Spaziergang
Wahrscheinlich bin ich Falsch verstanden wurden, der Hund läuft dahin wo ich hin will. Er bleibt an jeder ecke zum schnüffeln stehen und ich muss ihn Ziehen damit er kommt. Er läuft an der Flexi leine mit Freilauf, ich würde aber sehr gerne einmal spazieren gehen ohne stehen bleiben zu müssen. Leckerlials Belohnung geht gar nicht da er auf Diät ist und nun meine Frage; Was kann ich tun damit er mit mir ordentlich mit läuft und nicht überall stehen bleibt und sich ziehen lässt
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Liebe Ines1404! Dieser Text ist aus meiner Datei vielleicht hilft es dir! Hilfe mein Hund zieht an der Leine
Das ist übrigens der Text, um den es geht: Kurz der fachlich, biologische Hintergrund: An der Leine laufen ist für einen Hund ersteinmal vollkommen unnatürlich. Egal, ob Welpe, unerzogener Junghund, alter Kettenhund oder ehemaliger Straßenstreuner. Für keinen ist es angenehm oder gar selbstverständlich, sich derart einengen zu lassen. Daher gehört ein wenig Fingerspitzengefühl, viel Geduld, Freude an der Arbeit und viel Lob dazu, einem Hund die Leine und deren korrekte Handhabung verständlich zu erklären. Vergeßt bitte solche Sprüche wie: Ein ziehender Hund ist ein dominanter Hund ! Der Hund will die Führung übernehmen ! ... Für einen Hund ist es das normalste der Welt, daß er vorwärts geht, mit seinem Rudel läuft, zügig, interessiert, wachsam. Hunde gehen nicht spazieren, sie schlendern nicht gemütlich durch Fußgängerzonen oder am Ufer entlang. Sie sind zielorientiert und wollen nur „dorthin“. Das natürliche Grundtempo eines Hundes ist ein langsamer Trab, der aber dennoch schneller ist, als unser normaler Gang. Der Hund muß sich also zusätzlich noch an die langsame Geschwindigkeit anpassen. Werdet euch der Einschränkung bewußt die der Hund mit einem Halsband (oder Geschirr) erfährt. Er wird begrenzt, körperlich gebremst und alles im Hund wird sich ersteinmal dagegen lehnen -> die natürlichste Reaktion, Druck erzeugt Gegendruck ! Er hält mit dem gleichen Gewicht dagegen, wie ihr zieht. Aus Hundesicht vollkommen normal und der einzige Weg, nach vorne zu kommen (funktioniert ja auch meist). Ergo muß ich meinem Hund erklären, warum und wofür er überhaupt an die Leine muß und welche Regeln an selbiger gelten. Die Leine sollte immer positiv für den Hund sein, Anleinen eine Selbstverständlichkeit und dies sollte man sich durch rucken, würgen, zerren oder gar schlagen mit der Leine nicht verderben. An der Leine sein bedeutet Sicherheit zu haben, beschützt zu sein, keine Entscheidungen treffen zu müssen, sorglos mittraben zu können. Es gibt zig Gründe, warum ein Hund zieht, das Grundprinzip es ihm abzugewöhnen ist aber immer gleich. Leine ist positiv, Leine heißt Nähe, Leine heißt gemeinsam. Dies muß der Hund (und der Halter) verinnerlichen. Der Hund soll nicht ununterbrochen auf mich achten (auch nicht an der SL). Ich bin nicht der Mittelpunkt der (Hunde)Welt und auch nicht das Maß aller Dinge (es gibt wirklich Leute die dies glauben ). Ich möchte einen aufmerksamen Hund ja, aber keinen, der mich permanent anhimmelt und nichts mehr ringsherum wahrnimmt. Ziel ist ein an lockerer Leine laufender Hund, der den vorgegebenen Abstand einhält, sich an meiner Geschwindigkeit orientiert, der aber auch einmal zurückfallen darf oder sich mal „kurz&sachte“ in die Leine lehnt. Kein am Bein klebender, in Genickstarre verfallender Hund !! Die meisten Probleme gibt es mit Junghunden und Erwachsenen, die bereits über einige „Zieherfahrung“ verfügen. Es wurden alle möglichen Methoden ausprobiert, von Stehen-bleiben, über ruckartig-Richtung-wechseln bis hin zu Halti&Co. Ohne Erfolg, der Hund zieht nach wie vor !! Was also tun !? Man nehme seinen Hund, eine 2-3 m lange Leine, eine handvoll Leckerlis, einen möglichst ausgeglichenen Hund und ganz wichtig: einen motivierten, gut gelaunten Halter. Idealerweise kennt mein Hund die Kommandos langsam und hier. Nun marschiere ich also los, Hundi an meiner Seite, fröhlich, zügig und zielstrebig. Läuft der Hund vor kann ich - ihn rechtzeitig mit einem langsam ausbremsen. - mit der Hand ans Bein klopfen und aufmunternd hier sagen. - die Richtung wechseln, dabei ein hier längst nicht vergessen. - bevor er zieht (je nach Hund) leicht an der Leine zupfen, nur so, daß er aufmerksam wird. Verlangsamt er sein Tempo,bleibt er an eurer Seite, schaut er euch an: loben – ruhig und freundlich – ab und zu mit Leckerli. Zu Anfang das Training abwechslungsreich gestalten. Nicht einfach stundenlang geradeaus laufen. Mal rechts mal links gehen, meist kennt man die „Zeitungsecken“, geht gezielt hin und läßt Hundi schnuffeln. Dann wieder konzentriert ein paar Meter weiter, ein paar Lockerungsübungen, mal zügig und ganz schwer, 5 m in Zeitlupe. Für mich ist ein nicht ziehender Hund das Ziel, egal wie lang die Leine ist. Lass ich ihm 3 m kann er in diesem Radius laufen, verkürze ich auf 1 m (wegen Verkehr, etc.) möchte ich. daß mein Hund ohne große Kommandos in diesem Bereich bleibt. D.h. wann immer Zug auf die Leine kommt (egal in welcher Entfernung, auch bei einer 10 m SL) wird mein Hund langsamer, gibt nach und passt sich an. Allles Gute Ilsemarie
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Wenn dir nicht bekannt ist, wie ein Hund und warum er das macht: Er liest Zeitung, das ist für alle Hunde wichtig. Hunde, die nicht ihre Umgebung erkunden dürfen, sind keine freundlichen Kerlchen. Gehe in eine Hundeschule, scheint für dich noch wichtiger zu sein als für deinen Hund.
Kommentar von Annemaus85Annemaus85 10.11.2011Er liest Zeitung.... hehe, das klingt süß.
Kommentar von kaesefusskaesefuss 10.11.2011Das heißt so wenn Hunde ihre Nase auf der Erde haben. Klingt für Unwissende niedlich, aber ist nichts anders.
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du solltest ihn ruhig schnüffeln lassen das ist ganz normal für Hunde und gehört zum Sozialverhalten
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Du musst der Mittelpunkt der Aufmerksam sein. Ein Hund sollte beim Spaziergang immer neben dem Halter laufen, nicht vor ihm. Das erreichst du, in dem du die Leine so ausrichtest. Will der Hund dich überholen, stellst du dich ihm in den Weg und lässt ihn Sitz machen. Das immer wieder. Irgendwann versteht er, dass er neben dir zu gehen hat. So hast du den Hund auch wesentlich besser im Griff.
Flexi-Leinen sind aber keine guten Leinen, man hat mit denen keinerlei Kontrolle über den Hund. Ich rate dir zu einer normalen, stabilen Nylonleine.
Kommentar von Sonnenblume104Sonnenblume104 10.11.2011Naja ein Hund muss nun nicht 24 Stunden am Tag neben mir laufen. Das ist auch anstrengend für den Hund. Klar ist das für den Halter einfacher und handlicher. Aber ich finde, es sollte genügen, wenn ein Hund locker an der Leine läuft und nicht immer Fuß. Mein Hund soll auch einen gewissen Spielraum haben, in dem sich bewegen kann. Hunde haben allgemein ein schnelleres Schritttempo als wir und müssen sich beim Fußlaufen arg konzentrieren, dass sie sich unserem angleichen.
Kommentar von VeichanVeichan 10.11.2011Genau das ist gewollt. Der Rudelführer bestimmt das Tempo, nicht der Hund. Bei einem Spaziergang muss der Hund sich am Halter orientieren, ansonsten gibt es schnell die Probleme, die oben genannt wurden.
Niemand sagt, dass der Hund nicht zwischendurch an der langen Leine gehen, schnuppern und schnüffeln darf. Aber diese Situationen werden vom Halter begonnen und beendet, ansonsten geht der Hund neben seinem Halter. So werden diese Probleme unterbunden.
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Er respektiert Dich nicht als Rudelführer! Schnüfflen ("Zeitung lesen") ist erlaubt, klar. Versuch doch mal eine kurze/normale Leine und lass ihn "bei Fuß" laufen. Flex-Leinen sind nicht so gut...
Kommentar von June666June666 10.11.2011das hat mit respektieren doch gar nix zu tun
Kommentar von VeichanVeichan 10.11.2011Hat es sehr wohl. Ein Hund, der sich selbstständig macht, zerrt und nicht weitergehen will, respektiert nicht, dass der Halter den Weg bestimmt. Ein Dominanzproblem. Wann stehen geblieben wird, um zu schnuppern, bestimmt nur der Halter - nie der Hund.
Kommentar von Sonnenblume104Sonnenblume104 10.11.2011Das hat doch nichts mit Dominanz zu tun! Das ist schlicht und ergreifend mangelnde Erziehung und Beschäftigung. Und wie auch schon der TE geschrieben hat, läuft der Hund ohne wenn und aber mit ihr mit.
Und ich will ehrlich gesagt nicht meinem Hund vorschreiben müssen, wo er genau hinzumachen hat. Der Hund hat auch gewisse Freiheiten die ihm einfach zu stehen und die man ihm auch gewähren soll. Sonst sollte man sich keinen hund anschaffen. Ehrlich gesagt finde ich solche Halter, die ihrem Hund vorschreiben wo er zu stehen und zu sitzen hat einfach furchtbar. Aber meine Meinung steht hier nicht zur Debatte.
Ich finde einfach nur, dass das rein gar nichts mit Dominanz zu tun hat, sondern mit Erziehung (dem Hund beizubringen auf mein Kommando "Weiter" zu hören und zu reagieren) und mit Beschäftigung (dem Hund eine Alternative anzubieten, in der er einfach mal ungestört dem nach gehen kann was er gern macht: Schnüffeln)
sehr guter anschaulicher text, tol!