Ist der Stromverbrauch tatsächlich geringer, wenn ich Wasser erst mit dem Wasserkocher aufkoche um dann zum Beispiel Eier oder Nudeln auf dem Herd weiterzukochen? (Ich habe noch einen Elektroherd, keine Cerankochfeldplatten, die ja schneller heiß werden.) Oder tut sich das vielleicht doch nicht so viel?
er ist geringer, aber nicht viel. es geht aber auch schneller
Wenn man einen Wasserkocher besitzt lohnt es sich, Wassermengen bis zu einem Liter vor dem Kochen im Kochtopf mit dem Wasserkocher zu erhitzen. Verbraucht wesentlich weniger Strom, als wenn man das Wasser auf der Kochplatte erhitzt und ist ganz nebenbei auch wesentlich schneller! Kochen in Töpfen: immer den Deckel drauf lassen, so bleibt die Hitze erhalten. Gemüse benötigt zum Beispiel auch nur sehr wenig Wasser zum Dünsten und die Vitamine bleiben besser erhalten! Man sollte beachten, dass die Töpfe und Pfannen im Durchmesser nicht kleiner als die Kochplatten sind, ansonsten geht sehr viel Energie (bis zu 20 %) um den zu kleinen Topf herum verloren.
Ich meine gelesen zu haben : ja! Aber ohne Gewähr!

Einsparung ja.
Bedingt durch den viel höheren Wirkungsgrad des Wasserkochers (Heizspule direkt im Wasser, Gehäuse aus Plastik mit wärmeisolierenden Eigenschaften) ist die Zeit, die zum Erwärmen benötigt wird, wesentlich kürzer. Der Faktor Zeit spielt aber beim Verbrauch eine wesentliche Rolle. So verbraucht der Wasserkocher weniger Strom, obwohl er eine höhere Leistung (Wattzahl) hat.
Beispiel:
Wasserkocher 2200 Watt, Kochzeit 3 Minuten für 1 Liter kaltes Wasser
2.200 Watt x 2,5 Minuten = 5.500 Wattminuten = 91,6 Wattstunden = 0,0916 Kilowattstunden
Der Herd muss angeheizt werden, aber das muss er so oder so, also kann man diese Zeit nicht in die Einsparung einrechnen.
Herdplatte 2.000 Watt, Kochzeit 5,5 Minuten für 1 Liter kaltes Wasser bei heißer Herdplatte und kaltem Topf.
2.000 Watt x 5,5 Minuten = 11.000 Wattminuten = 183 Wattstunden = 0,183 Kilowattstunden
Die Einsparung beträgt also rund die Hälfte und würde noch höher liegen, würde man die Anheizzeit des Herdes mit einberechnen.
Diese hohe Einsparung rührt vom schlechten Wirkungsgrad des Herdes her und ist mit der größeren Wärmeabstrahlung in die Umgebung, dem größeren Abstand zwischen Heizwendel und Wasser und der wärmeleitenden Eigenschaften des Metallgehäuses und des Kochgefäßes zu begründen.
Gruß DER ELEKTRIKER
JoGerman am 1. Juni 2009 10:41 Fehlerkorrektur:
Wasserkocher 2200 Watt, Kochzeit 2,5 Minuten für 1 Liter kaltes Wasser
bonitas am 2. Juni 2009 00:38 So ein Nonsens! Erstens geht es hier überhaupt nicht darum, ob der Wasserkocher effizienter Wasser aufkocht oder nicht. Das wissen wir ja schon, und deswegen benutzen wir ihn ja. Hier geht es darum, ob der Wasserkocher das Wasser für den Herd vorkochen soll. Und dann ist Deine Rechnung leider nicht korrekt, denn weder Herd noch Wasserkocher setzen alle Energie in die Erhitzung des Wassers um. Schön wärs, dann hätten wir ein perpetuum mobile. Also bitte mit Wirkungsgrad rechnen. Und das Wesentlichste: Während der Wasserkocher arbeitet, ist gleichzeitig der Herd an, denn der soll ja dann weitermachen. Diese Energie also bitte einrechnen (Kalte Herdplatte!)Auf gehts, bin gespannt. Hihi.
JoGerman am 3. Juni 2009 01:17 @bonitas: Keiner hat behauptet, das der Wasserkocher ALLE Energie umsetzt. Das das nicht geht, weiß ich auch.
Ich habe einfach 1 Liter Wasser auf den Herd bzw. in den WK und die Zeit gemessen. Der Rest ist Mathematik.
Es wäre für mich ein leichtes, hier den rechnerischen Beweis für den gesamten Fall aufzustellen, allerdings gibt es hier User, die eher auf Konfrontation aus sind, als auf korrekte Antworten der Fragen. Daher beschließe ich hier meinen Text mit der Wiederholung einiger Sätze aus meiner ersten Antwort, um auch DEINE Fragen zu beantworten.
Der Herd muss angeheizt werden, aber das muss er so oder so, also kann man diese Zeit nicht in die Einsparung einrechnen.
Die Einsparung ...... würde noch höher liegen, würde man die Anheizzeit des Herdes mit einberechnen.
Siehe auch das Bild von biggi2007
Oh mann, JoGerman, Hut ab vor Deinem Wissen, aber musst Du das so schwer beschreiben? Ich wollte mir Deine Antwort wirklich durchlesen, weil ich´s interessant fand, aber nach einem 10Std. langem Arbeitstag ist man so kaputt, dass das einen anstrengt:( Leider... Vielleicht les´ich´s an meinem freien Tag, nachdem ich ausgeschlafen habe;) Gruß Vicki
JoGerman am 10. Juni 2009 05:23 Schwer beschreiben? Das ist Schul-Physik (5. Klasse) und etwas Mathematik (Grundrechenarten).
Es kommt drauf an ob den Herd mit Gas betrieben wird. Wenn es mit Gas aufgeheizt wäre, dann wäre der Wasserkocher die Energieschleuder. Wenn man Warmwasser aus dem Hahn abnimmt dass über Öl oder Gas erwärmt wird, sparst du tatsächlich strom. Wenn es elektrisch über die Nacht erwärmt wurde mit Niedertarif, dann hast du trotzdem wie beim Gas oder Öl noch Geld gespart. Doch das war ja nicht dein Ziel :)

Ich vermute, nein. Grundsätzlich benötigst Du immer die gleiche Energiemenge, um eine bestimmte Menge Wasser unter sonst konstanten Bedingungen zum Sieden zu bringen. Eine eventuelle Energieeinsparung ist also ausschließlich bedingt durch das Gerät, das Du benutzt, dessen Wirkunggrad. Da Du den Herd trotz Wasserkocher anstellen und aufheizen mußt, um dann darauf weiterzukochen, hast Du Energie verschwendet, nicht gespart.
JoGerman am 1. Juni 2009 10:44 Das stimmt so nicht.
Richtig ist, das es physikalisch immer die gleiche Energiemenge benötigt, um eine bestimmte Menge zu erhitzen, aber die Bedingungen sind im vorliegenden Fall eben NICHT gleich.
Siehe meine Antwort.

Also, ich nehme immer schon heißes Wasser aus dem Hahn und tu nen Deckel drauf. Ob es Strom spart weiß ich nicht, da es ja ein Durchlauferhitzer ist, aber es spart mich Zeit und die ist bekanntlich kostbar. LG
JoGerman am 1. Juni 2009 10:11 Da der Verbrauch (kWh) das Produkt aus Leistung (kW) und Zeit (h) ist, spielt die Zeit eine WESENTLICHE Rolle beim Stromverbrauch.
Gruß DER ELEKTRIKER
mir gehts genauso wie dir - und ich stelle immer fest, dass es im wasserkocher viel schneller geht! allerdings stelle ich auch immer beiden gleichzeitig an - ganz ehrlich, ich glaube auch nicht, dass man sonderlich damit spart!

Ein Herd hat ich glaube 3-4KW, son Wasserkocher 2KW, allerdings machst du die Platten ja eh an, von daher dürfte die Ersparnis marginal sein.
JoGerman am 1. Juni 2009 10:09 Nur der gesamte Herd hat 3 - 5 kW. Eine Platte hat zwischen 1,5 bis 2,2 kW.
Gruß DER ELEKTRIKER