hatte einmal ziemlich lange Haare aber sehr starken Spliss, deshalb habe ich mir ca. 10cm abgeschnitten, und jetzt sind sie etwas länger als schulterlang. Eigentlich pflege ich meine Haare gut, waschen tue ich sie alle drei Tagen, mit kaltem Wasser und föhne sie meistens auch kalt und so kurz wie möglich auf erster Stufe. Ich gebe nach dem Waschen auch Öl in die Spitzen und Längen, manchmal auf Spitzenfluid. Ich trage sie meistens nur zwei bis drei mal in der Woche offen, sonst immer Pferdeschwanz. Ich versuche wirklich schonend mit meinen Haaren umzugehen und dieser Spliss macht mich noch verrückt! Jedes Mal wenn ich sie schneide ist er nach ein paar Wochen wieder da. Und ich schneide sie ziemlich oft, eben wegen dem Spliss. Aber noch mehr abschneiden...mhmm.. Woran könnte das liegen? Meine Freundin meinte, das wäre wohl einfach so, dass meine Haare eben von Natur aus sehr schnell splissen würden. Kann das sein? Was kann ich tun damit der Spliss endlich mal dauerhaft weg ist? Lg

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Andreas Schubert, Haarpflege-Experte, 66

Spliss lässt sich nicht dauerhaft vermeiden, denn er entsteht nun mal durch mechanische Einwirkung auf die Haarspitzen und Du wirst es halt kaum bis gar nicht vermeiden können, dass Deine Haarspitzen mal irgendwo anstoßen oder sich irgendwo reiben.

Die meisten, die hier solche Fragen schreiben, machen von Haus aus schon bei der Haarwäsche die größten Fehler und achten auch ansonsten wenig auf den wirklich nachhaltigen Umgang mit ihrer Haarpracht.

Wer z.B. bei der Haarwäsche die Haarlängen und Haarspitzen mit einschäumt und durchmassiert, muss sich ebenso wenig über rasch neu entstehenden Spliss wundern wie all diejenigen, die ständig zum Glätteisen greifen und/oder sich mit der falschen Schere selbst den Spliss entfernen.

Ein wirklich fachgerechter und gründlicher Spliss-Schnitt erfordert aber nicht nur eine absolut scharfe Profischere, sondern auch die Kenntnis um die korrekte Scherenhaltung und Scherenführung   ....   ist das nicht gewährleistet, sorgt der amateurhafte Schnitt lediglich dafür, dass der Schaden noch größer wird und die Haare einfach nur schneller wieder richtig gespalten sind.

Bei einem fachgerechten, gründlichen Spliss-Schnitt (sobald der Spliss sichbar ist) und dem richtigen Umgang mit den Haaren, sollte sich das Thema Spliss nie wirklich problematisch im Vordergrund schieben.

Ein paar der wichtigsten Maßnahmen um den häufigsten Spliss-Ursachen vorzubeugen:

- beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze waschen/massieren ... für die Haarlängen und -spitzen reicht es aus, wenn man den Schaum vor und während dem Ausspülen durch die Längen streicht.

- Niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln .... schon gar nicht in nassem Zustand

- nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

- nie zu heißes Wasser verwenden ... je kühler, desto besser

- übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

- Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

- keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

- auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

- Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

- mind. 2 - 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

- Stress vermeiden- regelmäßig nachschneiden lassen, dann müssen wirklich immer nur maximal die Spitzen geschnitten werden und nicht mehr.

Für eine Haarspitzen-Pflege eignen sich die folgenden 4 leichten Naturöle ... und auch nur die wirklich reinen Naturöle: Macadamiaöl, Jojobaöl, Mandelöl und Arganöl

Zwischen den Fingerkuppen verteilen und sanft/sachte/vorsichtig an den Spitzen einmassieren .... in trockenem Zustand.

Auf jeden Fall auch (falls Du das noch nicht machen solltest) umsteigen auf die Ansatzwäsche und gerade ab mittellangem Haar, das schön sein soll, auf ein gutes und wirkliches Naturshampoo umsteigen.

Mit der Ansatzwäsche ersparst Du Deinem Haar hektoliterweise Wasser (macht sich auch in den Umlagen bemerkbar) und Wasser trocknet das Haar nun mal sehr stark aus.

Richtig gute Naturshampoos (z.B. von Sanoll ... gibt es auch über amazon und einige Naturshops) sind zudem, wenn man es mal richtig durchrechnet, deutlich günstiger als jede Supermarkt-/Drogerie-Chemiekeule, denn dank der hohen Konzentration der Naturstoffe und auch der chemiefreien Tenside (meist Zuckertenside) sind sie einfach auch die idealen Shampoos für die Ansatzwäsche und im Verhältnis 1:10 verdünnt angewendet, liegt ein 10,00 EUR Naturshampoo dann runtergerechnet im Verbrauch gerade mal noch bei 1,00 EUR (Beispiel anhand des Sanoll Basis Shampoos in 250 ml Größe)

Ansatzwäsche = Ordentliches, konzentriertes Shampoo zu 10 - 20% in eine Auftrageflasche, dann mit Wasser auffüllen, gut durchschütteln und die Mischung bei trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang auftragen ... und dann den Kopf durchshampoonieren.

Wenn's Dir zu wenig schäumt, emulgierst Du mit ganz wenig Wasser nach.

Wenn Du auf Vorrat mischst, koch' das Wasser vorher ab und lass es dann auskühlen. Dann sind die Keime darin abgetötet und können sich über Tage in der Flasche nicht vermehren .... und sie kommen nicht auf die Kopfhaut.

Wenn Du sonst noch Fragen hast .... zu richtig guten Shampoos, zur Ansatzwäsche, generell zur Pflege .... schreib mich einfach an und frag mich. Mehr als anbieten und helfen kann ich nicht.

Antwort
von Moskito, 74

Hängt vielleicht von der Länge der Haare ab. Ich hatte früher immer recht lange Haare und hatte immer Spliss. Es war wie bei dir, nach dem Schneiden kam es ziemllich schnell wieder. Irgendwann war der Spliss schneller als ich schneiden lassen konnte und es sah nur noch strohig aus.

Seit über 10 Jahren trage ich die Haare viel kürzer (schulterlang) und habe gar keinen Spliss mehr.

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