Frage von spassvogel13, 87

Spickzettel von Lehrer gefunden ,kann/darf er es anhand der Schrift nachweisen?

Haben heute einen Test in Geschichte geschrieben, hab mir vorher auf einer abgerissenen Blockecke die wichtigsten Daten notiert um sie gut lernen zu können und nicht immer mit so einem großen Zettel wo alles mögliche draufsteht rumzusitzen ( wenn ihr versteht wie ich das meine ) naja jedenfall habe ich damit immer in den Pausen gelernt und dann in meine Hosentasche gesteckt . Habe auch nicht gespickt in Test ( der Zettel soll auch kein Spicker sein ) .Naja jedenfalls hat unser Lehrer nach dem Test einen "Spicker" auf dem Boden gefunden (so wurde es mir erzählt) und will diesen nun mit unserer Schrift abgleichen ....habe nun Angst das das meine eigentliche Lernhilfe war ...was meint ihr dazu ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von valvaris, 31

Wenn er dich nicht direkt beim Spicken erwischt, dann hat er keine Handhabe mehr.

Du kannst ja begründen, dass du damit nur bis vor dem Test gelernt hast.

Wenn er wirklich dran zweifelt, dann kann er beantragen, dass du den Test nochmal schreibst, aber dafür muss er wirklich nen triftigen Grund haben. Einfach nur "ich hab nen Spicker gefunden" reicht nicht.

Kommentar von spassvogel13 ,

Aber wenn es meine Handschrift ist ? Und es sieht ja aus wie n Spicker weil der Zettel halt klein ist ,mit Bleistift geschrieben und das eine Blattecke ist die abgerissen ist

Kommentar von valvaris ,

Es ist sogar eine gute und immer mal empfohlene Lernmethode, sich Spicker zu schreiben. Damit nimmst du dein Wissen, filterst das wichtigste raus und schreibst es auf so wenig Platz wie möglich, damit dein Hirn hier und da ein Stichwort hat, mit dem es arbeiten kann.

So bleibt der Rest des Lehrstoffs aber im Hirn hängen. So wie du es ja eben gemacht hast.

Nur benutzen darfst du ihn nicht, und das kann er nicht nachweisen, wenn du nicht direkt erwischt worden bist, was ja nicht geht, wenn du nicht spickst.

Kommentar von valvaris ,

Mistrauisch könnte man nur werden, wenn der Spicker so geschrieben ist, dass er zum Lernen nicht wirklich taugt, weil er beispielsweise in Steno-Schrift ist.

Da müsste man sich jedes mal, wenn man sich was einprägen will erst zusätzlich Aufwand betreiben und es entschlüsseln...

Dann nimmt der Lehrer auch an, dass  der Schüler bewusst nicht wollte, dass man erkennt, was auf dem Zettel steht und kann begründen, dass da eine Betrugsabsicht dahinter stecken könnte.

Antwort
von Barbaratlos, 27

Ich sehe da eigentlich kein Problem. Du kannst ja sagen, dass es vermutlich dein Zettel ist, mit dem du gelernt hast. Die Lerntechnik ist doch super, Zusammenfassungen schreiben und diese häufig wiederholen... Dein Lehrer kann nicht nachweisen, dass du im Test gespickt hast. Er hat dich nicht spicken sehen.

Im Zweifelsfall wende dich an deine Schulleitung und informiere dich dort.

Kommentar von spassvogel13 ,

Ja aber habe ein bisschen Angst das das vom Lehrer nicht verstanden wird ,denn auf dem Zettel stehen nur einige Wörter (die ich mir halt eingeprägt hab ) die auch noch mit Bleistift auf einem abgerissenen kleinen Papier stehen (also halt eigentlich typischer Spicker) ...deswegen bin ich nur ein bisschen beunruhigt das das nicht ernstgenommen wird mit der Lernhilfe

Kommentar von Barbaratlos ,

Ja, das verstehe ich schon. Was genau kann der Lehrer denn machen? Kann er einen >Betrug< nachweisen? Meiner Meinung nach nicht. Der Zettel kann ja auch schon vor dem Test verloren gegangen sein.

Antwort
von Tronje2, 27

Das kann böse ausgehen.

Der Lehrer ist verpflichtet dem nachzugehen. Er darf auch nach der Schrift den Urheber erforschen.

Es wird aber, wenn du als Schreiber ermittelt wirst, eine Anhörung geben, bei der du dich rechtfertigen kannst.

Die Regel ist aber: Auf frischer Tat betroffen, 6 raus!

Später ist der Nachweis des Spickens nicht mehr so einfach, weil du alles abstreiten kannst. MfG

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