Frage von missjess 22.04.2011

spiegelreflexkamera erklärt ?

  • Antwort von Scaramouche59 22.04.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo missjess,

    einen Unterschied zwischen einer digicam und einer digitalen Spiegelrflexkamera (DSLR) gibt es nicht.

    Es ist leider unsauberer Sprachgebrauch, der hier zu Verwirrungen führt. Digicam, steht meines Wissen für digital camera und ist demnach der Überbegriff (nicht offiziell) für alle Kameras die mit digitaler Aufzeichnung arbeiten, statt mit analoger (Film). Das heißt Kompakt-, System, Brigde- oder Spiegelreflexkamera zählen alle dazu, so sie mit lichtempfindlichen Sensoren werkeln.

    Vor Jahren ist mir der Begriff lediglich im Zusammenhang mit digitalen Videokameras begegnet, mittlerweile scheint dieser aber auch für Fotoapparate zu gelten.

    Es gilt also eher Unterschiede zwischen den Kompakt- System, Bridge- und SLR-Kameras zu machen, denn ich gehe mal davon aus, dass Du nicht auf eine analoge Kamera reflektierst.

    Um jetzt nicht elendig lange Bände zu schreiben, nehme ich mal die wesentlichsten Merkmale einer Kompaktkamera und einer SLR. Der Name Kompakt ist recht sinnig, da es sich um ein kompaktes Werkzeug handelt, das mit sehr geringen Abmaßen alles nötige liefert um vernünftige Fotos zu machen.

    Eine Spiegelreflexkamera (SLR) ist sehr viel sperriger, was bauartbedingt ist, denn sie hat den ihr namengebenden Spiegel im Innern, über den Du durch das Objektiv siehst. Beim auslösen klappt dieser hoch, der Verschluss gibt zeitgleich den Chip frei und fertig ist die Belichtung.

    Bei Kompaktkameras siehst Du entweder durch einen Sucher, weshalb diese auch Sucherkameras genannt werden, oder wie leider noch sehr viel häufiger anzutreffen, Du siehst das anvisierte Bild auf einem Bildschirm (LED-Screen) oder ebenfalls elektronisch in einem Sucher.

    Das man mit solcher Wiedergabe keine Schärfe und vieles mehr richtig nachvollziehen, sondern allenfalls den Bildaufbau kontrollieren kann, scheint die Wenigsten zu stören. Mich würde es bei meiner Arbeit wahnsinnig machen, wenn ich bei Schwenks dann auch permanent mit Bildfahnen konfrontiert wäre. Da kann einem schwindelig werden, aber gut, vielleicht ist das auch Gewohnheitssache.

    Die Chips einer SLR sind stets größer, als die einer Kompaktkamera, was sich auf dieLichtempfindlichkeit etc. entscheidend auswirkt.   

    Kommen wir zum Handling, bzw. den Einstellungsmöglichkeiten. Eine SLR bietet sehr viel mehr und differenziertere Einstellungsmöglichkeiten und vor allem ist die Bedienung über Rädchen und Knöpfe sehr viel schneller vorgenommen, als über Menues und Untermenues, was ich als Mäusekino bezeichne.

    Kurz um, eine SLR ist schlicht einfach und ergreifend das professionellere Werkzeug, aber.......das heißt nun nicht, dass man damit zwingend auch immer bessere Fotos macht. Ganz im Gegentum, können für einen Laien frustrierende Ergebnisse heraus kommen, weil dieser all die Einstellungen nicht versteht.

    Das ist dann auch einer der Gründe, weshalb ich vielen, die sich der Fotografie näher widmen wollen zunächst eine sogenannte Bridgekamera empfehle. Das sind Kompaktkameras, mit einer Bedienung, wie sie für SLRs üblich sind. Die Objektive sind nicht auswechselbar, wie bei einer SLR, aber decken zum Teil mit ihren sogenannten Vielfachzooms mehr als 90% aller Aufnahmesituationen ab und sind dabei von ordentlicher Güte. Ich empfehle in diesem Zusammenhang Canon Powershot G 11 oder 12, oder Nikon Coolpix P7000.

    Auf diesem Wege lässt sich zumindest auch realtiv kostengünstig das Ein-mal-eins der Fotografie erarbeiten, um dann später irgendwann sich mal auf eine doch sehr viel kostspieligere SLR-Ausrüstung zu konzentrieren. Kostspielig allein schon wegen der Objektive, die, wenn es wirklich gute sein sollen, schon einzeln mehr kosten als eine Bridgekamera. Diese hat den Namen bekommen, da sie als Brücke zwischen der Kompaktklasse und der SLR-Klasse dienen soll. 

    Es gäbe noch unendlich viel mehr zu sagen/schreiben, doch denke ich mal, bzw. hoffe die allerwichtigsten Aspekte verständlich erläutert zu haben.

    Für eventuelle Fragen entwieder hier, oder über www.dasauge.org/kontakt/

    Viel Erfolg und Spaß    

  • Antwort von MrPhotographer 22.04.2011

    Also ansonsten mal Wikipedia lesen (:

  • Antwort von syncopcgda 22.04.2011

    Grundsätzliches zum Spiegelreflex- System, egal ob analog oder digital:

    Die Kameras haben einen Sucher mit einer integrierter Mattscheibe.  Auf diese Mattscheibe wird genau das Bild projiziert, das das Objektiv  "sieht". Dies wird mit Umlenkung durch einen Schwenkspiegel und einem oben angeordneten Prisma erreicht. Der Spiegel sitzt vor dem Schlitzverschluss und wird bei Betätigung des Auslösers aus dem Strahlengang herausgeschwenkt. Spiegelreflex- Kameras haben heute meist Wechseloptik, d.h. es können alle möglichen Objektive eingesetzt werden . Die digitalen Kameras haben natürlich zusätzlich das Display an der Rückwand.

    Eine "normale" Digitalkamera (Digiknipse) hat meist keinen Sucher, sondern nur das Display auf der Rückwand. Objektivwechsel ist nicht möglich. Die Brauchbarkeit für anspruchsvolles, Fotografieren ist gegenüber einer Spiegelreflex stark eingeschränkt. Die richtige Erfassung schnell bewegter Motive ist oft unmöglich, weil man schlecht zielen kann.

  • Antwort von malte33 22.04.2011

    schau mal bei chip.de da findest glaub auch was zu kameras...

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