Frage von niiiiina,

spiegelreflexkamera..gute auch für 300-450euro?

also ich wollte mir eine spiegelreflexkamera kaufen. :)  sie sollte aber wenn möglich nicht soo viel kosten.. ich kenn mich noch nicht so gut damit aus, ich hatte bis jetzt auch noch keine.. aber bekommt man mit einer normalen SLR scharfe bilder hin? also zb. regentropfen  ganz scharf, oder zum besipiel hinten unscharf und vorne scharf wie in diesem beispiel ? --> http://www.mhirtreiter.at/bilder/freistellung.jpg

würde mich über eure antworten sehr freuen:))!

Hilfreichste Antwort von Scaramouche59,
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Das Bild, welches Du als Referenz für eine gute Kamera gewählt hast, ist ein hervorragendes Beispiel für eine sogenannte optische Freistellung.

Optisch und nicht Elektronisch bzw. bearbeitungstechnisch, weil es lediglich mit einem stärkeren Tele bei offener Blende aufgenommen wurde.

@ddestroyer hat sich die Mühe gemacht die Exifdaten auszulesen, um Dir zu zeigen was der technische Hintergrund ist.

Und da geht es schon mal los. Unabhängig des nötigen Know Hows handelt es sich hierbei um eine nicht ganz billige digitale Vollformatchip-Kamera und ein sehr kostspieliges Objektiv.

So etwas bekommst Du mit keiner digitalen Einsteigerkamera so gut hin. Annähernd ja, aber gewiss nicht so gut. Schau' genau auf den Rasen, wie gering der Bereich ist, in dem wir die Details noch als scharf wahrnehmen. Auch solche Kameras im mittleren Preissegment, können das nicht bieten, denn dieser Effekt, in dieser Ausprägung, ist nicht allein vom Objektiv abhängig, sondern auch vom Chip der Kamera.

Dir lege ich eines ganz warm ans Herz. Bevor Du Geld in eine DSLR investierst, sieh' Dir mal die besseren Bridgkameras an. Sie bieten für ihr Geld das Handling einer SLR, was Dich in die Lage versetzt, Dich mit der Materie Fotografie eingehend zu befassen.

Wenn Du Dich dann in ein paar Jahren endgültig auf eine DSLR stürzen willst - nicht ganz so ernst gemeint - wirst Du auf ein Angebot treffen, dass Dir die Anschaffung einer Vollformatchipkamera sehr viel erschwinglicher machen wird und Du weißt dann auch sehr viel genauer was Du haben möchtest. 

Ich versichere Dir, Du wirst mit einer guten Bridgekamera hervorragende Fotos schießen können, die so mancher mit seiner DSLR nicht hinbekommt, weil er sein Werkzeuge (Kamera + Objektive) nicht beherrscht.

Und es wäre um das Geld schade, dass Du heute in Objektive steckst, die Du grundsätzlich länger benutzen könntest, Dir aber neue kaufen müsstest, so Du Dir eine Vollformatchipkamera zulegen möchtest, da Deine bisherigen für die kleineren chips der ersten digitalen Kameragenerationen korrigiert wurden.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und Spaß beim Fotografieren

Kommentar von Scaramouche59,

Herzlichen Dank für das Band @niiiiina.

Viele Grüße

Scharamouche

Antwort von MUPFT,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

....jede Kamera ist nicht mehr als ein Werkzeug - du mußt nur damit umgehen können. Natürlich gewährleistet ein 'ordentliches'  Werkzeug auch gute Qualiät, aber es nützt alles nichts, wenn du es nicht beherrschst.

Eine DSLR hat den großen Vorteil, daß du die Optik wechseln kannst, je nach Vorliebe/Notwendigkeit und auch Geldbeutel; daneben gibt es noch weiteres Zubehör, für Sonderaufgaben.

Es schadet nicht, sich bei Werkzeug an den Profis zu orientieren - also solltest du dich auf eine Canon oder Nikon konzentrieren, die Leistungsfähigkeit ist unbestreitbar, du bekommst  wirklich etwas für dein Geld (das eventuell auch noch einen Wiederverkaufswert hat...) und kannst auch relativ preisgünstig Zusatzgeräte erwerben (ältere Objektive z.B.).

Hier hättest du eine günstige Einstiegsmöglichkeit:

http://www.fotokoch.de/Canon_EOS_1000D_EF-S_3_5-5_6_18-55_II_30985.html

Kommentar von niiiiina,

also kann ihc bei der dslr auch zb hinten unscharf vorne scharf machen? :)

Kommentar von MUPFT,

...tu mir einen Gefallen - geh mal zu Wikipedia: dabei geht um die Tiefenschärfe, das ist der Bereich, der scharf (empfunden wird) ist.

Das hängt vom Motivabstand, von der eingestellten Blendengröße und von der Brennweite des Objektivs ab - dein Beispielfoto ist mit einem Teleobjektiv (ab 70mm aufwärts) bei ziemlich offener Blende aus mittlerer Entfernung (je nach Brennweite...) aufgenommen worden; ganz leichte Übung, wenn man weiß, was zu beachten ist...

Kommentar von MUPFT,

...naja, Tiefenschärfe, Schärfentiefe - da gibt es hitzigste Diskussionen...

http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4rfentiefe

Kommentar von Serienchiller,

Ich wollte dir schon ein DH geben, aber der letzte Absatz hat mich dann doch abgeschreckt. Die Profis fotografieren nur deshalb mit Canon und Nikon, weil es bei denen Profimodelle für viele tausend Euro gibt. Das macht die Einsteigermodelle von diesen beiden aber nicht besser als die der drei anderen Hersteller. Ganz im Gegenteil, ich finde dass man bei Pentax, Olympus und Sony im Einsteigerbereich oft mehr für das selbe Geld bekommt. Und die Geschichte mit dem begrenzten Objektivangebot, die dann oft erzählt wird, stimmt für den Amateur auch nicht. Jedes Objektiv, das sich ein Normalsterblicher leisten kann, findet man in ähnlicher Form bei jedem der fünf Hersteller.

Kommentar von MUPFT,

...so hat halt jeder seine 'Lieblingstips' - du hast auf diese Weise auch schon einige Daumen von mir nicht bekommen.

Ich habe jedenfalls kein schlechtes Gewissen bei meinen Ratschlägen - und verurteile andere wegen der ihren nur sehr selten...

Antwort von ddestroyer,

Also dieses Bild ist erstellt mit dieser Kamera und siehe folgendes:

Datum der Aufnahme: 2009:11:02 09:52:02
Hersteller der Kamera: Canon
Modell der Kamera: Canon EOS 5D Mark II
Benutzte Software: Adobe Photoshop CS3 Windows
Erstellt hat das Bild: Photographer: Martin Hirtreiter
Inhaber des Copyrights: Copyright: Martin Hirtreiter
Belichtungszeit: 0,0025
F-Zahl: 2
ISO-Wert: 100
Verschlusszeit: 8,625
Blende: 2
Belichtungsabweichung: 0
Blitz: 16
Linsenbrennweite: 200

Kannst Du mit jeder anderen SLR (auch 3-400€)  und gutem Objektiv auch ohne Probleme und sogar ohne Photoshop so hinbekommen...

Kommentar von Serienchiller,

Wobei ein Objektiv mit 200mm Brennweite und Blende 2 bei Canon schlappe 5.500€ kostet. Ob einem das Probleme bereitet, hängt wohl davon ab, was für einen Job man hat.

Aber grundsätzlich lässt sich natürlich ein ähnlicher Effekt auch mit einem anderen Objektiv erreichen, man muss nur vielleicht etwas näher rangehen.

Antwort von Serienchiller,

Ja, solche Bilder bekommst du hin, allerdings nur mit den richtigen Objektiven! Für die Regentropfen brauchst du ein Makroobjektiv, für die Freistellung (dein Beispielbild) brauchst du ein lichtstarkes Objektiv, am besten im Telebereich. Beides kann gut und gerne (jeweils!) teurer als die Kamera werden. Und damit sind wir auch schon beim Problem: Eine ganz gute Kamera bekommst du für 450€ (z.B. Pentax K-x), das teuerste sind aber nicht die Kamera, sondern die Objektive. Und mit den falschen Objektiven kannst du die Bilder nicht machen, die du machen willst. Letztendlich ist es das Objektiv, das das Bild erzeugt. Die Kamera mit ihrem Sensor nimmt es nur auf. Deswegen entscheidet auch das Objektiv, ob das Bild scharf und kontrastreich ist, ob der Hintergrund verschwommen oder scharf ist, wie groß das Motiv abgebildet wird, u.s.w.

Manche Leute mit ganz speziellen Wünschen schauen auch erst, bei welchem Hersteller es ihr Wunschobjektiv gibt und entscheiden sich dann, welche Kamera sie dazu nehmen.

Antwort von halloSirius,

eine Eos 450D ist zb für ca 400€ zu haben, mit Standard-Objektiv. Aber wenn du für relativ wenig Geld gute Bilder, zb mit Hintergrundunschärfe willst, reicht auch eine Bridge-Kamera. Quasi ein Zwischending (eine "Brücke") zwischen Digicam und DSLR. Haben viel Zoom die Dinger, und auch eine recht gute Bildqualität, und: man kann (bei Bedarf) alles manuell einstellen, sprich gezielt Hintergrundunschärfe, Bewegungsunschärfe usw. herbeiführen, ein bisschen Übung vorausgesetzt. Eine DSLR könnte dich (v.a. finanziell) als Anfänger überfordern, ich habe seit 1 Jahr eine Bridgekamera (Kodak Z8612IS, hat 99€ gekostet, aber macht schöne Bilder!) und bin damit zufrieden, Hintergrundunschärfe, Langzeitbelichtung usw. sind selbst mit dieser günstigen Bridge kein Problem.

Kommentar von niiiiina,

oh danke :) und da kann man echt alles einstellen? :) für so weig geld?:) 

kannst du mir mal ein link von deiner kamera schicken? :)

Kommentar von halloSirius,

man kann den ISO-Wert, die Blende und Belichtungszeit einstellen. Allerdings ist meine Kamera kaum noch neu erhältlich, ist schon etwas älter, der Nachfolger ist meines Wissens die Z915, hier ist meine Cam: http://www.amazon.de/Kodak-Z8612-Digitalkamera-Megapixel-Bildstabilisator/dp/B00...

Kommentar von halloSirius,

das ist die Z915: http://www.amazon.de/Kodak-Digitalkamera-Megapixel-10-fach-Bildstabilisator/dp/B...=sr_1_3?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1303936551&sr=1-3

 

Kommentar von halloSirius,

und hier sind meine Bilder, die ich mit der z8612 geschossen habe: http://www.flickr.com/photos/53597763@N05/

Kommentar von Serienchiller,

Das mit der Hintergrundunschärfe ist mit einer Bridgekamera fast gar nicht möglich, weil der Sensor dafür zu klein und das Objektiv zu lichtschwach ist. Da kann man so viel verstellen, wie man will.

Kommentar von halloSirius,

es ist möglich!!! Wenn es nicht geht, warum bekomme ich es dann hin, hä??????????Natürlich ist der Sensor viel kleiner und das Objektiv lichtschwächer, aber es geht!!!

Kommentar von Serienchiller,

Einen schönen, verschwommenen Hintergrund wie bei niiiinas Beispiel bekommst auch du mit einer Bridge nicht hin. Wenn man bei maximaler Brennweite und offenblende ganz nah an ein kleines Motiv herangeht, erreicht man vielleicht einen leicht unscharfen Hintergrund, der ist aber immer noch von einem ansprechenden Bokeh weit entfernt. Einen ganzen Menschen oder auch nur ein Schulterportrait kann man mit einer Bridge unmöglich freistellen.

Antwort von mmerouge,

Ich glaube dass das Bild bearbeitet wurde :)

Aber wenn du Anfänger bist reicht eine Kamera in dieser Preisklasse völlig, und du kannst ja auch danach in die Objektive investieren. :)

Kommentar von niiiiina,

ja das kann auch sein :)

eine frage noch: bei der presiklasse steht bei den meisten angeboten nur 8 megapixel. ist das nicht ein bisschen wenig? ist die spiegelreflexkamera dann schlechter als zb eine digitalkamera die nicht so viel kostet mit 14 magapixle? :)

Kommentar von Serienchiller,

Eine Digicam mit 14 Megapixel hat immer noch eine deutlich schlechtere Bildqualität als eine Spiegelreflexkamera mit 6 Megapixeln. Bei Digicams sinkt die Bildqualität mit mehr Megapixeln, auch wenn das noch nicht zu allen durchgedrungen ist. Allerdings fällt mir als Spiegelreflex mit 8 Megapixeln jetzt nur die Canon EOS 350D ein und die ist jetzt 6 Jahre alt. Inzwischen ist Canon beim fünften Nachfolgemodell. Natürlich waren die Kameras vor 6 Jahren auch nicht völlig schlecht, aber es gibt eben doch einige Einschränkungen. Und wenn du bedenkst, dass du das meiste Geld eh für die Objektive ausgibst, solltest du lieber zu einer aktuellen Kamera greifen.

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