Spiegeln in der Psychologie??
Hallöchen,
ich bin mir unsicher bzw weiß nicht, ob "spiegeln" in der Psychologie bedeutet, dass man das Gesagte des gg wiederholt oder, dass man versucht die bsw. die Haltung des gg anzunehmen um so Harmonie vorzugaukeln und den anderen für sich einzunehmen? Kennst sich da vielleicht jemand aus? Und hat das Spiegeln irgendwas mit dem Rosenthal-Effekt zu tun??
Danke im Voraus!:))
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Hallöchen Scheinheilig!
Spiegeln bedeutet immitieren egal ob Sprache, Mimik, Gestik, Haltung oder Bewegung. Natürlich kann es eingesetzt werden, um Empathie zu zeigen, Vertrauen zu gewinnen und eine Beziehung herzustellen. Ein Psychotherapeut sollte aber niemals vorgaukeln oder manipulieren ;)
Übrigens...viele Menschen spiegeln unbewust. Du kannst es wenn Du darauf achtest auch im Alltag beobachten. Es ist auch ein Zeichen von Verbindung und Mitgefühl, daher wirkt es auch im Therapiegespräch positv. Du kannst es selbst auch einmal ausprobieren. Wenn man es nicht übertreibt fällt es nicht auf ;)
Rosenthal-Effekt ist etwas anderes. Es bedeutet, dass durch eine Erwartungshaltung das Ergebnis einer Beobachtung beeinflusst wird. Beispiel: Eine Schülergruppe wird in zwei Klassen eingeteilt, den Lehrern wird gesagt Klasse A sind die guten Schüler, Klasse B die schlechteren. Die Lehrer unterrichten mit dieser Erwartungshaltung die Schüler. Am Ende des Beobachtungszeitraumes werden die Schüler in Klasse A tatsächlich besser sein.
LG, Hourriyah
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es ist weder eine simple Wiederholung, noch das Vortäuschen von Harmonie. Es ist vielmehr die Wiedergabe der vom Zuhörer wahrgenommenen Bedeutung, die in einem therapeutischen Prozess auch durch Akzentuierung klärend, suchend, suggerierend beeinflusst werden kann.
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du meinst gegenübertragung?
vllt. hilft dir das :
http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelung_%28Psychologie%29
Man provoziert einen Menschen damit nur dann effektvoll zu vermehrter Aktivität, wenn man ihm wohlgesinnt, mit Einfühlung, Herz und Humor begegnet. Gekonnte Anwendung antisymmetrischen Spiegelns erweitert die Möglichkeiten der Kommunikation erheblich, ist jedoch noch kaum erforscht und nirgends Gegenstand von Schulung.
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Spiegeln ist ganz platt die Wiederholung dessen was vom Gegenüber gesagt wurde. Dies dient dazu sicher zu stellen, dass man das verstanden hat was das Gegenüber auch sagen wollte. Oftmal setzt das Wiederholen auch einen weiteren Gedankengang frei, der entweder weitere Informationen gibt oder ein Weg zur Lösung bietet. Das eigene gesagte vom Anderen wiederholt zu bekommen bietet oft einen Abstand und somit auch eine andere Bewertung dessen. Manchmal merkt man es ja selbst, wenn man gerade das Gefühl hat ein Riesenproblem zu haben. Wenn man das dann jemandem erzählt merkt man erst wie sehr man sich da rein gesteigert hat. Der Rosenthal Effekt ist etwas anderes. Hier wird nicht wiedergegeben was gesagt wurde, sondern etwas gesagt um das Handeln unbewusst zu beeinflussen.
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Das Spiegeln konfrontiert den Patienten nur mit seiner eigenen Aussage. Sie sollen dann selbst darauf antworten, und das ist billig.
Spiegelei ist Eulenspiegelei, das hilft nicht, sondern fördert nur Unsicherheit.
Kommentar von Sanja2Sanja2 02.07.2012stimmt nicht, es fördert Sicherheit, denn beide Seiten können sich abstimmen und sicher sein, dass sie vom gleichen sprechen. Es kann aber nie das einzige Mittel sein, dann wäre es platt und nicht wirksam.
Kommentar von AngelflightAngelflight 02.07.2012Nein, jede Gegenfrage wirkt wie ein Schild. Es wirkt fast dumm, diese Art der Reflektion anzuwenden, manchmal auch aggressiv. Fragen mit Gegenfragen zu beantworten ist eher Sache der Polizei.
Kommentar von SajonaraSajonara 04.07.2012Gibt es dazu noch Fragen?
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Wenn jemand sehr traurig ist und vielleicht dabei auch weint ist es ja so, dass man selbst auch einen ernsteren Gesichtsausdruck bekommt und so was wie Mitleid empfindet (manche müssen vielleicht auch selbst weinen) - das verstehe ich unter spiegeln.
Selbst auch dann, wenn man etwas sehr sehr trauriges berichtet und der andere Gegenüber dann weinen muss ist das auch eine Art von Spiegelung, weil ich verstehe das dann so, dass der andere Mensch meine Tränen weint, die ich vielleicht im Moment gar nicht in der Lage bin zu weinen.
Emphatiefähigere Menschen spiegeln mit Sicherheit deutlicher etwas wieder als Menschen, die nicht so in der Lage sind Mitgefühl zu empfinden.
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Spiegelung ist ein Begriff der in der Psychologie für vier unterschiedliche Verhaltensregulationen anwendung findet. Tatsächlich ist es jedoch das genaue gegenteil von dem was hier probagiert werden soll. Beim Spiegeln erkennen wir im Gegenüber verhaltensweisen, die wir selber nicht ausleben, in der Psychologie ist der Begriff Negativ behaftet, weil er als unselbstständiges Verhalten gewertet wird. Man unterstellt dass man sich dem gegenüber anpasst. Das Gegenteil ist der Fall, das was wir nicht ausleben, aber im anderen erkennen, ist das was uns verunsichert.
Der Rosenthaleffekt beschreibt ebenfalls das gleiche, Extrovertierte Menschen (Lehrkräfte) bevorzugen unbewusst Menschen mit der gleichen Energiedispostion. Unbewusst (sich selbst nicht eingestehend) bewerten sie diese besser.
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im Spiegeln könnte ich sagen: Ihre Frage ist so langweilig
Kommentar von Scheinheilig 02.07.2012Dann begreife ich ehrlich gesagt nicht so ganz warum Sie dann unbedingt darauf antworten müssen?;))
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Antwort von NebelundNacht 02.07.2012
Spiegeln hat nichts mit jm etwas "vorspielen" zu tun. Spiegeln geschieht unwillkürlich durch die Spiegelneuronen. Das bedeutet, dass man automatisch mit seinen mitmenschen mitfühlt, ohne darüber nachdenken zu müssen. Man spürt quasi wie es dem anderen geht in dem der eigene körper zur gleichen zeit einen ähnlichen zustand erfährt. Wenn zb jm weint, kommen einem oft auch selbst die tränen. (wenn wir jm weinen sehen sind die selben gehirnregionen aktiv, wie wenn wir selber weinen würden.)
Der Rosenthaleffekt hat nichts damit zu tun, sonden besagt nur dass das urteil anderer unser eigenes beeinflusst.
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Also ich würde darunter verstehen, dass ich z.b. ein Verhalten von jemandem wiedergebe, genauso wie er es getan hat.
PS.: Spiegeln gibt es auch in der Tanztherapie. Dort immitiert die Therapeutin die Bewegungen des Patienten, der dabei zusehen darf. Dadurch soll der Patient Information über sich selbst und eigene Problemstellungen erhalten.