Frage von MrsStraciatella, 65

Spiegelreflexkamera bis max. 600€ - Sehr gut bei schwierigen Lichtverhälnissen ohne Blitz?

Hallo zusammen

ich suche eine eher günstige, aber trotzdem gute DSLR Kamera, welche bei schwierigen Lichtverhältnissen ohne Blitz solide Fotos macht. So Kameras, welche die Fotografen an Konzerten haben, wäre meine Idee. Oft im Dunkeln und ohne Blitz schaffen die tolle Fotos. Mit der Kompaktkamera und Bridgekamera ein unerfüllter Traum. Nur habe ich null Ahnung von Kameras und auch ein eher schmales Budget. Hat jemand Erfahrungen?

Besten Dank für zahlreiche Infos und Vorschläge!

Antwort
von GanMar, 51

welche bei schwierigen Lichtverhältnissen ohne Blitz solide Fotos macht.

Dafür braucht die Kamera ein besonders lichtstarkes Objektiv, und die Preise solcher Objektive überschreiten Dein hier angegebenes Budget.

So Kameras, welche die Fotografen an Konzerten haben, wäre meine Idee.

Genau. Aber das ist Profi-Ausrüstung und entsprechend teuer.

Es gibt Kameras, bei denen man eine sehr hohe Empfindlichkeit einstellen kann. Das erkauft man aber in der Regel mit einem mehr oder weniger starken "Rauschen".

In einem Fachgeschäft darfst Du eventuell mal ein paar Probeaufnahmen machen. Nimm eine SD-Karte mit und fotografiere einfach in einer möglichst dunklen Ecke. Zuhause wertest Du die Aufnahmen dann kritisch aus. Das gibt Dir erste Anhaltspunkte.

Antwort
von Airbus380, 60

Auch Einsteigerkameras mit APS-C Sensor bieten heute ein sehr gutes Rauschverhalten bei hohen ISO-Zahlen. Die populaeren Vertreter bei den DSLR Modellen sind da Canon 1200D, Canon 700D, Nikon D3300, Nikon D5300 und von Pentax K-50, K-S1 und K-S2. Auch die Sony A58 ist sehr brauchbar, bietet aber keinen optischen sondern einen elektronischen Sucher und ist deshalb eine DSLT. Das kursive Modell moechte ich dir nicht, die fetten besonders empfehlen.

Die laegen groeßtenteils mit einem 50mm/1,8 Objektiv in deinem Budget und du koenntest damit tolle Konzertaufnahmen machen.

Aber da gibt es weitere Voraussetzungen:

1. Du musst recht nah (ca 5m) am Geschehen sein, weil 50mm nur eine schwache Telewirkung hat und Uebersichtsaufnahmen sind auch kaum moeglich.

2. Du musst fotografieren, insbesondere belichten lernen. Sonst nuetzt dir die tollste Kamera nichts.

3. Du musst mit der Kamera ueberhaupt erst mal in den Konzertraum reingelassen werden. Viele Konzertveranstalter moegen naemlich keine "besseren Kameras".

Wenn du flexibler sein willst, was die Abstaende und Bildausschnitte angeht, wird es recht schnell recht teuer. Lichtstarke Zoomobjektive gibt es nicht zum Billigtarif. Da ist ein Tamron 28-75mm/2,8 fuer gut 300€ sehr guenstig und auch das Auslaufmodell Tamron 70-200mm/2,8 ist mit gut 500€ guenstig, wenn man es noch bekommt. 

Kommentar von MrsStraciatella ,

Vielen Dank für die konkreten Empfehlungen. Kannst du mir evtl. Objektive dazu empfehlen? Auch die etwas teureren? Ich will sowieso einen Kurs besuchen, da brauche ich noch nicht alles damit zu können, und ein besseres Objektiv kann ich mir dann für später mal ersparen. Ich möchte aber eine gute Basis haben, die ich dann mit passenden Objektiven ergänzen und optimieren kann. 

Kommentar von nextreme ,

Ich seh schon wie das Enden wird, eine 700D oder D5300 mit Kitobjektiv und dem Versprechen, sich später bessere Objektive zu kaufen.

Kommentar von Airbus380 ,

Ein paar Empfehlungen habe ich ja schon gemacht und die gibt es auch fuer alle Kamerahersteller/Anschluesse.

Normalerweise faengt man ja mit einem Normalzoom an. Das Kitobjektiv, wenn man auf jeden Cent schauen muss. Ein lichtstarkes Normalzoom nimmt man, wenn man von Anfang an eine gute Bildqualitaet und mehr Moeglichkeiten haben will.

Da gibt es die 17-50mm/2,8 von Tamron und Sigma fuer gut 300€.

Die 70-200mm/2,8 Telezooms gibt es von allen großen Herstellern. Wie erwaehnt als Auslaufmodell fuer gut 500€ bis zu gut 2000€ von Canon, Nikon, Pentax und Sony. Das sind die "Brot- und Butterobjektive" der Konzertfotografen.  

Wenn du eine befreundete Band hast, denen du "auf die Pelle ruecken" kannst, kommst du aber mit deutlich kuerzeren Brennweiten aus, ja sogar Fisheyeobjektive koennen da sinnvoll sein. Weiterhin sehr beliebt sind die lichtstarken 85mm/1,8 Objektive.   

Antwort
von Tuehpi, 53

Ich mag Straciatella. 

Du solltest nach 2 Dingen ausschau halten: 

Eine Kamera mit hohem maximalem ISO Wert ( Das ist die Lichtempflindlichkeit des Sensors) und einem Objektiv mit niedrigem "f" wert, das ist die maximale Lichtdurchlässigkeit bzw Blendenöffnung.

Aber es gibt immer 2 Seiten der Medaille. 

Ein hoher ISO Wert bedeutet meist, naja eigentlich immer, auch mehr Bildrauschen auf dem Photo. Es gibt da durchaus Unterschiede pro Kamera ab welchem ISO Wert das Rauschen wirklich schlimm wird, aber je höher dieser Wert liegt desto mehr kostet idR die Kamera. 

Ein niedriger "F" Wert ist gut und schön für die Lichtstärke des Objektivs, bedeutet aber auch eine geringe Tiefenschärfe wenn du die Blende tatsächlich so weit öffnest. Und auch hier, wenn man eine niedrige "F" Zahl will, muss man auch ordentlich Geld auf den Tisch legen. 

Antwort
von CreepCrole, 65

Könnte eine Nikon D5300 oder Canon EOS 550D empfehlen.
Aber dafür brauchst du auch ein Objektiv das bei Blende 1.8 - runter geht.
Die sind meistens ziemlich teuer aber gebraucht bekommt man sie auch. :)
Rokinon 24mm f/1.4 ist mein absoluter Favorit! Kostet neu aber ca. 500€

Antwort
von Mepodi, 48

Der Knackpunkt liegt beim Objektiv und das bekommst du mit diesem Budget nicht. Vorallem nicht mit dieser Einstellung. SLRs sind teure komplizierte Geräte die Fachwissen und können verlangen.

Antwort
von DobraVoda56, 16

Es gibt auch noch die Möglichkeit z. B. alte Carl-Zeiss-Jena  oder Meyer Görlitz Objektive zu benutzen, wenn Du günstig an die ran kommst. Sie passen mit einem entsprechenden Adapter. Und Du musst den Cropfaktor (je nach Kamera 1,5 oder 1,6) beachten. Aus einem 100mm Objektiv wird sozusagen ein 150 oder 160er.

Ich benutze gelegentlich einen Trioplan 2,8/100 von Meyer Görlitz an meiner Sony A57. Es geht natürlich nur mit manuellem Focus. (Das Trioplan will ich Dir aber nicht gerade empfehlen. Die Brennweite wäre zwar ok und auch die Lichtstärke, aber dafür nicht der momentane Preis. Für das Ding verlangt man inzwischen auf Ebay 600-700 €, was Unsinn hoch zwei und total überbewertet ist).

Aber z.B. Pentacon Auto (früher Orestor) 2,8/135  von Meyer Görlitz kriegte ich in gutem Zustand im An- und Verkauf für 35 €. Für den Anfang und zum Ausprobieren wäre es voll ausreichend, denke ich. Ein Adapter kostet dann so ca. 20-50 €. Und wenn Du Glück hast und die 15- Lamellen Ausführung erwischst, kannst Du damit regelrecht zaubern und Dich um das Bokeh beneiden lassen ;-)

Kommentar von DobraVoda56 ,

Noch eine Ergänzung von mir:

Die Kamera ist nicht so wahnsinnig wichtig. Ob´s Nikon, Canon, Sony, Panasonic...etc. ist, ist relativ egal. Sie muss Dir gut in der Hand liegen, Du musst mit der gut klar kommen.

Also nimm sie in die Hand und probiere sie aus.

Natürlich soll die Kamera mit den hohen ISO-Zahlen gut klar kommen. Aber das kannst Du in verschiedenen Tests nachlesen.

Entscheidend ist immer das Objektiv, das macht die Musik, pardon, die Bilder... ;-) Und natürlich der Fotograf.

Ein guter Fotograf macht selbst mit einer Wegwerfkamera gute und interessante Bilder. Ein Blinder (fototechnisch gemeint) kriegt selbst mit der besten und teuersten Kamera nix hin.

Antwort
von Evaiiion, 31

Das hängt nur gering von der Kamera ab. Viel wichtiger ist die Wahl eines guten Objektives. Ob du nun die Canon eos 70d mit dem Standart Kit- Objektiv oder die eos 100d mit einem lichtstarken 50mm 1.4 Objektiv nutzt, das ist egal. Damit kein Rauschen auftritt, musst du dir einfach ein Objektiv mit möglichst großer/ offener Blende suchen. Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen. Lg Eva :)

Antwort
von whatshalllldo, 49

Mit einem Budget von 600 € wirst du so eine Kamera nicht finden!

Ich fotografiere selbst hobbymäßig seit einigen Jahren mit DSLRs... 

Kommentar von CreepCrole ,

Kann ich nur zustimmen. Habe dafür schon fast 1.600€ ausgegeben nur um Astrofotografie zu machen.

Nikon D7200 + Rokinon 24mm f/1.4

Antwort
von migebuff, 49

Gute Bilder bei schlechtem Licht erfordern neben einem großen Sensor auch ein lichtstarkes Objektiv. Bei dem Budget hält sich die Auswahl allerdings sehr in Grenzen.

Eine Canon 5D der ersten Generation mit einem 50mm 1.8 STM könnte für knapp unter 600€ zu haben sein.

Kommentar von rfoto ,

Eine 5 D der ersten Generation hab ich noch liegen (bisher Reservekamera, aber eigentlich nicht mehr genutzt), würde sie sogar etwas günstiger mit zusätzlichen Akkus + Batteriegriff verkaufen.

Dazu möchte ich hier nur sagen, so eine Vollformat (+ mind. einem lichtstarken Objektiv) ist zwar am besten geeignet, wenn jemand wirklich ernsthaft fotografieren lernen will. Um später das Nachfolgemodell evtl. auch wieder gebraucht zu kaufen und die Objektive passen schon :)

Aber als günstige 'Budget' Kamera für Anfänger kann ich sie nicht empfehlen. Bei jeder gebrauchten dürften nochmal 80 € für eine professionelle Chipreinigung zu veranschlagen sein (ein gutes Fachgeschäft schickt sie dazu nach Canon oder man bringt sie selbst z.B. nach Hamburg). Diese Kosten sollte man beim Kauf einplanen.

Antwort
von Schwarzwaldpuma, 49

Mit einer Einsteigerkamera von Canon oder Nikon machst du grundsätzlich nichts falsch. Wichtiger für entsprechende Bilder bei wenig Lich und ohne Blitz ist das verwendete Objektiv- Da solltest du entweder eine Fest Brennweite oder ein Zoomobjektiv mit grosser Blendenöffnung bzw grosser Anfangsblende zulegen.

Expertenantwort
von nextreme, Community-Experte für Kamera, 54

A5000 (oder 5er NEX-Reihe ab 5N) + Sigma 30f1.4. was Lichtstärkeres fällt mir zu dem Gesamtpreis mit Autofokus nicht ein.

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