Spiegelreflexkamera mit niedrigem Buget kaufen?

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7 Antworten

Die 1100D ist ja schon lange nicht mehr auf dem Markt, gibt es also nur noch gebraucht, der Nachfolger, den es noch neu zu kaufen gibt, ist
die EOS 1200D. Ich würde aber von beiden abraten, da sie doch sehr
eingeschränkt sind. Hab selber noch eine 1100D im Regal stehen, die mir
aber nach`nem halben Jahr nicht mehr ausgereicht hat. Hab mir dann eine
70D geholt und später kam noch eine 6D Vollformatkamera dazu (liegen
aber beide nicht in Deinem Preislimit).

Wenn es unbedingt eine
Canon sein soll, würde ich Dir empfehlen, nach einer gebrauchten 600D
oder 650D oder 50D zu schauen. Die sind schon um einiges besser, als die
1000'er Serie und Du wirst damit wesentlich länger Freude haben, als
mit einer 1100D oder 1200D. Eventuell käme auch noch eine 60D in Frage,
die aber gebraucht noch etwa  200,- Euro über Deinem Preislimit liegt.
Dafür hättest Du eine Semiprofessionelle Kamera, mit einem ordentlichen
Body, Schulterdisplay, guter Autofokus und einer schnellen
Serienbildgeschwindigkeit. Mit so einer Kamera wird Dir das
fotografieren auch länger Spaß machen, als mit einer abgespeckten 1100D
oder 1200D, denn was bringt es Dir, wenn Du die Kamera ein halbes Jahr
benutzt und dann wieder eine neue kaufen willst, weil Dir die Funktionen
zu eingeschränkt sind. 600D, 650D und 60D haben übrigens auch ein
schwenkbares Klappdisplay, falls das für Dich wichtig sein sollte. Ich
konnte das bei meiner 70D schon oft gut gebrauchen und finde es sehr
schade, dass meine Vollformat 6D kein Klappdisplay hat.

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Kommentar von MetalMaik
11.05.2016, 00:20

Vielen Dank für den Stern! :-)

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Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar
und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange
in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will
oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute
Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine
Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.
Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras
verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von
Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine
Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.
Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und
Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen
Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt
mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber
Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT
und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder
Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein
Schaubild gibt es hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bildsensor#mediaviewer/Datei

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"
entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer
bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man
genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000
Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei
jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu
schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei
stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony
(Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony) bis
riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen
Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony NEX,
Olympus und Panasonic mFT, Fuji X) bieten fuer die allermeisten
ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier
(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.
Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,
welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen,
welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten
klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann
nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue
Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit
auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem
Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera
.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch
oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von
Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar
Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.
Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,
Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur
Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte
. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)
fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die
Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

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Ich kann Dir jetzt keine Kamera empfehlen oder davon abraten. Aber ich hab mir mit Absicht eine preisgünstige Kamer gekauft (eine Sony Alpha), weil sie nicht allzu vollgestopft ist mit technischem Schnickschnack, sondern viele manuelle Einstellmöglichkeiten für Blende, Belichtungszeit und so weiter hat. Damit experimentiere ich gern herum. Natürlich hätte sie auch eine Automatikeinstellung für ein Ritsch-Ratsch-Klick.

Ob diese nun das Nonplusultra der Kameras ist weiß ich nicht, aber für mich war auch ausschlaggebend, daß Sony die Nachfolge von Minolta angetreten hat und mir somit die ganze Palette der Minolta AF-Objektive offensteht.

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Für das Budget würde ich die Finger lassen oder Gebraucht kaufen. Einen großen Bogen sollte man um die Plastikklasse von Canon (4 stellige) machen. Das ist das Billigste vom Billigsten und ich meine damit nicht Günstig

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Ich lehne die 1000er Serie von Canon ab, da sie doch recht sparsam ausgestattet (Monitor, Sucher, Software) und billig verarbeitet ist (komplett Kunststoff) und daher schnell neue Begehrlichkeiten weckt. Eher würde ich nach einer jungen gebrauchten 600/650 suchen, die zwar auch noch weit weg vom ambitionierten Profigerät rangiert, aber schon weit besser gerüstet ist als die 1000er.

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Ich hab die Canon EOS 1200D und als Einstiegskamera finde ich sie klasse! :) 


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Kommentar von Lunaundsky
13.04.2016, 09:45

Danke! Ich gucke mal im Internet nach :)

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Die Canon EOS 1100D ist ein gutes Einstiegsgerät

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Kommentar von Lunaundsky
13.04.2016, 09:50

Dankeschön für den Tipp :)

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