Frage von medmonk, 30

Spielsucht oder nur ein Hobby?

Hallo,

es geht um folgendes. Ich gehe gelegentlich nach Lust und Laune zum Glücksspiel in Spielotheken. Mir bei jedem Besuch ein Limit setze respektive erst gar nicht mehr Geld mitnehme und konsequent dabei bleibe. Genau gesagt maximal 60,-€ (was ja schon viel ist) einstecke und lediglich mal bei größeren Gewinnen anfange zu zocken. Freunde und Bekannte da geteilter Meinung sind und manch einer mir Spielsucht unterstellt. Klar, einen Abhängigen von seiner Sucht zu überzeugen ist schwer bis gar nicht möglich. Die Bedenken und Ängste auch verstehe. Mich dennoch frage, ob es wirklich so schlimm ist, sofern man selber den Bogen nicht überspant.

Wenn ich in meine »Stamm-Spielothek« gehe, ja nicht non-stop spiele. Nicht selten gefühlte Stunden nur mit Bekannten quatsche, Käffchen trinke und gelegentlich an den Automaten sitze. Dabei auch immer wieder so manche Spieler sehe, die gefühlt Unsummen rein werfen und dabei irgendeinen Mist á la »System austricksen« faseln. Wenn so jemand dann neben mir sitzt und nur noch flucht, mir auch der Spaß vergeht. Und das, obwohl es bei mir vielleicht gerade richtig gut läuft. Letztendlich muss zwar jeder selber wissen was er macht. Nur nen kosmischem Gefühl bekomme und mir durch den Kopf geht »Du holst gerade das raus, was er oder sie rein gebuttert hat«.

Wie schon gesagt, mir macht es Spaß und nicht allein des möglichen Gewinnes wegen spiele. Schon vor dem Spielen mein »Geld« als verloren abschreibe. Beim Spielen selbst meine eigene Regeln habe. Entweder Geld ist pfutsch, ok. Wenn ein höherer Gewinn kommt grundsätzlich meinen Einsatz raus nehme und nur noch (wenn überhaupt) mit dem Gewinn etwas weiter mache und mal mehr riskiere. Es heißt zwar das eigentlich die »Bank« gewinnt. Aber seit dem ich spiele (circa 3 Jahre) kaum etwas von meinem eigenen Geld ausgeben habe. z.B. vor zwei Monaten. Mit 20,-€ los gegangen und 80,-€ gewonnen. 20,-€ wieder beiseite und mit dem restlichen Gewinn (60,-€) über den Monat verteilt gespielt. Am Ende knapp 3.200,-€ hatte.

Von den 3.200,-€ anschließend ein neues Notebook gekauft und Urlaub gebucht. Gleichzeitig 200,-€ zum Spielen beiseite gelegt. Jetzt Anfang der Woche mit 40,-€ von den 200,-€ los und an drei Spieltagen (mit heute) wieder 1.700,-€ im Portmonee. Mich immer wieder riesig drüber freue. Aber eben nicht damit rechne und gleichzeitig niemanden zum Spielen animieren möchte. Hier einfach gerne mal Meinung dritter hören möchte. Wie siehst du/ihr das? Gehst du selber spielen und wenn ja, wie oft? Kann man Glücksspiel überhaupt als Hobby ansehen?

LG medmonk

Antwort
von bluetiger2, 19

Was soll ich sagen?! Du bist wie ich! Gehe seit acht Jahren kontrolliert und diszipliniert in die Zockerhalle. Habe extra ein eigenes zockerkonto eröffnet und mittlerweile nach diesen Jahren ein stolzes Plus von über 36000€ besitzt. Wäre noch mehr wenn ich den einen oder anderen bezahlten Urlaub davon rechnen würde.
Wenn man es wirklich diszipliniert macht kann man es als Hobby und Spaß sehen. Man darf den Bogen Blos nicht überspannen! Wenn ich gehe, habe ich weder bankkarte oder sonst was dabei! Habe immer 100€ dabei! Ich könnte jetzt rein rechnerisch 360 mal damit in die zocker! Ich wette mit dir das ich mindestens davon 280-300 mal mit plus rausgehe.
Es funktioniert! Sobald ich merke das ich zwei mal hintereinander Verlust mache, gehe ich stolze 3 Monate nicht mehr. Du siehst also das ich kaum 0 runden oder Verlust runden habe!

Also mach weiter wegen mir, aber ohne Disziplin usw kannst du es dir schnell versauen!

Kommentar von bluetiger2 ,

War z.B eben auch und habe wieder ein Plus von 380€

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