Frage von Affect, 139

Spekulationssteuer bei Haus verkauf?

Hallo.

Ich Besitze seit Januar 2016 ein Haus. Jetzt wegen privaten Gründen möchte ich das Haus wieder verkaufen (mit Gewinn) Im internet unter Paragraph 23. ist dieser Satz bzw. Sätze zu finden, die für mich nicht zu verstehen sind:

Ausgenommen sind Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden

Uss ich nun mindestens eine Zeit lang im Haus gewohnt haben. Oder fallen in meinem Fall die Steuern weg? Habe das Haus ja ausschließlich selber bewohnt. Hoffe das sich hier jemand auskennt oder Ähnliches gehabt hat.

Danke im voraus :)!

Ps: werde Morgen uwar noch das Finanzamt anrufen, aber ob er mir die Wahrheit sagen wird ?

Antwort
von DrMonikaDurr, 27

Hallo,
folgender Sachverhalt:

Ertragsteuer bei einem privatem Veräußerungsgeschäfts /
Spekulationsteuer (Immobilienveräußerung) ->
Der Verkauf einer Immobilie die vermietet wurde bleibt steuerfrei, wenn der Kauf min. 10 Jahre (Spekulationsfrist) zurückliegt. Wird das Objekt schon vorher verkauft, ist eine Spekulationsteuer (einkommensteuerpflichtig) auf die Differenz aus Anschaffungskosten und Verkaufserlös zu entrichten. Bei einer Eigennutzung beträgt die Frist 2 Jahre. Siehe www.immobilien-einblick.de/steuern

Gruß

Antwort
von kevin1905, 52

Wenn du das Haus selbst bewohnt hast, fällt keine Einkommensteuer auf den Verkaufserlös an.

Antwort
von grubenschmalz, 80

In sechs Monaten Gewinn? Mit gezahlten Zinsen usw wirst du eher draufzahlen b

Kommentar von Affect ,

Wenn man das richtig macht dann nicht

Antwort
von PatrickLassan, 54

Habe das Haus ja ausschließlich selber bewohnt.

Dann ist der Gewinn nicht steuerpflichtig. Das geht doch ziemlich eindeutig aus dem Gesetzestext hervor, den du gepostet hast.

aber ob er mir die Wahrheit sagen wird ?

Nein, man wird dich natürlich anlügen.

Im Ernst: Wieso sollte man dir keine korrekte Auskunft geben?

Kommentar von schelm1 ,

Na , steht da nicht auch was von den beiden Jahren vor dem Veräußerungsjahr!?!

Die gibt es doch offenkundig nicht, da er das Haus erst seit Anfang 2016 zu Eigentum hat!

Kommentar von Affect ,

Da die Immobilie zuvor nicht vermietet worden war, fällt das ja weg mit "den beiden Jahren" 

Anders kann ich es mir nicht erklären.

Kommentar von PatrickLassan ,

 steht da nicht auch was von den beiden Jahren vor dem Veräußerungsjahr!?!

Irrelevant. Lies dir bitte mal den § durch.

§ 23 Abs. 1 Nr. Satz 3 EStG lautet:

Ausgenommen sind Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden;

Antwort
von schelm1, 36

Das Finanzamt sagt Ihnen garantiert die unangenehme Wahrheit, dass Sie den Veräußerungsgewinn Ihrem in dem Jahre der Veräußerung erzeilten Gesamteinkommen zuschlagen müssen und dann entsprechend der Progression nicht nur den Veräußerungsgewinn, sondern auch ihr normales Einkommen damit einer höhreren Besteuerung unterzogen wird.

- Ein Gewinn dürfte Ihnen dennoch aus dem Verkauf verbleiben, wenn auch nicht im erträumten Umfang!?! -


Kommentar von PatrickLassan ,

Warum sollte das Finanzamt eine derart falsche Auskunft geben?

Bei einer Selbstnutzung in gesamten Zeitraum zwischen der Anschaffung und der Veräußerung entfällt die Steuerpflicht. Es gibt in § 23 EStG zwei Fristen, getrennt durch das Wörtchen 'oder'.

Kommentar von schelm1 ,


Bei einer Veräußerung eines Hauses innerhalb der
10-Jahres-Frist liegt nur dann kein (zu besteuerndes) privates
Veräußerungsgeschäft vor, wenn es im Jahr des Verkaufs und den beiden vorangehenden vollen Kalenderjahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde
( § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 S. 3 EStG).


Das gilt selbst für Veräußerungsgeschäfte an der "Oder"!

Sofern ein Fagesteller etwas falsch interpretiert oder formuliert, muß man das doch nicht zur Basis einer falschen Antwort erheben!?!



Antwort
von evviva, 93

Ja, hol dir professionelle Hilfe. Aber soweit ich weiss, musst du mindestens 10 Jahre in deinem Haus gewohnt haben um es mit GEWINN wieder verkaufen zu koennen. Und du musst, so denke ich auch investiert haben ins Haus um den Preis zu erhoehen. So ging es mir vor vier Jahren in Deutschland beim Hausverkauf. War nicht einfach.

Kommentar von Affect ,

Die "10 Jahre frist" gilt nur bei Vermieteten objekten. Soweit bin ich Informiert.

Kommentar von evviva ,

Tut mir leid, das ist nicht richtig. Pass auf, das war so. Wir haben damals eine alte Muehe gekauft ca 50 000 Euro. Aber soviel Geld reingesteckt, dass sie am Ende ca 300 000 wert war. Das Problem sie fuer diesen Preis zu verkaufen war dass die Zehn Jahre noch nicht ganz rum waren. Auch ich habe nicht vermietet. Sicherlich kann dir da ein Notar gute Auskunft geben. Mach das lieber. Viel Glueck fuer Dich

Kommentar von Affect ,

Danke :)

Kommentar von PatrickLassan ,

Auch ich habe nicht vermietet

Auch nicht selbst genutzt?

Sicherlich kann dir da ein Notar gute Auskunft geben.

Da Notare ja auch wahnsinnig viel vom Steuerrecht verstehen ...

Kommentar von wurzlsepp668 ,

und vor allem ja steuerlich beraten dürfen ....

Kommentar von PatrickLassan ,

I.d.R. sind Notare auch Rechtsanwälte und somit zur Steuerberatung befugt. § 3 Nr. 1 Steuerberatungsgesetz.

Dass Rechtsanwälte nicht unbedingt viel Ahnung von Steuerrecht haben, ist ein anderes Thema.

Ich kann mich aus der Praxis an einen RA erinnern, der nicht verstand, worauf sich der %-Satz bei der Festsetzung eines Verspätungszuschlags bezieht.

Kommentar von kevin1905 ,

Nicht jeder RA ist auch ein FA für Steurrecht ;-)

Kommentar von Bakaroo1976 ,

Hast Du denn nun die "Muehe" (ich vermute Mühle) zu eigenen Wohnzwecken genutzt oder nicht?

Antwort
von meinereiner88, 12

Guten Tag,

darf ich fragen was das Finanzamt jetzt geantwortet hat?

Mfg, Lahib

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