Spielen Schöpfermythen heute noch eine Rolle?

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6 Antworten

Ein Schöpfermythos ist eine Erzählung religiösen Ursprungs, die die Erschaffung der Welt und die Entstehung des Lebens durch das Wirken eines oder mehrerer Götter zu erklären versucht. Die biblische Geschichte aus der Genesis mit Adam und Eva, von der du bestimmt schon mal gehört hast, ist dabei nur eines von vielen Beispielen. 

Kommst du jetzt schon weiter mit deinen Hausaufgaben? Sonst noch etwas, was mir zu der Rolle von heute einfällt: die meisten Menschen in Deutschland vertrauen heute auf die Wissenschaft, die Urknalltheorie und die Evolutionstheorie sind für sie die Erklärung für die Entstehung der Erde und die Entstehung der Artenvielfalt. Wie genau das Leben aber entstanden, weiß auch noch kein Wissenschaftler - dazu gibt es nur Hypothesen ohne Belege. Aus diesem Grund schließen sich auch heute noch manche Menschen gerne religiös-fundamentalistischen Gruppen und Gemeinden an: für die meisten evangelischen Freikirchen ist der biblische Schöpfungsmythos die "Wahrheit" und die Evolutionstheorie und auch die Urknalltheorie eine glatte Lüge. Solche Menschen bezeichnen sich selbst als Kreationisten (lateinisch: creatio - Schöpfung). Die Bezeichnungen, welche die Mehrheit der Bevölkerung für sie findet, sind aus gutem Grund weit weniger freundlich.

Vielleicht kannst du die Begriffe "Kreationismus" und "Evolutionskritik" mal googeln und dich für deine Hausaufgabe darüber schlau lesen. Das ust aber auch unabhängig vom Unterricht ein sehr interessantes Thema. Pass aber auf, dass du dich auf den falschen Seiten von irgendwelchen religiösen Fanatikern nicht dumm liest. :-)

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Seit es Menschen gibt, wundern sich die Menschen über die Natur und ihre Phänomene. Da sie seit jeher mit dieser Natur in starken Wechselbeziehungen stehen, fragen sie sich auch schon immer, wie die Natur zu Stande kam und wie sich die diversen Naturerscheinungen erklären ließen.

Die Erklärungen dafür fanden stets auf dem Hintergrund des Wissens über die Natur stattgefunden.

In unserer Zeit stellt die Basis des zeitgenössischen Wissens die moderne Naturwissenschaft dar. Also versuchen wir heute auf dieser Basis Begründungen zu finden. Dabei kommen dann so Sachen wie Urknall und Evolution heraus.

Dieses naturwissenschaftliche Wissen war in der Antike und Vorgeschichte aber noch nicht bekannt. Also kam man auch zu anderen Erklärungen.

In der Frühzeit der Menschheit gab es noch keine ausgeprägten Religionen sondern den Glauben an Dämonen und sonstigen "Wesen" innerhalb der Natur und machte daher diese für die Natur verantwortlich.

Später kamen Götter auf und man machte diese für die Natur verantwortlich.

Als dann der Monotheismus erfunden wurde und es nur noch einen Gott gab, war der natürlich für die Schöpfung verantwortlich.

Entsprechend der Vielzahl unterschiedlicher Wissensgrundlagen und Glaubensvorstellungen, gibt es auch eine große Vielzahl an Schöpfungserklärungen.

Aus unserer heutigen Sicht sind die alten Wissensgrundlagen überholt und dementsprechend sehen wir die Schlüsse daraus nicht als "Wissen", sondern als "Mythos" an.

Alte Schöpfungsmythen, insbesondere der biblische, haben überall dort noch Bedeutung, wo den antiken Wissensgrundlagen, wie sie in der Bibel geschildert werden, mehr Glaubwürdigkeit zugestanden wird, als den Erkenntnissen der modernen Wissenschaften. Die Frage lässt sich zuspitzen. "Wen hält man für glaubwürdiger, den antiken Ziegenhirten Mose oder den Physiker Einstein?"

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Kommentar von Viktor1
15.10.2016, 12:12
 "Wen hält man für glaubwürdiger, den antiken 
Ziegenhirten Mose oder den Physiker Einstein?"

Du denkst also, an Einstein muß man auch glauben. Da gebe ich dir recht.
An Moses muß man nicht glauben, an die Mythen und Erzählungen der Genesis auch nicht. Sie wurden auch nicht entsprechend dem
"Wissen" dieser Zeit gestaltet sondern aus Überlieferungen zusammengestellt und wohl schon immer mehr  allegorisch interpretiert.
Der Glaube an die "Geschehen" selbst hat sich wohl erst später  in einfachen Gemütern gefestigt - bis heute.

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Hallo AntoniaH1999,

wenn du nicht weißt, was Schöpfermythen bzw. Schöpfungsmythen sind, kannst du auch nichts über deren Rolle sagen.

(Wenn du z.B. nicht weißt, was ein Reprunsator ist, kannst du auch nicht sagen, wie wichtig er ist.)

Das ist also zunächst mal eine Google-Aufgabe.

Wenn du das dann raushast, überlegst du erst mal, ob ein Schöpfungsmythos für dich eine Rolle spielt. Dann hast du schon eine Antwort.

Als nächstes stellst du mal fest, ob es Menschen gibt, für die er aktuell eine Rolle spielt (Stichwort: Evangelikale, Fundamentalisten, Kreationisten).

Wo er für viele noch eine Rolle spielt:

Fragestellungen: Welche generellen Fragen werden in einem Schöpfungsmythos angegangen? Welche Einflüsse hat der jeweilige
Schöpfungsmythos (und es gibt viele!) auf die Entwicklung der Völker (Naturverständnis indigener Völker, Indianer, Aborigines, afrikanische Stämme und deren Verhältnis zur Schöpfung?) Heutiges Verhältnis der großen Weltreligionen zu ihren eigenen Schöpfungstexten?

Wie begegnen wir aus der westlich-abendländischen Tradition Völkern mit einem anderen Kulturhintergrund?

Da hast du schon mal ein paar Denkanstöße

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eine Argumentation zu schreiben ob Schöpfermythen heute
noch eine Rolle spielen


Argumentation für oder gegen die "Bedeutung" ?
Für wen - heute ?
Dies ist wohl eine individuelle Auslegung.
Für eine Bedeutung (allgemein) gibt es keine nachvollziehbaren Argumente.
Auch für "Gläubige" - also nicht allgemein sondern Menschen mit spezieller Befindlichkeit - müssen Schöpfungsmythen nicht unbedingt Bedeutung haben da sich der Glaube, daß Gott ist und aus ihm alles entstand, kaum mit solchen Mythen stützen läßt.
Für Christen, z.Bsp., ist der Glaube an Gottes "Wirken", auch in Bezug auf die Schöpfung, viel besser im Prolog zum Joh. Evangelium dargestellt.
http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes1
Also - nur für streng Schrift-(Bibel-) Gläubige ist da heute noch eine Bedeutung
in den "Schöpfungsmythen" (wurde dir treffend an anderer Stelle erklärt) eventuell gegeben was aber nichts für eine Argumentation zu "Bedeutung"  allgemein hergibt.

   

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Schöpfermythen naja sowas wie Gott und ist ja nur meine meinung aber ich würde sagen ja da so ziemlich alles aus der Wissensschaft zu der Enstehung des Universums und der Welt nur Theorien sind bestes Beispiel die UrknallTHEORIE

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Anhänger von Schöpfer- oder Schöpfungsmythen gehen davon aus, dass ein "höheres Wesen" die Welt erschaffen hat.

Eine Schlussfolgerung daraus ist oft, dass dieses höhere Wesen auch nach der Schöpfung alles steuert - Naturkatastrophen, Kriege oder Krankheiten sind demzufolge kein Zufall mehr, sondern Strafen des Allmächtigen.

Und wer in einem sicheren Land lebt und auch noch gesund bleibt, hat wohl schon schon vor der Geburt alles richtig gemacht. Und daher jedes Recht, auf den Rest der Menschheit herabzuschauen...

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