Spielt es eine Rolle, welches Auto man fährt im Umgang auf der Straße?

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6 Antworten

Hallo!

Sehr gute Frage auf die ich gern antworte :)

Meine Erfahrungen als Fahrer eines "Klischeerentnerautos" (Mercedes C180 Classic mit Automatikgetriebe, original Mercedes Radkappen mit 195er Reifen, Stahlschiebedach, Kassettenradio von Grundig, Kurbelfenstern & sehr dezenter Farbe) im Straßenverkehr gebe ich gern zum Besten ;)

Es gibt immer wieder Leute die meinen, sie müssten mich von hinten mit Lichthupe bedrängen, mit dem Finger an die Stirn tippen, dicht auffahren oder sonst was machen.. obwohl ich kein Langsamfahrer bin & alles andere als der typische C-Klassenbesitzer! Was mir in etwas mehr als drei Jahren C180 diesbezüglich schon passiert ist, wäre oft als Nötigung durchgegangen. Kein Witz.

Wahrscheinlich denkt da jeder, dass irgendein klappriger alter Opa da drinne sitzt & es gibt auch Leute, die sich dann wundern wenn ich (25) einsteige :) Einmal fragte mich jemand. "Was, SIE fahren diese C-Klasse hier?" Ja, ne ;)

Verbreitet sind übrigens auch immer wieder mal peinliche, lächerliche und dumme Sprüche über mein Auto, die von "Bonzenkarre" (gern von Leuten benutzt, deren Eltern ihnen einen 20000 Euro VW Polo Neuwagen sponsern^^) bis hin zu "Opastuhl" reichen oder die Frage, ob mein Chef zu viel bezahlt oder ich zu viel Geld übrig haben sollte. Habe mich dran gewöhnt bzw. lache da nur drüber ------> und das nächste Auto wird auf jeden Fall wieder ein Mercedes C180 W202 :)


Zum Vergleich: Meine vorigen Autos (alter silberner Audi 100 aus den 80ern & weißer Ford-Mondeo Ghia aus den 90ern) waren dagegen vollkommen neutral konnotiert. Damit bin ich beim selben Fahrstil einfach mitgeschwommen.

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Kommentar von XHeadshotX
29.06.2016, 22:58

Danke rotesand für deine umfanreichen Ausführungen und den kleinen Einblick in dein Autofahrerleben.

Ja, das mit den Autoschiebern von Hinten kenn ich auch recht gut.

Meine "Bonzenkarre" habe ich mir selbst erspart und ein Teil davon war die Abwrackprämie seines Vorgängers. Trotzdem ich nun die etwas schönere Ausführung mit ein paar Goodies habe, durfte um ca. 16.000,- vom Hof.

Von mir aus hät ich auch kein Problem einen Dacia zu fahren. Spiegel selber richten, kein Ding, Tür selber einzeln abschießen auch nicht, da weiß ich dann wenigstens, daß sie zu ist. Fenster kann ich mir auch selber hochkurbeln.

Aber was die Farbe angeht, könntest du reicht haben, daß die wohl auch ein bißchen mitspielt.
Mein Mini war british racing green und so ein entgegenkommendes Äußeres mit seinen runden Scheinwerfern dem verchromten Kühlergrill und der verchromten Stoßstange.

Mein Golf III klassisch dunkelgrau - alles cool, außer manchmal bergauf, wo er sich etwas schwer getan hat. Die gut 1400kg Kampfgewicht mit 55 PS etwas in Wallung zu bringen, ist halt nicht so leicht. Fahrgefühl dank fehlender Servolenkung wie auf dem Schützenpanzer.

Mein avocadogrüner VW Fox, bei dem der Verkäufer im Nebenjob wohl Wahrsager ist, denn er meinte "mit der Farbe fügt er sich richtig schön in die Landschaft ein". Stimmt ca. 2 Jahre später hat mein Auto dann etwas überstürzt den Ruf der Wildnis vernommen und ist ab durch die Hecke, am Straßengraben, wo er sich dann wegen ausgerissener Vorderachse wirklich gut integriert hat. Leider mußte er auf den Schrottplatz umgesiedelt werden (Frisch vollgetankt *facepalm*).

Meine Troubles auf der Straße fingen tatsächlich an, als die VW Polo 6R meinen Parkplatz bezogen. Ja, ich geb zu, der hat ein bißchen eine böser wirkende Front - überhaupt mein erster mit Flashrot kombiniert, aber mein Fahrstil doch eher defensiv angelegt (zugegeben bis auf ein paar streßgeschuldete Ausnahmen). Der wurde Opfer meiner extensiven Parkplatzhaltung. Ein Hagelunwetter mit golfballgroßem Hagel, hat ihn in 15min. schrottreif geschlagen. Und ich konnte nur untätig von drinnen zusehen :-(. Das es so heftig würde, hatte keiner kommen sehen.

Aber nur weil mein jetziger toffeebraun ist, ist das noch lange kein Grund uns Sch*** zu behandeln, oder?

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Ist mir bisher nicht aufgefallen, dass dies mit einer Marke zu tun hat. 

Eher mit einer Geisteshaltung -  die "Oberlehrermentalitäten" fahren halt bei Tempo 120 strikt auf der linken Spur obwohl der Mittelstreifen frei wäre. So nach dem Motto: Ich erziehe andere zur Straßenverkehrsordnung.

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Gab auch mal einen Autobahntest, wo jemand mit 120 auf der linken Spur fuhr, mit einem Smart.


Und das gleiche nochmal mit einer dicken S-Klasse. Der Smart wurde viel häufiger per Lichthupe angeblinkt, damit er die linke Spur räumt, als die S-Klasse.


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Kommentar von joanniefiototj
29.06.2016, 15:45

haha hat wohl was mit harz4 oder elite zu tun ^^ bei elite traut sich keiner. wie wenn einer uniform an hat

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Kommentar von Jiggy187
29.06.2016, 15:47

ja klar, bei der s-klasse musst du ja auch jederzeit damit rechnen, dass da ne 5köpfige gruppe von zuhältern drin sitzt, die dich an der nächsten tankstelle bewusstlos prügeln für deine unverfrorenheit

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Teilweise sehe ich das genau so nur das meistens Leute Vorurteile haben gehen Menschen mit teuereren Autos, man erlebt ja oft genug das aus Neid der Autoschlüssel des anderen den Lack des anderen teuren Autos ,,begrüßt,,.

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Kann ich nicht sagen , wenn ich mit meinem Porsche Spyder 918 ( 880 PS) auf der Autobahn unterwegs bin machen alle die Linke Fahrbahn frei .

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Kommentar von CaptnCaptn
29.06.2016, 15:51

Jemand der einen 918 fährt sollte wissen, das die Systemleistung 887 PS beträgt "Kevin"...

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Da täuscht du dich sicherlich, das ist wohl nur deine subjektive Wahrnehmung. Egal ob ich nun mit meinem seriösen Geschäftswagen oder einer meiner Wochenend Krawallbüchsen unterwegs bin, die Leute auf den Straßen sind immer gleich nett oder gleich ignorant wie sonst auch.

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